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Comic-Besprechung - Auf dem Wasser — Zweiter Teil

Geschichten:

Auf dem Wasser — Zweiter Teil

Autor und Zeichnungen: Benjamin Flao

Übersetzung: Resel Rebiersch



Story:

Die beiden ungleichen Brüder Hans und Gorza Vogel sind weiterhin mit ihrem blauen Hund unterwegs, um eine sichere Bleibe für sich und ihre Mutter Jeanne zu finden — jenseits der neuen Restriktionen, die die verbleibende Regierung den außerhalb der gesicherten Zonen lebenden Menschen auferlegen will. Auch Hans Tochter Vinea hat mit ihrer Umgebung zu kämpfen, während Jeanette sich tapfer und gerissen zeigt, als sie es mit den Ordnungskräften aufnimmt.



Meinung:

Dieser zweite Band beendet die Geschichte über ein überschwemmtes Frankreich, in dem die Menschen versuchen zu überleben, und — zumindest einige — Wert darauf legen, weiterhin menschlich zu bleiben. Dies ist im Übrigen der Punkt, der mir auch am meisten an dieser Geschichte gefallen hat: der überaus menschliche Aspekt, der von den Hauptprotagonisten vertreten wird — auch gegen die größten Widersacher und unter den meisten Umständen, eigentlich sogar fast immer. Es ist sowas wie eine Botschaft im Dunkel des Elends, wenn man so will, und das gibt dann auch die Stimmung in diesem Buch vor. Trotz der Apokalypse bleiben die Personen freundlich und besonnen, sie sind hilfsbereit und friedlich — aber eben nicht in einem rosaroten Traum von „Peace and Freedom”, sondern überaus glaubwürdig dargestellt.

Diese Darstellung wird nicht nur durch die Handlung reflektiert, sondern zusätzlich auch in den Zeichnungen. Grafisch von sehr unterschiedlicher Qualität, oder sagen wir lieber, von unterschiedlicher Machart, denn sie schwanken zwischen sehr detailliert und sehr grob gezeichnet, fast schon, als wären die groben Panels eigentlich Vergrößerungen der Originalzeichnungen. Dies ist ein bisschen irritierend, doch man liest sich schnell ein, zumal die Atmosphäre auch noch durch meist ganzseitige Illustrationen unterstütz wird, die die Geschichte noch märchenhafter wirken lassen. 

Nur in einem Aspekt hat mich dieses verspielte und verrückte Konzept ein wenig gestört, fast schon irritiert: wie bereits im ersten Band ist der Erzähler im Off der namenlose, blaue Hund. Dieser Punkt ist für sich bereits ziemlich schräg, doch als der Hund in einer Szene auch noch telepathische Fähigkeiten zeigt, ist es eigentlich ein bisschen „too much”. Aber abgesehen davon ist mir die gesamte Handlung sehr sympathisch.

Fast schon ein bisschen schade, das die Geschichte schon zu Ende ist, denn eigentlich ist sie das gar nicht, es sind lediglich die einzelnen Episoden zu Ende erzählt — doch dann endet das Buch mit einer Szene, die alles zuvor gesehene in Frage stellt. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, um nicht zu spoilern. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß mit diesem zweiten und abschließenden Band einer sehr ungewöhnlichen Geschichte.



Fazit:

Mit diesem zweiten Band findet die Geschichte über eine Familie in einem überfluteten Frankreich ein etwas überraschendes Ende, doch insgesamt hat mich die Story überzeugt. Die durchweg ruhige und friedliche Atmosphäre und die gleichartige Haltung der Hauptcharaktere erzeugt ein positives Flair, das die Lektüre sehr angenehm macht. Für Freunde der aktuellen franko-belgischen Comicwelt unbedingt zu empfehlen.



Auf dem Wasser — Zweiter Teil - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Auf dem Wasser — Zweiter Teil

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 29,80

ISBN 10:
3965822136

ISBN 13:
978-3965822139

176 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Eine ruhige und stimmungsvolle Geschichte in einer apokalyptischen Welt.
  • Der Autor variiert seine zeichnerischen Ausdrucksformen — sehr interessant.
Negativ aufgefallen
  • Ein telepathischer Hund ist ein bisschen „too much”.
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 26.12.2025
Kategorie: Alben
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