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Comic-Besprechung - Bermuda

Geschichten:

Bermuda (Bermuda 1-4)
Autor: John Laymen, Zeichner: Nick Bradshaw, Colorist: Len O`Grady



Story:

Bobby und seine jüngere Schwester Andi sind in dem Privatjet ihres Vaters unterwegs als sie in einen gewaltigen Sturm geraten. Zwar überleben sie den Absturz und können sich auf eine Insel retten, doch dann tauchen unheimliche Monster auf welche Andi verschleppen. Bobby hingegen wird von einer Teenagerin gerettet die sich Bermuda nennt. Sie erzählt ihm das er auf einer Insel gelandet ist von der es kein Entrinnen gibt und auf der nicht nur Menschen leben die irgendwann im Bermuda-Dreieck verschwunden sind, sondern auch Monster. Widerwillig erklärt sich Bermuda aber bereit, Andi zu retten.



Meinung:

John Layman ist ohne Zweifel ein guter Autor. Chew ist eine abgedrehte und lustige Reise gewesen die sich nicht nur auf abgefahrene Späße reduzierte, sondern durchaus dramatische und ernste Töne unterbrachte. So ist man immer etwas gespannt bei neuen Projekten von Layman. Doch das von ihm verfasste Vorwort von Bermuda sollte schon etwas stutzig machen. Es ist ja nicht unüblich das ein Autor seinen Zeichner, oder umgekehrt, lobt. Hier nun berichtet Layman wie sehr er die Zeichnungen Nick Bradshaws liebt und am Überlegen war, was er alles von ihm gezeichnet sehen wollte. Folglich packte er (fast) alles in eine Story, um sich an den Zeichnungen zu erfreuen.

Was durchaus nett ist und ein schönes Kompliment unter Kollegen, aber alles in einen hauchdünnen Mantel zu pressen den man kaum als eine Story bezeichnen kann, macht aus der hier abgeschlossenen Mini-Serie leider keine Geschichte, sondern eine Sammlung von Kuriositäten und eine Reihung von Actionszenen. An sich ist das ja nicht schlecht und die Zeichnungen von Bradshaw machen das auch zu einem reinen Augenschmaus. Wenn ein Teenager nach einem Flugzeugabsturz auf einer Insel im Bermudadreieck landet wo nicht nur Menschen aus verschiedenen Epochen gestrandet sind, sondern auch Magie-beherrschende Meerwesen, mutierte Riesenechsen und Riesenspinnen und allerlei anderes Getier und Kuriositäten leben, so hat er seine liebe Müh und Not seine verschleppte Schwester zu befreien. Zu seinem Glück trifft er auf Bermuda, ebenfalls ein Teen, welche auf der Insel geboren ist, sich also bestens auskennt und sich schlagkräftig zu wehren weiß.  Das alles ist natürlich Pulp und will von dem Flair klassischer Abenteuergeschichten kosten. Aber Layman will zu viel. Wenn es am Ende noch um ein Dimensionstor und eine drohende Invasion geht, so verpufft alles im Spektakel.

Dem Band fehlt schlicht und einfach Atmosphäre. Man hetzt von einer Szene zur anderen, gibt keinem Moment einen wirklichen Spannungsaufbau, gibt keiner der interessanten Figuren wirklich Raum sich zu entfalten und es fehlt vor allem am Witz. Es wirkt wie ein Vergnügungspark. Auf jeder Seite eine neue Attraktion, aber es wirkt unzusammenhängend, beliebig und am Ende sagt man sich das man Spaß hatte, direkt von der Frage, warum eigentlich. Alles wirkt bekannt, die Riesenspinnen sind nun wahrlich ein Klischee und die hängengebliebenen Piraten könnten auch aus dem Film Hook stammen und die Heldin Bermuda wirkt wie eine Mischung aus Pippi Langstrumpf und Sheena. Es fehlt bei dieser Zitatenreise allerdings eine ironische Brechung welche das auflockern würde.

So ist Bermuda nach Spy Island schon der zweite Comic-Band der innerhalb kürzester Zeit an dem Bermuda-Dreieck scheitert. Es scheinen dort nicht nur Schiffe, Flugzeuge, Menschen und vieles andere zu verschwinden, sondern auch die Kreativität. Man hätte bei diesem Autor und bei diesem Zeichner durchaus mehr erwarten können. Oberflächlich betrachtet ist das durchaus unterhaltend, aber man hat es auch schnell wieder vergessen, weil das gewisse Etwas fehlt.



Fazit:

Kurzweilig, aber oberflächlich, zu voll gestopft ohne Spannung und dementsprechend auch recht schnell wieder vergessen.



Bermuda - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Bermuda

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 16,00

ISBN 10:
3966587149

ISBN 13:
‎ 978-3966587143

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Idee
  • Action
  • realistische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • kein Spannungsaufbau
  • keine ironische Brechung
  • überflüssiges interdimensionales Ende
  • dünne Story
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
5
(1 Stimme)
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Rezension vom: 10.07.2022
Kategorie: Hefte
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