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Comic-Besprechung - Alix – Gesamtausgabe 2

Geschichten:

Die Gladiatoren
Text: Éric Teyssier
Zeichnungen: Marco Venanzi


Die Tiara des Oribal
Die schwarze Kralle
Die verlorenen Legionen
Text und Zeichnungen: Jacques Martin



Story:

Der Band beginnt mit der Erstveröffentlichung „Die Gladiatoren“. Martin gibt mithilfe der Texte Éric Teyssiers und der Zeichnungen Marco Venanzis einen anschaulichen Einblick in das Zeitalter der Gladiatorenkämpfe. In „Die Tiara des Oribal“ begleitet Alix Oribal in das östliche Königreich, dessen Erbe er ist. Aber die Regenten wollen nicht, dass Oribal Erfolg hat. Sie werden alles in ihrer Macht stehende tun, um zu verhindern, dass die königliche Tiara auf dem Kopf des Prinzen ruht. Alix wird erneut gegen Arbaces antreten müssen, den Großwesir, seinen Erzfeind, der seinen Sturz in der Episode "Die verfluchte Insel" überlebt hat. Zunächst allein, dann in Begleitung von Widerstandskämpfern und einem Volksaufstand nähern sich Alix, Enak und Oribal Zür-Bakal, gewinnen eine Schlacht am Fluss und schaffen es dann, die befestigte Stadt durch Täuschung in Besitz zu nehmen. Oribal betritt die Stadt als gekrönter König und die Adligen verneigen sich. Arbacès bricht den Damm und ertränkt die Stadt teilweise, stirbt aber beim Einsturz des Damms. „Die schwarze Kralle“ ist die Geschichte einer Rache. Dreißig Jahre vor den Ereignissen wurde eine Stadt an der Ostküste Nordafrikas, Icara, aufgrund eines Missverständnisses und unglücklicher Umstände von den Römern mutwillig zerstört. In Pompeji macht sich eine Handvoll Überlebender, angeführt von dem Magier Rafa, auf den Weg, um die Verantwortlichen für das Massaker zu vergiften. Alix reist mit Hilfe des afrikanischen Sklaven Servio nach Afrika, um das Gegengift zurückzubringen. Die von Icaras Rächern verursachten Schwierigkeiten führen dazu, dass nur eine Ampulle des Gegengifts Pompeji erreicht, um das einzige unschuldige Opfer zu retten. In „Die verlorenen Legionen“ entdeckt der held ein Komplott von Pompejus, um Julius Cäsar zu beseitigen. Um ihn in eine Falle zu locken, beschafft sich Pompejus das Schwert des Brennus. Dieses Objekt kann durch das Prestige seines früheren Besitzers die Gallier gegen Caesar vereinen, wie es Vercingetorix getan hatte. Dank der Intrigen von Pompejus erhalten die Rebellen Hilfe von den Germanen. Alix, unterstützt von Enak und seinem Cousin Vanic, wird das Komplott scheitern lassen.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Hurra, „Alix“ ist wieder da. Nachdem von der ehemaligen Ehapa-Gesamtausgabe nur noch Restposten über Kult Comics geordert werden konnten, hat der Verlag sich nun daran gemacht, die Gesamtausgabe unter dem eigenen Label neu herauszugeben. Und das ist super, denn der Klassiker von Martin verdient es. Der Verlag beginnt mit der Gesamtausgabe 2, die die Alben aus der zeit zwischen 1955 und 1963 zusammenfasst.
Die gute Nachricht ist, dass Kult alles überarbeitet hat: Lettering, Übersetzung und Redaktion. Außerdem werden alle Bände mit einem Zusatzband, der nicht mit der ursprünglichen Serie zusammenhängt garniert. Im vorliegenden ersten Alix-Gesamtband ist es der 2017 erschienene Wissensband „Die Gladiatoren“. So wächst der Band von 208 auf 288 Seiten an. Nach und nach werden jetzt alle Bände neu aufgelegt. 
Eigentlich fällt es schwer, einen Klassiker wie Alix zu besprechen. Denn Martin gilt als einer der ganz großen Künstler der Schule Herge und der klassischen belgischen Geschichts-Comics. Zwar wurde er vor allem in seinen Anfangsjahren vom Vater von „Tim und Struppi“ noch verkannt, allerdings setzt er sich nicht zuletzt aufgrund seines Talentes durch. Heute geht die Comicforschung davon aus, dass große Teile von „Der Fall Bienlein“ und auch „Die Juwelen der Sängerin“ durch Martin erstellt wurden. Mit 36 Alben seit 1948 gehört die Serie „Alix“ zu den echten Schwergewichten am europäischen Comichimmel. 
Dabei ist die Editionsgeschichte der Serie in Deutschland mehr als nur verblüffend. 1974 erschien im Carlsen Verlag mit „Der letzte Spartaner“ der erste Band auf deutsch, was allerdings bereits dem siebten Band der Serie entsprach. Bis 1983 hielt sich der kühne gallische Junge bei den Hamburgern. Nach sieben Alben war dann Schluss. Allerdings mussten die Fans nicht lange warten. Bereits vier Jahre später nahm der Feest Verlag den Faden wieder auf und veröffentlichte mit „Die Opfer des Vulkans“ den 14. Band der Serie. Zudem kamen aus dem Haus Feest in der Reihe „Abenteuer Classics“ noch die ersten beiden Bände hinzu, die Carlsen übersprungen hatte. Zwei Jahre und vier Alben später gab auch Feest auf und Alix verschwand für knapp zehn Jahre vom deutschen Comicradar. Erst mit der von der Kult Edition und Casterman im September 1998 begonnenen Ausgabe, konnten die Leser erneut aufatmen. Dabei ging es nicht nur darum die von Feest und Carlsen vernachlässigten Alben herauszugeben, sondern auch die alten bereits erschienenen Bände neu herauszubringen. Bis Juni 2013 kamen so fast 26 Bände auf den Markt – einzig Band 16 fehlte. Mit der 6-bändigen Gesamtausgabe in der Egmont Comic Collection, die zwischen 2017 und 2019 erschien, sollte die Lücke endgültig gefüllt werden. Allerdings sorgten eine geänderte Verlagspolitik schnell dafür, dass die Ausgabe vom Markt verschwand.
Die nun vorliegende wohlfeile Ausgabe von Kult, wird nach und nach die Ehapa-Ausgabe ersetzen. Die komplette Überarbeitung und Erweiterung der Ausgabe macht sie auch für Besitzer der ECC-Bände interessant. Bis Ende des Jahres ist sie noch zu einem guten Subskriptionspreis zu haben.



Fazit:

Mit dem ersten Band der Alix Gesamtausgabe bei Kult Comics landet der Verlag einen Volltreffer. Aufmachung und zusätzliche Inhalte sind hochwertig und geben einen tiefen Einblick in den Klassiker. So darf es gerne weitergehen. Neun von zehn Legionen.



Alix – Gesamtausgabe 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Alix – Gesamtausgabe 2

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 45 (Subsk. 39,- bis 31.12.2021)

ISBN 13:
978-3-96430-163-5

288 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Aufmachung
  • Erweiterung und Überarbeitung der ECC-Ausgabe
  • Mit deutscher Erstveröffentlichung
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 18.10.2021
Kategorie: Alben
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