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Comic-Besprechung - Die Wege zum Ruhm Gesamtausgabe

Geschichten:

Die Wege zum Ruhm Gesamtausgabe
Autor: Jan Bucquoy, Zeichner / Colorist: Daniel Hulet



Story:

Raymond Lécluse ist ein junger Mann der seinen Militärdienst nur ertragen kann, indem er seinen Träumen nachhängt. Er will berühmt werden und schriebt nicht nur Gedichte, sondern ist auch ein Boxer. Als er aus der Armee entlassen wird, besucht er seinen Vater der gerade einen Streikposten bezogen hat. Leider greift die Polizei ein und aus Versehen tötet Raymond einen Polizisten. Ihm gelingt zwar die Flucht nach Paris, wo er seine Karriere als Boxer vorantreibt. Doch das Gesetz ist ihm weiterhin auf den Fersen. Letztlich macht er sich einen neuen Feind und Raymond bleibt als Flucht nur die Fremdenlegion.



Meinung:

Der erste Band von Die Wege zum Ruhm erschien schon 1985, nachdem er in einem Comicmagazin vorveröffentlicht worden war, und bekam prompt einen Preis. Nachdem der zweite Teil unmittelbar darauf folgte, brauchten die beiden Schöpfer für den dritten Band schon ein paar Jahre mehr, so dass die Gefahr drohte, dass die Leserschaft die Serie etwas aus den Blick verlor. Band vier erschien sogar erst 1994 da sich die beiden Schöpfer zunehmend mit  anderen Projekten beschäftigt hatten (auch zusammen). Eine fünfte und abschließende Ausgabe war durchaus geplant, aber es blieb nicht mehr die Zeit dafür. Nicht zuletzt da der Zeichner Hulet im Jahre 2011 verstarb. 

Eine gute Gesamtausgabe macht es nicht nur aus die Bände der jeweiligen Serie in gutem Zustand zu veröffentlichen, was schließlich die Mindestvoraussetzung ist, sondern auch die redaktionelle Arbeit. Diese ist bei dieser Ausgabe minimal. Es gibt kein ausführliches Dossier, sondern nur eine einzige Seite auf der man etwas auf die Entwicklung der Serie eingeht. Aber für Fans ist es ein wahres Schmankerl, dass die Synopsis des nie zustande gekommenen fünften und letzten Abenteuers hier enthalten ist. Dabei gibt es noch keine Dialoge, sondern nur eine grobe Zusammenfassung der Handlung. Weiter entstand da nichts, aber für Fans unverzichtbar da sie so wissen wie es zu Ende gegangen wäre. Wobei schon das Ende von Band vier eigentlich recht rund ist. Man kennt  zwar nicht das endgültige Schicksal einiger Charaktere, aber dennoch ist dort eine starke Zäsur vorhanden und wenn der Held vor den imaginierten Gesichtern derjenigen sitzt die ihm im Laufe seines Lebens begegnet sind, so ist es durchaus eine Art Abschluss.

Ansonsten ist die Serie leider recht schlecht gealtert. Ja, man kann verstehen warum sie Preise bekommen hat, aber aus heutiger Sicht ist sie sehr geschwätzig. Alles muss analysiert, durchdacht, sogar mit einem Gedichtzitat versehen oder ganze Entwicklungen zusammengequetscht werden. Das macht die Lektüre etwas holprig und zäh. Manchmal hätte man sich da mehr auf die Zeichnungen verlassen sollen. Denn die sind fantastisch. Allein schon die Settings, Frankreich in den 1930ern, die Wüste, die Kaserne der Fremdlegion, das abgelegene Fort, sind beeindruckend und Hulet kann wunderbar Atmosphäre herstellen. In den Alpträumen oder Wachträumen kann er sich in surrealen Momenten wunderbar austoben. Das hatte man damals in den 1980ern noch nicht oft gesehen und lag im Trend (wie etwa bei Moebius). 

Aber ist schon der Text manchmal holprig, sich wiederholend  und bremst die Geschichte aus, so betrifft das gerade im vierten Band leider auch die Zeichnungen. Handwerklich sind die großartig und gerade der mehrseitige Alptraum ist grafische Kunst. Aber die Action ist statisch, manchmal fehlen Panel und sie wirken steif und in manchen Posen bemüht. So ergibt sich auch bei den Zeichnungen keine flüssige Lektüre, da sie offenbar zu sehr von dem Text an die Leine genommen wurden. Die Serie hat ihren Reiz und man kann den Status nachvollziehen, aber es überkommt einem doch ein um das andere Mal der Gedanke wie man manche Sachen hätte besser machen können.



Fazit:

Teilweise ist die Serie schlecht gealtert. Geschwätzig und holprig erzählt, vermag sie nicht mitzureissen. Zeichnerisch ist die Serie  aber fantastisch und atmosphärisch auch wenn sich gegen Ende Fehler einschleichen. Für Fans Pflicht.



Die Wege zum Ruhm Gesamtausgabe - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Wege zum Ruhm Gesamtausgabe

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Finix Comics

Preis:
€ 39,80

ISBN 10:
3948057508

ISBN 13:
978-3948057503

202 Seiten

Positiv aufgefallen
  • fantastische Zeichnungen
  • Setting und Atmosphäre
  • Spannung, Dramatik, Action
Negativ aufgefallen
  • Geschwätzig
  • holprige Szenen
  • manchmal fehlen Panel
  • statische Action
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 20.08.2022
Kategorie: Alben
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