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Comic-Besprechung - Resident Alien 1: Willkommen auf der Erde!

Geschichten:

Resident Alien 1: Willkommen auf der Erde! (Resident Alien  0-3)
Autor: Peter Hogan; Zeichner / Colorist: Steve Parkhouse



Story:

Nach einer Bruchlandung auf der Erde kann ein Alien nicht mehr nach Hause und auch nicht mit seiner Heimat kommunizieren. Als zurückgezogen lebender Arzt Dr. Harry Vanderspeigle harrt er nun auf der Erde aus, wobei ihm seine mentale Gabe zu Gute kommt die es ihm ermöglicht das die Menschen nicht seine wahre Natur sehen können. Als ausgerechnet der städtische Arzt ermordet wird, rekrutiert der Sherriff Harry als Gerichtsmediziner und Arzt. Harry wird neugierig auf die menschliche Natur und beginnt zu ermitteln.



Meinung:

Die US-Mini-Serie Resident Alien ist schon zehn Jahre alt,  findet aber jetzt erst den Weg nach Deutschland. Was einen etwas stutzig machen kann. Warum erst jetzt? Hatte man da Zweifel bezüglich der Serie oder hat man einen verborgenen Schatz gefunden?

Dabei ist die Grundidee sehr schön und weicht von der üblichen Science-Fiction ab. Ein Alien ist auf der Erde gestrandet und wartet nun darauf von seinem Volk abgeholt zu werden. Dabei fehlt ihm die technische Ausrüstung selber zurückzufliegen geschweige denn mit der Heimat zu kommunizieren. Er kann nicht aktiv werden und hofft irgendwann geborgen zu werden. So lange muss er sich mit der Erde und deren Bewohnern arrangieren. So weit ist das nicht neu, sondern nur eine Variation von E.T. Der Held besitzt allerdings die Gabe die Menschen insoweit gedanklich zu manipulieren das sie seine Fremdartigkeit nicht sehen können und so wohnt er unter ihnen.

Das ist der Ausgangspunkt der Geschichte. Der Alien gibt sich als Arzt aus und als in der kleinen Stadt ein Mord geschieht, wird er von dem Sherriff als Gerichtsmediziner rekrutiert und sieht sich letztlich in die Rolle des neuen Stadtarztes gezwungen. Es widerstrebt ihm ein bisschen, aber seine Neugier auf die menschlichen Verhaltensweisen wird geweckt und so beginnt er langsam nicht nur an der neuen Aufgabe Gefallen zu finden, sondern beginnt auch mit eigenen Ermittlungen zu dem Mordfall.

Im Grunde liegt hier ein sehr gediegener Krimi vor der in seinen Genrebezügen auch ganz im Sinne von Agatha Christie gelesen werden kann. Ein schrulliger Einwohner einer kleinen Stadt ermittelt in einem Mord. Dabei kommt dem Alien seine Beobachtungsgabe zu Gute. Andere besondere ausgefallene Kräfte hat er nicht. Aber da ihm die Menschen immer noch fremd vorkommen, beobachtet er genauer als andere und entdeckt so Hinweise die anderen entgehen können. Action steht dabei nicht im Mittelpunkt, sondern die Charaktere und die Atmosphäre. Spannend wird es mehr dadurch ob der Held seine Identität weiter geheim halten kann. Nur die Leser*innen sehen ihn in seiner wahren Gestalt was zeichnerisch zu schönen Kontrasten führt, wenn ein Alien in einer Angelausrüstung in einem Boot oder mit anderen zusammen in einem Diner sitzt. Doch eine Person ahnt was und es ist schon ein Klischee das es sich dabei um eine indigene Einwohnerin handelt. Letztlich springt man damit auf das Klischee auf, dass die indigenen Ureinwohner erweiterte Sinneseindrücke besitzen sollen.

Leider wird aber aus der Fremdartigkeit des Aliens wenig gemacht, kann aber auch symbolisch gesehen werden für jemanden der sich fremd gegenüber der Gesellschaft fühlt, sich aber nun in ihr bewegen muss. Was nicht nur ein Alien sein muss, sondern auch menschliche Charakterzüge aufweist. Wohltuend ist die Tatsache, dass eine Jagd der Behörden auf den Außerirdischen die sein Raumschiff gefunden hatten, nicht im Vordergrund steht. Es wird ab und an thematisiert, schürt aber nur insofern die Spannung als das die Wahrung der Identität wirklich zwingend ist. So kann ein Klischee der Science-Fiction umschifft werden, obwohl man sich einen solchen Handlungsstrang noch vorbehält.

Der Erfolg der ersten Mini-Serie führte in den USA übrigens zu einer Fortsetzung. So kann man sich schon auf weitere Bände freuen. Dabei ist der erste in sich abgeschlossen und bietet eine solide, nette Krimigeschichte die von der Grundidee und der Atmosphäre sowie den Charakteren lebt. Das ist nicht spektakulär, aber gerade in der Intimität sehr wohltuend abgrenzend. Nur die Zeichnungen hätten gerne detaillierter ausgefallen sein können. 



Fazit:

Ein gediegener Krimi der nicht nur von seiner schönen Grundidee lebt, sondern von den Charakteren und der Atmosphäre. Dabei gelingt es, manche Klischees zu umschiffen.



Resident Alien 1: Willkommen auf der Erde! - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Resident Alien 1: Willkommen auf der Erde!

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 19,80

ISBN 10:
3967922650

ISBN 13:
978-3967922653

104 Seiten

Positiv aufgefallen
  • schöne Grundidee mit Symbolik
  • Charaktere und Atmosphäre
  • Umschiffung von Klischees
Negativ aufgefallen
  • Zeichnungen teils etwas zu sehr reduziert
  • Klischee bei indigenen Einwohnern
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Rezension vom: 09.11.2022
Kategorie: Hefte
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