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Comic-Besprechung - 421 Gesamtausgabe – Band 2 1984 - 1987

Geschichten:

Selbstmorde
Im Reich der Mitte
Scotch Malaria
Die Kinder der Pforte
Text Stephen Desberg
Zeichnungen: Eric Maltaite



Story:

Bei allen vier Geschichten, die im zweiten Teil der Gesamtausgabe aufgenommen wurden, handelt es sich um deutsche Erstausgaben. In „Selbstmorde“ muss Jimmy Plant, alias Agent 421, einer Spur von Superreichen in die Karibik folgen. Alle hatten versucht sich vorher das leben zu nehmen, was scheiterte. Auf Jamaika starben dann alle eines „natürlichen“ Todes. „Im Reich der Mitte“ lässt 421 an einer Ralley quer durch China teilnehmen. Seine Aufgabe ist es, eine militärische Waffe an sich zu bringen. Schwierig nur, dass er den Verkäufer nicht kennt und Russen, Deutsche, Cinesen und Amerikaner ebenfalls Interesse haben. Bei „Scotch Malaria“ und „Die Kinder der Pforte“ handelt es sich um eine Geschichte, die über zwei Alben erzählt wird. Im Kamerun wird die britische Geologin Diana McNamara entführt. Von wem und warum ist zunächst ein großes Rätsel. 421 soll sich vom lybischen Geheimdienst anwerben lassen, um McNamara zu bereien.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

1980 erschien ein neuer Held auf den Seiten der Zeitschrift Spirou. Er war hip, modern, britisch und trug den süßen Namen 421. Anfangs war er eine einfache Parodie auf James Bond, mit all seinen binären und frauenfeindlichen Zügen (er übernahm sogar seine Frisur), aber die Figur entwickelte sich schnell weiter. Gezeichnet von Eric Maltaite und geschrieben von Stephen Desberg werden die Abenteuer dieses Geheimagenten ihrer Majestät im Laufe der elf Originalalben immer realistischer, interessanter und glaubwürdiger. Wir mussten lange warten, auf den zweiten Teil der Gesamtausgabe. Und das Warten hat sich mehr als gelohnt. Zwischen Euromissile-Krise, Bürgerkrieg in Afrika und Zeitreisen: Der zweite Band der Gesamtausgabe der erstaunlichen Geschichten von 421 hat wieder einiges zu bieten. Wie bei seinen beiden cineastischen Vorbilder – James Bond und Indiana Jones – wechselt der Leser zwischen herzhaftem Lacher und spannungsgeladenem Umblättern. Es ist mir kaum verständlich, warum dieser Schatz franko-belgischer Comickunst bisher von keinem deutschen Verlag komplett gehoben wurde. Denn alle in diesem Band versammelten Geschichten sind deutsche Erstveröffentlichungen.
Vor allem die Doppelgeschichte um die britische Geologin Diana McNamara ist großartig. Das auch nicht zuletzt, weil 421 hier zur erzählenden Person wird. Ähnlich wie im französischen Film Noir begleitet seine Stimme den Leser durch die Geschichte. Großartig alleine die Einstiegssequenz, in der Plant sinniert: „Ach, ich weiß nicht…die Leute haben komische Vorstellungen! Stellen sie sich vor, alle Geheimagenten wären Top-Mannequins, Meister im 200-m-Brustschwimmen […] quittierten die schlimmsten Situationen auf der Welt nur mit einem Lächeln a la Julio Iglesias…und würden nur leicht die Augenbrauen hochziehen, wenn die Kleider unserer Eroberungen auf den Boden gleiten. Und sie haben Recht damit. Na ja, ich bin jedenfalls ein wenig so…“ Da weiß der Leser Bescheid. Was für eine Überraschung, dann auch noch das Szenario liefert: Von der Suche nach einer Forscherin hin zur Zeitreise. Was für ein Spaß! Es ist ein ausgezeichnetes Werk über das Thema Zeitreisen, und die Art und Weise, wie der Leser nach und nach in das Thema hineingeführt wird, ist bewundernswert. Das Comicformat zwingt natürlich zu Abkürzungen. Sehr schön auch die Hommage an Indiana Jones, kurz vor dem ende der Geschichte: 421 zu seiner Begleiterin „Machen Sie´s wie ich. Treten sie nur auf die quadratischen Fliesen“ – „Woher wissen sie das?“ – „Das zu erklären, dauert zu lange“. Zeitreise eben. Großartig.
Ein 24-seitiges redaktionelles Vorwort von Didier Pasamonik, dem französischen Comicverleger, Herausgeber, Journalist und Ausstellungskurator, runden den ausgesprochen gelungenen Band ab. Eine Freude für jeden fan franko-belgischer Comickunst.



Fazit:

Ein mal lustiger, mal spannender, aber niemals langweiliger Comicband. Die Mischung aus James Bond und Indiana Jones, exzellent in Szene gesetzt, macht einfach Spaß. Ich gebe satte zehn von zehn Casino Royals.



421 Gesamtausgabe – Band 2 1984 - 1987 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

421 Gesamtausgabe – Band 2 1984 - 1987

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Salleck Publications

Preis:
€ 34,90

ISBN 13:
978-3-89908-763-5

240 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Voller witziger Einfälle
  • Tolle Aufmachung
  • Gelungene redaktioneller Text
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 23.11.2021
Kategorie: Alben
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