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Comic-Besprechung - Batman Equilibrium

Geschichten:

Batman Equilibrium (Batman: The Detective 1-6)
Autor: Tom Taylor, Zeichner: Andy Kubert, Inker: Sandra Hope, Colorist: Brad Anderson



Story:

Bruce Wayne ist in die Jahre gekommen. Nicht nur steht er mittlerweile ziemlich alleine da und seine Freunde und Verbündete sind ihre Wege gegangen oder verstorben. Körperlich merkt er die Folgen der jahrelangen Kämpfe, aber vor allem ist er verbittert geworden und fragt sich was er eigentlich erreicht habe. Als dann jemand anfängt Menschen zu ermorden, die Batman einst gerettet hatte, macht sich Batman auf die Jagd die ihn nach Europa führt. Dort trifft er nicht nur einen alten Mentor, sondern auch neue Helden. Unterstützung braucht er auch dringend, denn er bekommt es mit einer kleinen Armee zu tun.



Meinung:

Wenn man in einer abgeschlossenen Mini-Serie wie Batman Equilibrium, die komplett in diesem Tradepaperback veröffentlicht wird,  einen alternden Batman als Prämisse nimmt, so ist das schon an sich spannend. Natürlich muss man sich dann Vergleiche mit Frank Millers Der dunkle Ritter kehrt zurück gefallen lassen. Hier ist Batman noch aktiv, aber Bruce ist härter und verbittert geworden. Er steht allein, hat kaum noch Freunde und Verbündete und wirkt vor allem in den Zeichnungen sehr massig was durch die Muskeln aufgrund der jahrelangen Kämpfe sehr glaubwürdig ist. Dazu kommen noch die ganzen Narben all der Verwundungen. Allerdings wird aus dieser Prämisse nicht sonderlich viel mehr gemacht. Nur in einer Szene kommt es zur Sprache das sich der Kampfstil anpassen muss, da Batman körperlich nicht mehr in der Lage ist wie früher gegen eine Übermacht zu kämpfen. Aber man beschränkt sich zunehmend auf die ältere Optik und verschenkt damit einiges an Potential.

Auch aus der Europareise wird zu wenig gemacht. Vor allem hier gab es in letzter Zeit deutlich bessere Geschichten und Sammelbände welche Abenteuer Batmans auf dem Kontinent schilderten. Hier fällt ein Vergleich auch zu Ungunsten aus. Aus den kulturellen Unterschieden wird rein gar nichts gemacht. Einzig die Bilder im Hintergrund zeigen andere Wahrzeichen, was eher touristische Klischees bedient, aber wohl Leser aus den jeweiligen Ländern befrieden wird wenn sie denken können: „Ah, Batman ist in meiner Stadt“. Aber ansonsten sind die Schauplätze beliebig und damit austauschbar.

Es ist schon erstaunlich, dass gerade zwei Aspekte welche den Band von anderen Mini-Serien abheben soll, so dermaßen nicht genutzt werden und damit im Grunde überflüssig sind. Aber dennoch ist der Band lohnenswert. Batman erkennt, dass jemand systematisch Menschen ermordet die er mal gerettet hatte. Abgesehen von dem Mord an sich, würde das all sein Leid und sein Bemühen zunichtemachen. Kein Wunder also das er fortan Jagd auf die Frau macht die in Umkehrung seiner Bemühen nicht nur die Geretteten tötet, sondern anstelle des schwarzen, ein weißes Batman-Kostüm trägt und eine kleine Armee um sich geschart hat. Das alles gerät spannend, dramatisch, actionreich und teilweise durchaus blutig und wartet mit interessanten Nebencharakteren auf, wovon einer halbwegs bekannt sein dürfte, aber auch zwei vorstellt die der Leserschaft neu sein dürften.

Leider fällt die Story manchmal etwas unlogisch aus. Ist es Zufall das ein ganzes Zugabteil oder alle Menschen in einem Gebäude wirklich ALLE von Batman gerettet worden sind? Oder war es eine Falle und die potentiellen Opfer wurden dahin gelockt? Das wird nirgends angesprochen und wirkt unglaubwürdig. Auch ist die enthüllte Motivation der Schurkin zwar tragisch, erklärt aber die drastischen Maßnahmen von ihr nur äußerst unzureichend. Das ist schade und geht auch zu Lasten der Glaubwürdigkeit. Da hätte man sich höher gesetzte Ziele oder Prämissender Schurkin  gewünscht wie etwa einen Subtext über Vorherbestimmung. So ist es zwar ein kurzweiliger Lesespaß und er hat seine Momente, aber dennoch wird viel Potential verschenkt.



Fazit:

Leider werden aus den spannenden Prämissen nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft und manches ist auch sehr unglaubwürdig, aber die düstere Stimmung und die Action bieten einen kurzweiligen Lesespaß.



Batman Equilibrium - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman Equilibrium

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,00

ISBN 10:
3741627410

ISBN 13:
978-3741627415

164 Seiten

Positiv aufgefallen
  • interessante Prämissen
  • alternder Batman
  • Spiel mit Mythos
  • Action, Spannung, Dramatik
Negativ aufgefallen
  • zu wenig aus Prämissen gemacht
  • stellenweise sehr unglaubwürdig
  • schwache Motivation der Schurkin
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 01.07.2022
Kategorie: Batman
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