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Comic-Besprechung - Die Blauen Boys Gesamtausgabe 6

Geschichten:

Die Blauen Boys Gesamtausgabe 6
(Bronco Benny, El Padre, Die Feuertaufe)
Autor: Raoul Cauvin, Zeichner / Colorist: Willy Lambil



Story:

Der Armee der Nordstaaten gehen langsam die Pferde aus. So bekommen Blutch und Chesterfield in den Süden zu reiten, um dort Pferde zu kaufen. Begleitet werden sie von dem exzentrischen Pferdenarren Bronco Benny. Doch die Südstaatler setzen alles daran, diesen Auftrag zu verhindern und auch die Indianer sind dem Vorhaben gegenüber nicht aufgeschlossen. Nachdem Blutch und Chesterfield hinter den feindlichen Linien Informationen gesammelt haben, müssen sie sich nach Mexiko retten. Doch dort sind Soldaten eines fremden Staates nicht gesehen weswegen sich die beiden als Mönch und Bauer tarnen. Einige Banditen halten die Maskerade wahr und versuchen den vermeintlichen Padre für ihre Zwecke einzusetzen. Letztlich gibt es noch einen Blick darauf wie sich die beiden Helden kennenlernten und wie sie Soldaten wurden, wobei Mißverständnisse eine große Rolle spielten.



Meinung:

Die redaktionellen Beiträge in dem sechsten Band der Gesamtausgabe von Die blauen Boys halten sich in Grenzen. Auf gerade einmal 3 Seiten kommen die Hintergrundinformationen doch etwas kurz und geben teils auch nur eine Inhaltsangabe dessen wider was man eh gleich lesen wird.  Auch lässt dieser Beitrag etwas an Struktur vermissen. Inwiefern historische Tatsachen eingebettet wurden in die Erzählungen und wie Lambil seine Zeichnungen anfertigt ist aber schon interessant. Sehr viel lohnenswerter ist da eine humoristische Geschichte der Serie welche seinerzeit als kleines Heftchen in Spirou beigefügt worden war.  Auf Deutsch sind diese Seiten bislang nur in dem großen Cauvin Album erschienen.

Fans und Sammler dürfte es freuen das hier auch zwei Abenteuer enthalten sind die in Deutschland bislang nie als Album erschienen sind. Es sind zwar keine deutsche Erstveröffentlichungen aber die ersten zwei Geschichten kamen bislang nur in der lieblosen und albernen Fassung als Heft in dem Bastei Verlag heraus. Nostalgiker mögen diese vielleicht bevorzugen, aber wer mehr die Originaltreue bevorzugt ist hier definitiv richtig. Mal abgesehen davon, dass die alten Ausgaben nur noch selten in wirklich guten Zustand zu finden sind und dementsprechend hohe Preise haben.

Dabei stehen in Bronco Benny und El Padre nicht mal die humoristischen Aspekte im Vordergrund. Vielmehr die Action und die Spannung. Bronco Benny macht eigentlich wenig aus der Titelfigur. Sie spricht nicht, grunzt nur und spuckt Kautabak. Aber sobald ein Pferd in der Nähe ist, wird Bronco Benny zum Rasenden. Eine Überspitzung des Pferdeflüsterers. Das führt zu einigen schönen Slapstickszenen die in einem guten Timing und gelungenen Rhythmus ein Thema variieren, sich dabei nicht abnutzt und die Geschichte auch nicht aufhält.  Auch das Ende schließt gut den Kreis zu dem Anfang. Dieses Abenteuer zeigt was die Serie ausmacht: Action,. Spannung, Einbettung historischer Tatsachen (hier das Pferd von General Lee) und Humor.

El Padre bleibt leider hinter seinen Möglichkeiten zurück. Chesterfield schlüpft zur Tarnung in eine Mönchskutte und wird eben für einen solchen gehalten und Banditen zwingen ihn dazu, eine Messe zu lesen. Was hätte man alles daraus machen können, aber der humoristische Aspekt wird hier zugunsten der Spannung aufgehoben. Vielmehr dient es als Mittel die Handlung voranzutreiben bevor Blutch und Chesterfield auffliegen und sich sowohl gegen mexikanische Banditen und Indianer wehren müssen. Das noch ein Entführungsfall dazu kommt ist eigentlich schon fast überflüssig. Leider werden hier also die Steilvorlagen nicht genutzt.

Von Prequels mag man halten was man will, oft geht die Spannung verloren weil das Ende ja passend zu den bereits bekannten Geschichten sein muss. Die Feuertaufe ist da eine äußerst lohnenswerte Ausnahme.  Es wird gezeigt wie sich Chesterfield und Blutch kennenlernten, wie sich zwei so unterschiedliche Charaktere anfreundeten und zur Armee kamen.  Diese Geschichte ist sehr lustig, voller gelungener Dialoge und Situationskomik die in einem hervorragenden Timing und Panelaufbau sehr wirkungsvoll verläuft.  Auch ist dieser Band voller Running Gags die immer wiedervariiert werden. Ja, es ist der albernste von den drei hier enthaltenen Geschichten, aber unverzichtbar. Weswegen dieser Band der Gesamtausgabe  mehr als empfehlenswert ist. 



Fazit:

Lohnenswert. Zwei der Abenteuer waren bislang nie als Album auf Deutsch erschienen was Sammler und Fans eh schon reizen würde. Zudem bieten alle drei Geschichten was die Serie ausmacht und punkten in ihrem Timing.



Die Blauen Boys Gesamtausgabe 6 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Blauen Boys Gesamtausgabe 6

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Salleck Publications

Preis:
€ 34,90

ISBN 10:
3899088123

ISBN 13:
978-3899088120

160 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Timing und Running Gags
  • Slapstick gepaart mit Spannung
  • Dialoge
Negativ aufgefallen
  • ein Abenteuer bleibt hinter den Möglichkeiten zurück
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(12 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 24.12.2025
Kategorie: Die Blauen Boys
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