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Comic-Besprechung - Batman: Urban Legends 1: Waffengewalt

Geschichten:

Batman: Urban Legends 1: Waffengewalt (Batman: Urban Legends 1-6)
Autor: Chip Zdarsky, Matthew Rosenberg; Zeichner: Eddy Barrows, Marcus To, Diogenes Neves, Scot Eaton, Ryan Benjamin, Jesus Merino; Inker: Marcus To, Eber Ferreira, Ryan Benjamin, Julio Ferreira, Jesus Merino, Oclair Albert; Colorist: Adriano Lucas, Antonio Fabela



Story:

Red Hood will eine neue Droge aus den Strassen schaffen. Als er einen kleinen Jungen rettet dessen Situation ihn an seine eigenen Erfahrungen als Kind denken lässt, dreht er durch und ermordet den Vater des Jungen. Natürlich bringt ihn das in Konflikt mit Batman. Doch zusammen treten sie gegen die Dealer an. Doch die glückbringende Droge trifft auch Batman bis ins Mark. Währenddessen ist Grifter als Leibwächter von Lucius Fox angestellt. Doch der disziplinlose Bodyguard scheint noch einige eigene Pläne  zu verfolgen was ihn in Konflikt mit Batman und Superman bringt.



Meinung:

Eine Batman-Serie endet, eine neue beginnt. Während sich die Rebirth-Ära in der Endphase befindet, führt das letzte Event wieder einmal zu einer Neuordnung des DC-Universums und damit in eine neue Ära. Das wäre für manche schon fast ein Grund für einen Ausstieg aus dem Kosmos. Zum einen weil der Rebirth lange nicht so überzeugend war wie die hervorragenden New 52 und zum anderen weil es immer unübersichtlicher wird.

Nun also gibt es auch noch eine neue Batman Serie die vom Titel Urban Legends her schon etwas an die selige Serie Legends of the  Dark Knight erinnert. Waren die Legends aber in sich abgeschlossene Abenteuer, losgelöst von der Kontinuität die einzelne Aspekte näher beleuchteten, so ist die Serie Urban Legends deutlich in der Kontinuität angesiedelt. Wie der Schwerpunkt dieser Reihe im Vergleich zu den anderen ausfallen wird, kann noch nicht abgeschätzt werden da es ja hier um den ersten Band geht. Wenn man raten sollte: es geht um die Beziehung Batmans zu anderen Figuren aus dem DC-Kosmos.

Denn in der ersten Hälfte des Tradepaperbacks geht es wieder einmal um das Verhältnis von Bruce Wayne und Jason Todd, also Batman und Red Hood.  Red Hood ist wütend auf Batman und dessen vermeintlich weiche Vorgehensweise gegen das Verbrechen. Schließlich starb Jason durch die Hände des Jokers und kehrte von den Toten zurück. Diese Rückkehr habe ich DC bis heute nicht verziehen. Batman hingegen ist von Schuldgefühlen zerfressen. Was im Grunde völlig unlogisch ist. Jason war ein ungestümer und brutaler Robin und die damaligen Fans stimmten in einer Leserumfrage für den Tod des Charakters. Es wurde in der Batman-Serie dann auch spannender weil Batman aufgrund der traumatischen Erfahrung und der Trauer noch düsterer, grimmiger und härter wurde. Das Jason nun permanent auf Bruce sauer ist, weil der ihn nicht von den Toten zurückholte, ist ein Unsinn wie man ihn nur in Superheldengeschichten findet. Dennoch ist dieses Spannungsverhältnis zwischen Ziehvater und verlorenem Sohn immer auch dramatisch und damit spannend. Red Hood begeht hier allerdings kaltblütig einen Mord. Warum Batman dann nicht rigoros gegen Red Hood vorgeht, sieht er doch seinen Kodex verletzt und seine schlimmsten Befürchtungen über Red Hoods Methoden bestätigt, ist durch das Schuldgefühl erklärbar, aber dennoch vollkommen unglaubwürdig.  Es wird später in der Storyline sogar gar nicht mehr erwähnt. Aber die Geschichte hat ihre Momente und die dynamischen Zeichnungen machen die Lektüre angenehm.

Was man von der zweiten Story hier nicht sagen kann. Diese ist nämlich richtig, richtig schlecht. Im Schwerpunkt steht da Grifter und das ganze konfuse Geschehen soll wohl nur dazu dienen das Superheldenteam der Wildcats in die Comicgegenwart zu holen. Dabei wandelt man völlig ironiefrei auf den Stilmerkmalen der 1990er. Broken Back Posen der Frauen, waffenstrotzende Helden und permanent ach so coole Sprüche die lustig sein sollen, aber einfach nur dämlich sind. Grifter und sein Verhalten ist einfach nur peinlich und die Story ergibt absolut keinen Sinn. Mal kämpft Batman gegen Grifter, dann will Grifter Batman fangen, dann kämpfen sie zusammen? Wieso? Keine Ahnung. Warum dieser desolate Leibwächter nicht sofort gekündigt wird ist auch unverständlich und was er eigentlich will, wusste der Autor wohl bis zu den letzten Seiten auch nicht. Hier passt absolut nichts zusammen und es ist eine der schlechtesten Superheldenstorys der letzten Jahre. Da bekommt man höchstens Muskelkater beim Augenrollen. Wenn dieses die Wiederkunft der Wildcats sein sollte, dann hat man sie wahrlich nicht vermisst. Und wenn das ein Beispiel für die neue DC Richtung sein soll, dann werden sie viele Leser verlieren.



Fazit:

Hat die Geschichte mit Batman und Red Hood trotz aller Unglaubwürdigkeit so ihre Momente und kann vor allem durch die Zeichnungen punkten, so ist die zweite Storyline um Grifter eine der schlechtesten Superheldengeschichten der letzten Jahre. Hier ergibt absolut nichts einen Sinn und kaum zwei Panel hängen logisch zusammen. Nur die erste Hälfte rettet den Band vor dem Müll.



Batman: Urban Legends 1: Waffengewalt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman: Urban Legends 1: Waffengewalt

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 29,00

ISBN 10:
3741627305

ISBN 13:
‎ 978-3741627309

276 Seiten

Positiv aufgefallen
  • dynamische Zeichnungen
  • Kampf Batman gegen Mr Freeze
Negativ aufgefallen
  • Unglaubwürdiges Verhalten von Batman
  • zweite Story hat keinerlei Logik
  • Auftauen der peinlichen 90er
  • nervige Dialoge und Charaktere
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
4
(1 Stimme)
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Rezension vom: 20.05.2022
Kategorie: Batman
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