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Comic-Besprechung - Batman Detective Comics 11: Duell der Ritter

Geschichten:

Batman Detective Comics 11: Duell der Ritter (Detective Comics 1000-1005, Detective Comics Annual 2)
Autor: Peter J. Tomasi, Zeichner: Doug Mahnke, Brad Walker, Travis Moore, Inker: Andrew Hennessy, Doug Mahnke, Jaime Mendoza, Max Raynor, Colorist: David Baron, Nathan Fairbairn, Tamra Bonvillain, Nick Filardi



Story:

Überall in der Stadt tauchen tote Fledermäuse auf. Batman sieht darin zu Recht eine Botschaft die sich an ihn richtet, doch als er die Spur des tödlichen Signals verfolgt sieht er sich zunächst mit einem durchdrehenden Man-Bat konfrontiert. Allerdings steckt er nicht hinter der Botschaft, sondern ein in einer Ritter-Rüstung steckender Anführer einer kleinen Armee der sich Arkham Knight nennt. Dieser will dem Dunklen Batman Licht entgegensetzen. Koste es was es wolle.



Meinung:

Manche kennen den Arkham Knight aus dem Computerspiel und vielleicht auch aus dem Comic zu dem Game. In dem elften Paperback der Traditionsserie Detective Comics unter dem Rebirth-Banner wird der Ritter Arkhams nun in den regulären Batman-Kosmos eingeführt. In dem Jubiläumsheft Detective Comics 1000 gab es schon einen kleinen Prolog zu dieser Storyline, der hier auch noch mal abgedruckt wird. Und es ist schön, dass der Autor der den Arkham Knight geschaffen hat, ihn nun auch integriert und dabei den Charakter teilweise sogar verändert.

Zu Beginn fällt es einem schwer, den Ritter als reinen Schurken zu sehen. Der Prolog macht deutlich das er Batman als Ursache des Übels ansieht, als den Grund warum es so viele Superschurken in Gotham gibt. Da Batman die Gestalt eines Geschöpfes der Nacht und die Nacht selber nutzt, um Angst unter Verbrechern zu säen, bringt er nach Ansicht des neuen  Gegners, nur noch mehr Angst in die Bevölkerung. Ja sogar noch mehr, auch moralische Dunkelheit. Das will er ändern und alles erhellen. Was durchaus wörtlich zu verstehen ist. Er will Licht gegen das Dunkle stellen und bekämpft Robin etwa nicht mit einer Todesfalle, sondern will ihn auf seine Seite ziehen und interessanterweise wird hier ein absolutes Klischee der Superheldencomics gebrochen. Achtung Spoiler: nachdem der Arkham Knight seinen Plan dargelegt hat, hofft er das sich Robin ihm freiwillig anschließt und lässt ihn gehen. Das kann Batman ebenso wenig fassen wie die Klischeebelastete Leserschaft. Auch ist die Argumentation durchaus gelungen und man kann die Motive verstehen und der Arkham Knight scheint auch ansatzweise Erfolg zu haben. Aber man darf den Helden natürlich nicht dekonstruieren und so muss der Schurke an sich identifizierbar sein und er schießt über das Ziel hinaus. Insofern sind die Ziele durchaus nobel aber der Weg fehlgeleitet was der Figur ihre ganz eigene Tragik verleiht.

Zudem ist nicht nur die Vielschichtigkeit überraschend, sondern auch die Identität die erstaunlich schnell enthüllt wird. Der Background und die Origin der Figur sind interessant, aber nicht sonderlich elegant gelöst. Batman und Robin unterhalten sich im Keller Arkhams und rätseln über die Identität als ein Charakter die Szenerie betritt und freiwillig die Helden aufklärt. Was zugegeben etwas plump ist und weder Batmans Intelligenz herausfordert, noch eine dramaturgische Finesse ist. Dennoch liegt hier eine interessante Konfrontation Licht gegen Dunkel vor in Form zweier Ritter wobei die ursprüngliche Symbolik aufgehoben wird. Hier ist das Dunkel positiv und das Licht negativ.

Als Zusatz in diesem Paperback gibt es noch ein Annual welches langjährigen Fans ein Wiedersehen mit einem alten Gegner beschert. In der Storyline Das zweite Jahr, gezeichnet vom Superstar Todd Mc Farlane, bekam es Batman mit dem Reaper zu tun. Einem Vigilanten der Verbrecher kaltblütig ermordete. Batman nahm den Kampf auf und ahnte nicht das unter der Totenkopfmaske der Vater seiner Braut steckte. Ja, Bruce Wayne wollte schon damals heiraten. Aber seine Verlobte Rachel löste die Verlobung und ging in ein Kloster als sie erfuhr, dass ihr Vater der Reaper war. Was für eine Ausgangslage also für eine neue Geschichte. Doch leider, leider wird aus der dramatischen Steilvorlage nichts gemacht und Rachel tritt nicht auf. Aber Batman ist geprägt genug, das er mit aller verbitterten Härte gegen den Reaper vorgeht und dessen Identität klären will. Schließlich gab sich Batman die Mitschuld an dem Tod des brutalen Vigilanten. 

Insgesamt liegt hier ein gelungener Band vor dessen Oberthema man mit fehlgeleiteten Gerechtigkeitsempfinden zusammenfassen kann. Sowohl bei Arkham Knight und dem Reaper als auch bei Batman. Aber um wirklich herausragend zu sein, hätte manches eleganter gelöst werden sollen und die persönlichen Elemente stärker hervorgearbeitet werden müssen. Trotzdem gut.



Fazit:

Manches hätte dramaturgisch eleganter gelöst werden können und in dem zusätzlich enthaltenen Annual werden dramatische Steilvorlagen nicht genutzt. Dennoch ein guter Band der gut zu unterhalten weiß und mit manchen Klischees aus dem Superheldengenre bricht.



Batman Detective Comics 11: Duell der Ritter - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman Detective Comics 11: Duell der Ritter

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 20,00

ISBN 10:
3741624594

ISBN 13:
‎ 978-3741624599

180 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Bruch mit Klischees
  • umgekehrte Symbolik
  • interessanter Schurke
Negativ aufgefallen
  • dramaturgisch unelegant
  • dramatische Steilvorlagen nicht genutzt
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Rezension vom: 04.12.2021
Kategorie: Detective Comics
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