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Comic-Besprechung - Black Adam Collection

Geschichten:

Black Adam Collection
Marvel Family 1
Autor: Otto Binder, Zeichner: C.C. Beck, Inker: Pete Costanza

Shazam 28
Autor: E. Nelson Bridwell, Zeichner / Inker: Kurt Schaffenberger

DC Comics Presents 49
Autor: Roy Thomas, Paul Kupperberg, Zeichner: Rick Buckley, Inker: John Calnan, Colorist: Gene D`Angelo

Action Comics 830-831
Autor: Gail Simone, Zeichner: John Byrne, Inker: Lary Stucker, Nelson DeCastro, Colorist: Guy Major

Justice League of America 7.4
Autor: Geoff Johns, Sterling Gates, Zeichner: Edgar Salazar, Inker: Jay Leisten, Colorist: Gabe Eltaeb

New Years Evil 1
Autor: Ram V, Zeichner: Anthony Spay, Inker: Jon Sibal, Colorist: Jeromy Cox



Story:

Shazam ist nicht der einzige der von dem alten Zauberer seine Kräfte bekam. Schon Jahrhunderte zuvor bekam jemand die Attribute verschiedener Götter, nutzte sie aber für seine eigenen Zwecke und wurde zu dem grausamen Black Adam. Zwar konnte Shazam sein dunkles Spiegelbild im ersten Aufeinandertreffen töten, aber Jahrzehnte später kehrte Black Adam zurück. So mächtig das er es sogar mit Superman und Shazam zusammen aufnehmen kann, stieg er sogar zu einem Staatschef empor.



Meinung:

Angesichts des baldigen Filmstarts mit Dwayne Johnson als dem Anti-Helden Black Adam ist es kein großes Wunder  das eine Collection erscheint. Man spekuliert darauf das einige die in den Kinofilm gegangen sind, oder gehen wollen, nun auf den Charakter generell neugierig geworden sind und demzufolge auch einen Comic zu ihm lesen wollen. Das ist durchaus legitim sowohl von Seiten der Fans als auch von den Verlagen rechtzeitig zu einem Film oder einem Jubiläum eine Anthologie mit prägenden Geschichten zu veröffentlichen die sich vorrangig an Gelegenheitsleser oder Die-Hard-Fans richten.

Mit der Veröffentlichung der Black Adam Collection tut man sich oder den Fans allerdings wenig einen Gefallen. Der Charakter kommt einem dabei nämlich nicht wesentlich näher. Black Adam war von vornherein als ein böses Spiegelbild des tugendhaft unschuldigen Shazam gedacht und schier allmächtig. Nach seinem Debüt wusste man auch nahezu dreißig Jahre nichts mit ihm anzufangen. Erst in den 1970ern trat er wieder regelmäßig auf und wurde zum Erzfeind von Shazam. Während der New 52 wurde dann auch sein Charakter etwas umgedeutet und eher zum Anti-Helden stilisiert der dennoch immer wieder mit den Helden in Konflikt gerät. Dabei können sich die Storys etwas schwertun, da Black Adam eben äußerst mächtig ist und es mit Shazam und Superman aufnehmen kann. Der Charakter hat also eine wechselhafte Geschichte hinter sich, aber er kommt einem hier nicht näher.

Das Debüt ist noch geprägt von der Naivität des Goldenen Zeitaltzers der Comics in den 1940er Jahren. Was vor allem unfreiwillig komisch wirkt, wenn sich die Helden vor allen Leuten Augen in den Helden verwandeln, es aber niemandem aufzufallen scheint. Das dürfte für Nostalgiker einen Kult-Faktor haben, ändert aber nichts an der Tatsache das die Zeichnungen richtig schlecht sind. Plump, sehr flächig und eindeutig als Gebrauchsware konzipiert. Als Black Adam 30 Jahre später wieder als Gegner aufgegriffen wird, wird im Grunde das Debüt noch einmal komplett neu erzählt. Ist also im Grunde nicht nur inhaltlich komplett gleich, sondern auch von der schlechten Qualität her sowohl der Story als auch der Zeichnungen.

In dem 1970er Beitrag sind dann die Zeichnungen wesentlich besser ausgefallen, aber leider ist die hier enthaltene Story inhaltlich recht schwach. Es hat wieder naiven Charme, etwa als das es ausreichen würde wenn man eine einzelne Stadt bedroht, gleich die Weltherrschaft übertragen bekommen könnte, aber gerade diese unglaubwürdigen Momente machten manchmal den Reiz der 70er aus und ihrem tongue-in-the-cheek-style. 

Die erste Hälfte des Bandes ist durchaus zu vergessen. Aber es wird dann besser wenn man in die Moderne anlangt. Die zweiteilige Superman-Story ist sehr gelungen, aber Black Adam spielt da nur eine Randrolle, auch wenn gezeigt wird, dass er es locker mit dem Stählernen aufnehmen kann. Zeichnerisch am besten, obwohl hier manchmal etwas übertrieben wird, ist das kleine Kapitel aus der Forever Evil Storyline aus den New 52 welches den Charakter wirklich beleuchtet. Hier geht man nun wirklich auf ihn ein, aber da sollten die geneigten Leser lieber zu den seltenen Solo-Serien als zu dieser Collection greifen. Denn das abrundende Kapitel ist dann nämlich noch richtig peinlich. Oft fragt man sich während der Lektüre des Bandes ob Black Adam nicht eine seiner Gaben vollkommen verloren hat: nämlich die Weisheit.

Abgesehen von drei Kapiteln, die man auch anderweitig erwerben kann, lohnen sich die anderen Geschichten nicht, weswegen man gut auf den Band verzichten kann. 



Fazit:

Verzichtbar. Die erste Hälfte des Bandes besteht aus richtig schlechten Geschichten und der Charakter kommt einem zu keinem Zeitpunkt nahe. Die einzigen drei lohnenswerten Kapitel kann man sich auch anderweitig besorgen. Nur für Die-Hard-Fans oder Nostalgiker.



Black Adam Collection - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Black Adam Collection

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,00

ISBN 10:
3741624802

ISBN 13:
‎ 978-3741624803

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Story von Gail Simone, John Byrne
Negativ aufgefallen
  • Charakter kommt einem nicht nahe
  • peinliche Weihnachtsgeschichte
  • schlechte Zeichnungen bei den frühen Storys
  • naive unglaubwürdige Geschichten
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Rezension vom: 12.09.2022
Kategorie: Hefte
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