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Comic-Besprechung - Head Lopper 1: Die Insel . . und eine Bestienplage

Geschichten:

Head Lopper 1: Die Insel...und eine Bestienplage (Head Lopper 1-4)
Autor / Zeichner: Andrew MacLean, Colorist:  Andrew MacLean, Mike Spicer, Lin Visel, Joseph Bergin III



Story:

Norgal ist ein etwas älterer aber immer noch rüstiger Schwertkämpfer der gegen Geld Köpfe abschneidet. Als er zu einer Insel kommt, um eine riesige Wasserschlange zu bekämpfen, macht man ihm das Angebot einen Zauberer zu töten der die Insel mit einer Bestienplage überzieht. Doch ahnt Norgal nicht das er sich damit in das Zentrum einer Intrige begibt.



Meinung:

Manchmal kann man sich über das Lob auf Backcovern von Büchern nur wundern. Es ist einem natürlich bewusst, dass diese Zitate aus Magazinen, Zeitungen, Blogs oder von Kollegen der Schöpfer einen Werbeeffekt haben und es hilft manchmal auch der potentiellen Leserschaft sich zu orientieren. Wenn etwa ein Stephen King etwas lobt, so scheint ein gelungenes Stück Horror vorzuliegen. Aber wenn zu Head Lopper einige bekannte Namen die Innovation der Story und den Stil preisen, so reibt man sich doch verwundert die Augen.

Zunächst der Stil: ja, er ist ungewöhnlich. Zumindest für den amerikanischen Mainstream. Dort ist die Leserschaft realistische bis naturalistische Zeichnungen gewohnt. Im Underground findet man dann eher expressive oder cartooneske Richtungen. So stark reduziert und flächig wie hier ist für einen US-Zeichner schon ungewöhnlich, aber als versiertem Leser kommen einem da einige skandinavische Zeichner in den Sinn die ebenso gezeichnet haben oder zeichnen. Innovativ ist da nichts dran. Auch das amerikanische Autoren und Zeichner selten über den großen Teich schauen. Und der Stil ist starke Geschmackssache. Für eine existentielle Sinnsuche, also einem dramatischen Stoff wäre er gut gewesen da man sich auf das wesentlichste konzentriert. Aber für eine Fantasy-Saga ist er hinderlich da man so daran gehindert wird in die Geschichte und das World Building hineingezogen zu werden. Das artifizielle bleibt einem ständig vor Augen und man fühlt sich befremdet. Einzig bei den vielen Actionszenen entfaltet er eine erfreuliche Dynamik, aber ansonsten können die Zeichnungen nicht sonderlich überzeugen. Aber ob man so einen kargen Strich mag, ist halt Geschmackssache.

Und das Lob für den Inhalt überrascht noch mehr. Hatten die zitierten Kollegen noch nie einen Fantasy-Comic  gelesen? Kaum vorstellbar. Jede Sword and Sorcery Fantasy in Comicform  muss sich mit Conan messen und es gibt wohl keinen Comicschaffenden der nicht mindestens ein Heft des Barbaren gelesen hat. Was soll also nun bei Head Lopper neu sein? Die Story ist hauchdünn, ein Schwertmeister nimmt einen Auftrag an gegen Bezahlung eine Insel von Monster zu befreien und gerät in eine Intrige, und sattsam bekannt. Das hat man schon 1000-mal gelesen und auch das gelegentliche Zitieren von Mythen ist nicht neu. So ist der Fährmann exakt aus der griechischen Mythologie geklaut, nur das er hier nicht Charon heißt. Und auch sonst wird nicht mit Klischees gegeizt und die Reise des muskelbepackten Helden, ach ja: das Innovative besteht wohl darin das er einen Bart trägt und schon etwas älter ist, mit einem Kampf nach dem anderen kann schnell eintönig werden.

Das positive sind aber einige gelungene Gags wobei man aus dem Running Gag auch etwas mehr hätte machen können und die Dialoge hätten so etwas gepfefferter werden können. Der Band ist ganz nett zu lesen, aber bietet nichts wirklich Neues und man hat ihn schnell wieder vergessen. Wenn man sich nicht gerade über die rudimentären Zeichnungen ärgert.



Fazit:

Der Stil ist sehr gewöhnungsbedürftig und die Story äußerst dünn. Nur für Anfänger in der Fantasy zu empfehlen, der Rest wird den Band schnell vergessen haben.



Head Lopper 1: Die Insel . . und eine Bestienplage - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Head Lopper 1: Die Insel . . und eine Bestienplage

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 25,00

ISBN 10:
396658719X

ISBN 13:
978-3966587198

280 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Dynamik und Action
  • einige gelungene Gags
Negativ aufgefallen
  • rudimentärer Zeichenstil
  • Klischees
  • keine innovative Handlung
  • aus Running Gags hätte man mehr machen können
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Rezension vom: 22.07.2022
Kategorie: Hefte
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