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Comic-Besprechung - Outcast 8: Die Vereinigten

Geschichten:

Outcast 8: Die Vereinigten (Outcast 43-48)
Autor: Robert Kirkman, Zeichner: Paul Azaceta, Colorist: Elizabeth Breitweiser



Story:

Die Outcasts um Kyle Barnes haben sich auf einer Ranch verschanzt, um sich in der Gemeinschaft gegen die Besessenen besser schützen zu können. Was sie nicht ahnen: genau das haben die Besessenen geplant. Denn wenn alle an einem Ort sind, so kann die angestrebte Vereinigung viel einfacher erfolgen. Nun ist es soweit und das Anwesen soll gestürmt werden. Doch ausgerechnet Kyles Ex-Frau Allison ist nun von einem Wesen besessen das sowohl Erlösung als auch Untergang hervorrufen kann.



Meinung:

Mit dem vorliegenden achten Band liegt nun schon das Finale der Serie Outcast vor. In dem Nachwort von Autor Robert Kirkman wird nun auch ein Aspekt erhellt der hier immer wieder kritisiert worden ist.

Der Zeichner Paul Azaceta fügte immer wieder kleine Panels ein, sogenannte Inserts. Das erinnerte stilistisch auch immer an Sean Philips Arbeit an Criminal. Während Philips Inserts aber immer Zusatzinformationen gaben, kleine Hinweise bezüglich des Kriminalfalls, führten die von Azaceta nirgendwohin. Zwar gibt es hier mal ein Lächeln zu sehen, was die Emotion des im großen Panel gesagten eine Bedeutung gibt. Aber das Bild eines Raben fügt nichts zur Handlung hinzu. Wenn nun Robert Kirkman berichtet das er das Drehbuch zu dem Piloten der TV-Serie gleichzeitig mit dem Skript für das erste Heft der Comicserie verfasst hat, berichtet er das er im Comic unbedingt Aspekte haben wollte, die im Film und Fernsehen eine Menge ausmachen. Ein angedeutetes Lächeln eines Darstellers, ein Nicken, ein atmosphärisches Bild als Bindeglied zwischen Szenen, Bildelemente die dem Bildausschnitt etwas Besonderes verleihen. Also stehen diese Inserts schon im Skript drin und sind nicht Azaceta anzulasten. Denn die Inserts funktionieren größtenteils nicht. Kirkman wäre da besser beraten gewesen, die Stärken der jeweiligen Medien zu beachten und nicht das eine  in das andere überführen zu wollen. Aber als Experiment kann man es stehen lassen.

Azaceta ist als Zeichner dennoch eine gute Wahl gewesen. Die Serie besitzt viele Charaktere von denen viele wichtige Funktionen besitzen und so ist ein Zeichner gefragt der wirklich jeder Figur individuelle Züge verleihen kann. Das ist hier durchaus gelungen und die Charaktere wirken eigenständig, besitzen eine realistisch anmutende Mimik und Körpersprache weswegen man sich als Leser*in gut einfinden kann. Zudem, ganz wichtig für einen Horrorcomic, gelingen Azaceta auch furchteinflößende Bilder. Das ist bei einer Serie welche weniger Wert auf Gewalt legt, denn auf psychologischen Horror, schwierig und wichtig. Aber die Ausschnitte, etwa ein gehässiges böses Lächeln, zusammen mit der hervorragenden Farbgebung von Elizabeth Breitweiser erzeugen eine düstere Atmosphäre die einem unwohl werden lässt.

Für einen Finalband herrscht hier auch ungewöhnlich wenig Action vor. Wenn man nun aber zurückblickt, ist es ja keine Horrorserie in der Blut und Gewalt den Vorrang hatte, sondern der Horror und die Bedrohung eher metaphysischer Natur war. Da liegt es natürlich auch nahe, das die Auflösung metaphysischer Natur ist, also mehr in den Sphären des Geistes als des Körpers stattfindet. Mehr soll hier noch nicht verraten werden, aber der Konflikt Gut gegen Böse wirft auch hier noch Fragen auf die jeder Leser*in für sich selbst beantworten muss. Zudem entpuppen sich manche Charaktere als sehr vielschichtig was einige Aspekte in einem anderen Licht erscheinen lassen. Insgesamt liegt hier eine gute Auflösung vor die manchen Klischees entgegenläuft und angesichts all dessen was die Figuren durchmachen mussten, gönnt man ihnen durchaus ein Happy End. Für Fans ist der Band eh Pflicht.



Fazit:

Das Finale der Horror-Serie ist für Fans eh Pflicht. Überraschenderweise kommt hier recht wenig Action vor, aber da die Serie hauptsächlich durch die Charaktere vorangetrieben wurde, ist auch die Auflösung eher metaphysisch und damit auf jeden Fall mehr als einen Blick wert.



Outcast 8: Die Vereinigten - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Outcast 8: Die Vereinigten

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22,00

ISBN 10:
3966582376

ISBN 13:
978-3966582377

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • komplexe Charaktere
  • metaphysische Auflösung
  • Spannung
Negativ aufgefallen
  • Inserts die nirgendwohin führen
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Rezension vom: 04.10.2021
Kategorie: Hefte
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