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Comic-Besprechung - Batman: Das Reptil 2

Geschichten:

Batman: Das Reptil 2 (Batman: Reptilian 4-6)
Autor: Garth Ennis, Zeichner / Colorist: Liam Sharp



Story:

Die Spur nach einem reptilienhaften Monster führt Batman in die Kanalisation Gothams. Dort findet er auch seinen Verdächtigen Nummer eins: Killer Croc. Doch dieser kann sich an die Geschehnisse der letzten Wochen kaum erinnern und Batman erkennt das ein noch viel größeres Monster in der Kanalisation lauert. Zusammen mit seinem Feind Killer Croc stellt sich Batman dem Reptil.



Meinung:

Was haben sich die Garth Ennis Fans gefreut, dass der irische Star-Autor sich Batman annimmt. Und dann noch unter dem Black Label, wo die Kreativen deutlich mehr Freiheiten haben da die Geschichten bekanntlich losgelöst von der Kontinuität sind. Beim ersten Band von Batman: Das Reptil hat man allerdings teilweise den radikalen Stil von Garth Ennis etwas vermisst. Gut, bei dem schweigsamen dunklen Ritter konnte Ennis mit seinen hervorragenden Dialogen nicht punkten, aber richtig in die Vollen gehen durfte er auch nicht. Der abschließende zweite Band enthält den Entwurf der Geschichte und schon in den ersten Zeilen wird deutlich, dass Ennis tatsächlich geplant hatte, einige Superschurken sterben zu lassen oder zu verkrüppeln. Offenbar wurde das vom Verlag DC abgelehnt. Das erklärt einige nicht vollzogene Andeutungen. Aber es reichte, den Schurken sehr übel mitzuspielen.

Der nun erschienene zweite Band konzentriert sich auf deutlich weniger Charaktere und die Fans wird es freuen zu hören, dass hier deutlich mehr Ennis vorhanden ist, ohne den Mythos Batmans zu beschädigen. Batman tötet zwar weiterhin nicht, aber wie er am Ende sagt: er müsse auch nicht jeden retten. So lässt Batman zum Wohle vieler einen Menschen leiden und wohl auch sterben. Das liegt ganz in der Manier der Anfangstage in den 1930ern, wo Batman durchaus mal zur Waffe griff und einige Gangster nicht rettete, sondern sterben ließ.

Hier kommen nun auch wieder hervorragende Dialoge vor. Ennis konzentriert sich größtenteils auf Batman und Killer Croc die hier ein ungleiches Team bilden und die Wortgefechte sind einfach köstlich und teilweise witzig. So sagt mal Killer Croc zu Batman ob man ihm schon mal gesagt hätte das er eine sehr dreckige Lache hätte worauf Batman antwortet: „Die wenigen die es zu hören bekamen“. Zwar gehen die Dialoge durchaus zu Lasten der Action, aber die Deduktion und die Planung geschehen nicht im inneren Monolog, sondern im Dialog und deswegen liest es sich auch sehr flüssig und es ist sehr schwarzhumorig.

Auch ansonsten überwiegt die Ironie. So macht es sich Alfred mit einem Becher Tee vor den Monitoren gemütlich, um über Funk das Geschehen zu verfolgen. Im Grunde fehlt ihm da nur ein Snack. Und er kann großes Kino verfolgen mit einigen unerwarteten Wendungen und das es am Ende an ein Monster-Feature erinnert passt hervorragend dazu. Es hat etwas Anleihen an Alien 4, Godzilla und Men in Black, ist aber dennoch ein wahrer Batman.

Leider sind die Zeichnungen von Liam Sharp teilweise etwas unübersichtlich geraten und manchmal braucht man den Dialog um zu wissen was man gerade sieht. Aber das verwischte unterstützt den Mythos von Batman perfekt und schafft eine Atmosphäre der Ungewissheit und damit der durchgehenden Spannung. Zudem sind sie düster und surreal was zu der Story passt. Insgesamt also nicht nur für Garth Ennis, sondern auch für Batman Fans unverzichtbar.



Fazit:

Hervorragend. Garth Ennis erweist sich wieder als Meister der Dialoge und des schwarzen Humors was zwar etwas zu Lasten der Action geht, aber eine hervorragende Lektüre abgibt, die den Mythos Batmans noch verstärkt. Zudem sorgen die Zeichnungen für gespannte Atmosphäre.



Batman: Das Reptil 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman: Das Reptil 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 18,00

ISBN 10:
3741627593

ISBN 13:
978-3741627590

80 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Dialoge
  • schwarzer Humor
  • Ironie
  • Unterstreichung Mythos Batman
  • Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • Zeichnungen teils etwas unübersichtlich
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Rezension vom: 06.09.2022
Kategorie: Batman
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