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Comic-Besprechung - Ghost Kid

Geschichten:

Ghost Kid
Autor / Zeichner / Colorist: Tiburce Oger



Story:

Ambrosius Morgan ist ein alternder Cowboy, der darum weiß das nicht nur er, sondern auch seine Ära der Cowboys zu Ende geht. Eines Tages erfährt er, dass er eine Tochter hat. Deren Mutter bittet ihn, sie zu suchen da sie in der Grenzregion von Mexiko verschwunden ist. Morgan macht sich auf den langen beschwerlichen und gefährlichen Weg.



Meinung:

Tiburce Oger bleibt als Autor und Zeichner in Personalunion dem Western treu. Ghost Kid ist dabei ein in sich abgeschlossener Einzelband der von einem alternden Cowboy erzählt der erfährt das er eine mittlerweile etwa zwanzigjährige Tochter hat die verschwunden ist. Im Angedenken an deren Mutter macht er sich auf die gefährliche Suche nach ihr.

Ogers zeichnerische Schwäche ist die  Mimik der Pferde die oftmals viel zu exaltiert ausfällt. Manchmal sind die Proportionen der Figuren etwas zu rund und das verhindert gerade bei den Charakteren einen realistischen Anschein. Sie wirken dadurch zu karikaturenhaft und nicht immer wie aus einem Guss. Das dürfte nicht jedermanns Sache sein und ist gewöhnungsbedürftig. Vor allem ist es erstaunlich für einen Westernzeichner das Tierzeichnungen nicht so ganz sein Ding sind.  Dafür sind die Landschaftspanoramen hervorragend.  Gerade der Western lebt ja auch von der Umwelt, da der Kern des Genres die Bildung der Zivilisation ist und die Natur dementsprechend als Feind gilt die man bezwingen muss. Und hier werden sowohl tief verschneite Gebirge als auch sengende Wüsten imposant in Szene gesetzt und wie sich der Held mit ihnen auseinandersetzen muss ist ebenso spannend wie die Schießereien. Einzig die Splashpages die dramaturgisch nicht immer einen Sinn ergeben irritieren deswegen ein bisschen, aber man sieht sie sich dennoch nur zu gerne an. Zeichnerisch ist der Band also empfehlenswert. Trotz einiger Schwächen.

Inhaltlich ist Ghost Kid ein typischer Spätwestern. Der Held ist ein alternder Mann der nicht nur um sein Alter weiß, sondern dem auch bewusst ist, dass die Ära in der man Männer wie ihn braucht, zu Ende geht. Die Zeit der Viehtrecks ist vorbei und es werden keine Cowboys mehr benötigt. Zudem will sein Körper auch nicht mehr so ganz. Aber er hat nichts anderes gelernt und blickt eher auf die Vergangenheit zurück, denn in die Zukunft die ihm nichts zu versprechen scheint. Das alles ist nicht unbedingt neu. Die Suche nach der verschwundenen unbekannten Tochter ist dennoch spannend, da er nicht noch ein letztes Aufbäumen hat wie der Revolverheld der sein letztes Duell antritt, sondern weil ihm ein Ziel, in gewissem Sinne ein Vermächtnis, gegeben ist wofür es sich zu kämpfen lohnt. So ist der titelgebende Indianerjunge nicht das einzige Geisterkind (Ghost Kid), sondern auch die Tochter da sie bis zum Ende nur als Phantom besteht.

Wie so oft ist der Weg das Ziel und die Erfahrungen des alten Recken bringen ihn letztlich vorwärts. Zum Glück ruht man sich nicht auf Witzchen über die körperlichen Gebrechen des alternden Helden aus, sondern gibt ihm auch noch dramaturgisch gut begründet ein Handicap welches die Spannung deutlich erhöht. Er bleibt dadurch auch symbolisch in der Vergangenheit hängen. Im Gegensatz zu anderen Spätwestern ist das Ende aber weitaus weniger düster ausgefallen, sondern hat einen versöhnlichen Ton. Insgesamt gesehen also ein sehr lohnenswerter Western.



Fazit:

Trotz einiger kleinerer zeichnerischer Schwächen ein lohnenswerter Spätwestern der versöhnlicher ist als viele seiner Genrekollegen.



Ghost Kid - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Ghost Kid

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 22,00

ISBN 10:
3967920666

ISBN 13:
‎ 978-3967920666

80 Seiten

Positiv aufgefallen
  • beeindruckende Landschaftszeichnungen
  • Spannung und Dramatik
  • Handicap des Helden
  • versöhnlicher Spätwestern
Negativ aufgefallen
  • Mensch und Pferd gewöhnungsbedürftig gezeichnet
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Rezension vom: 27.09.2021
Kategorie: Alben
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