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Comic-Besprechung - L’état Morbide - Ein Großstadt-Martyrium

Geschichten:

L’état Morbide - Ein Großstadt-Martyrium

Autor: Daniel Hulet

Zeichner: Daniel Hulet

Übersetzer: Klaus Joeken und Tanja Krämling (Nachwort)



Story:

Der junge Comiczeichner Charles Haegeman sucht im Brüssel der 1980er Jahre nach einer neuen Wohnung, um wieder zu seiner Inspiration zu finden. Er findet beides in einem sehr heruntergekommenen Haus, in dem sich die anderen Mieter verbarrikadieren und die Concierge sich auch merkwürdig verhält. Doch die Morbidität der Umgebung reizt ihn und er beginnt wieder zu zeichnen. Seine Freunde aus der Punk-Szene und vor allem seine Freundin Alba versuchen vergebens, ihn davon zu überzeugen, dort wieder auszuziehen, denn sie haben eine Böse Vorahnung. Und tatsächlich gehen im Haus dunkle Dinge vor sich, und Charles gerät in eine tödliche Verschwörung.



Meinung:

Splitter veröffentlicht diesen Klassiker des leider viel zu früh verstorbenen Daniel Hulet jetzt erstmals als Gesamtausgabe auf deutsch. Bisher waren die Bände dieser Trilogie von 1988-93 bei Feest erschienen, doch dieser Ausgabe ist jetzt auch ein ausführliches Essay des Verlegers und Comicspezialisten Paul Herman angehängt, das ausführlich auf Leben und Werk von Daniel Hulet eingeht, mit einem umfassenden Schwerpunkt auf L’Ètat Morbide selbst.

Die Bände dieser Trilogie wurden im Prinzip abwechselnd mit denen von „Die Wege des Ruhms” (bei Finix erschienen) gezeichnet und veröffentlicht, und stellen den Beginn seiner Solokarriere dar, die er mit mehreren weiteren Trilogien wie „Immondys” und „Extra Muros” (beides Ehapa) erfolgreich festigen konnte. Hulet setzt in L’État Morbide seinen Zeichenstil aus „Die Wege des Ruhms” fort, und beschäftigt sich hier noch eingehender mit Träumen und Alpträumen, Tod und Zerfall. Alles Themen, die ihn selbst sehr interessiert haben, und die er auf seine Charaktere projiziert. Die gewollt düstere Atmosphäre erreicht Hulet durch eine Farbgebung, bei der ganze Seiten entweder in grün oder rot dominieren, gepaart mit dunklen Tönen allgemein. Die in „Die Wege des Ruhms” zwar immer mehr zunehmenden, aber insgesamt mässig vorhandenen Traumsequenzen werden hier zum Hauptthema erhoben, die ganze Geschichte bleibt von Anfang an alptraumhaft und befindet sich in der Tat in einem Zustand der Morbidität (wie im Titel), die die Hauptfigur einerseits magisch anziehen, doch gleichzeitig eine beobachtende Distanz behalten lassen. Die Geschichte wechselt zwischen Alptraum, Halluzinationen und Krimi, ist durchweg spannend und wird mit einer überraschenden Wende aufgelöst. Von einigen zeitgenössischen Dekorstücken abgesehen ist die Story zeitlos gehalten, könnte auch noch in unserer Zeit spielen und ist deshalb meiner Meinung nach sehr gut gealtert. Unbedingt zu empfehlen.



Fazit:

Ein Klassiker des französischens Comics, endlich in der wohlverdienten Gesamtausgabe. Ein Muss.



L’état Morbide - Ein Großstadt-Martyrium - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

L’état Morbide - Ein Großstadt-Martyrium

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 39,80

ISBN 10:
3967923665

ISBN 13:
978-3967923667

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ein Klassiker des französischen Comics.
  • Spannende und unterhaltsame Geschichte.
  • Tolle Zeichnungen.
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 02.10.2022
Kategorie: Alben
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