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Comic-Besprechung - Asterix Band 41: Asterix in Lusitanien
Geschichten:Asterix Band 41: Asterix in Lusitanien
Autor: Fabcaro (d.i. Fabrice Caro)
Zeichnungen: Didier Conrad
Übersetzung: Klaus Jöken
Story:
Ein Hilferuf erreicht das wohlbekannte gallische Dorf: in Lusitanien, dem heutigen Portugal, wurde ein berühmter Händler festgenommen unter dem Verdacht, Julius Cäsar mit seinen Waren vergiftet zu haben. Sofort machen sich Asterix und Obelix auf den Weg, um die Angelegenheit zu klären.
Meinung:
Wie von Kennern bereits vorhergesehen, und teilweise auch schon vorab bekannt gemacht, handelt es sich bei diesem neuen Asterix-Abenteuer wieder um eine „Reise-Geschichte”, was ja beim derzeitigen Turnus eben bei jedem zweiten Album der Fall ist. Diesmal geht es nach Lusitanien/Portugal, das bis jetzt noch nie auf dem Programm stand. Allerdings sind unsere Helden bereits in Band 14 bis nach Spanien gekommen, und jetzt also steht Portugal auf dem Reisezettel.
Die Geschichte ist angelehnt an die Stories aus den klassischen Alben wie bei den Briten, Spaniern oder Korsen, nämlich so, dass ein Abgesandter von dort ins Dorf kommt und um Hilfe bittet, woraufhin die Rettungsaktion umverzögert beginnt, um das Komplott aufzudecken, dass hinter diesen Geschehnissen stehen muss. Wie schon im letzten Album, greift Fabcaro dabei, diesmal bereits am Anfang der Geschichte, auf eine bekannte Figur zurück: den Lusitaner Schnurren, der bereits in der Trabantenstadt (Band 17) dabei war. Auch die Figur des phönizischen Händlers Epidemais entwickelt sich zu einer festen Größe, denn auch der ist wieder anwesend. So, wie Fabcaro auch gerne allgemeine Elemente aus alten Geschichten ein bisschen recycelt, und damit direkt an die Zeiten des großen Goscinny anknüpft. Ich persönlich sehe dass eher als ein augenzwinkerndes Zitat denn als Plagiat, denn es macht mir vor allem sehr viel Spaß, auch wieder an die alten Geschichten erinnert zu werden. Zum Ausgleich baut der Autor auch diesmal wieder zahlreiche Anspielungen auf die heutige Welt ein, was zu einer ganz eigenen Humorebene führt. Ich finde, auch bei diesem zweiten Album gibt Fabcaro als neuer Autor ein sehr gutes Bild ab. Der Zeichner Didier Conrad ist inzwischen sowieso sehr gut eingespielt, und aus meiner Sicht von Albert Uderzo gar nicht mehr zu unterscheiden.
Das Heft ist also wieder sehr unterhaltsam und knüpft nahtlos an die großen Zeiten des Original-Künstlerduos an. Ein bisschen irritiert hat mich lediglich, dass sehr penetrant auf die angeblich typische Traurigkeit der Portugiesen angespielt wurde — ehrlich gesagt habe ich den Witz nicht verstanden. Und zum anderen kommt das Ende der Geschichte ein bisschen sehr holprig und hektisch zustande, nach einer letzten Keilerei und der Auflösung der Verschwörung kommt eine Rückfahrt und zwei Festessen — und das alles auf insgesamt nur vier Seiten des Heftes. Man kann den Eindruck bekommen, die Autoren hätten eine längere Geschichte geplant gehabt, bzw. sie hätten sich die Seiten nicht richtig eingeteilt, und mussten nun zu Potte kommen. Ein bisschen merkwürdig, diese beiden Punkte.
Besonders gefallen hat mir, dass Obelix inzwischen immer mehr im Mittelpunkt steht und diesmal eine ganze Reihe von guten Sprüchen und zündenden Gags abliefern darf. Dabei bleibt er aber natürlich das geistig etwas schwerfällige Dickerchen, das wir alle so lieben. Aber Asterix selbst gerät beinahe schon in den Hintergrund, so gut spielt sich Obelix aus seiner Nebenrolle nach vorne. Das ist wirklich mal was Neues.
Sehr schade finde ich allerdings, dass man sich statt des vorangekündigten, geradezu ikonischen Covers (mit Asterix und Obelix auf einem Mosaik stehend) für ein so langweiliges Null-Acht-Fünfzehn Titelbild entschieden hat. Dies ist sicher eine Entscheidung des französischen Lizenzgebers, damit hat ehapa nichts zu tun, aber es ist schon ein bisschen armselig und für mich völlig unverständlich.
Rezensiert wurde hier übrigens die Softcover-Ausgabe zum Preis von 7,99 €, verlinkt ist die Buchhandelsausgabe.
Fazit:
Wieder ein gelungener neuer Asterix, inzwischen bereits der zweite des neuen Autors Fabcaro, der Jean-Yves Ferri abgelöst hat, für wie lange auch immer. Wieder als Reiseabenteuer angelegt, geht es diesmal nach Lusitanien/Portugal, wo vor allem Obelix sich mit gekonnten Sprüchen und Gags in Szene zu setzen weiß. Das etwas holprige Ende wirkt unausgegoren, doch insgesamt ergänzen sich die Geschichte und die Zeichnungen wieder gut und liefern einen sehr unterhaltsamen Band — wie wir ihn erwartet haben.
Asterix Band 41: Asterix in Lusitanien
Autor der Besprechung:
Uwe Roth
Verlag:
Egmont Comic Collection
Preis:
€ 13,50
ISBN 10:
3770424417
ISBN 13:
978-3770424412
48 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- Fabcaro liefert zum zweiten mal eine gelungene Story.
- Conrad ist inzwischen von Uderzo nicht mehr zu unterscheiden.

- Ein etwas holpriges und überhastetes Ende.
- Ein langweiliges Cover.

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| Rezension vom: | 20.11.2025 | ||||||
| Kategorie: | Asterix | ||||||
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