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Comic-Besprechung - Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit — Band 12: Omegon
Geschichten:Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit — Band 12: Omegon
Autor: Serge Le Tendre und Régis Loisel
Zeichnungen: Vincent Mallié
Übersetzung: Christiane Bartelsen
Story:
Nachdem die kleine Gruppe um den Ritter Bragon, die Prinzessin Mara, den Prinzen Bodias, der Waisen Kryll und Bragons Lehrling Bulrog im zurückliegenden Band den närrischen Samen tatsächlich finden konnte, ist sie nun auf dem Weg zu dem sagenumwobenen Ort Omegon, um den Samen dort einzupflanzen und so die Gefahr um den nach Freiheit strebenden Gott Ramor zu bannen. Die Reise ist wieder lang und beschwerlich, und gleichzeitig drängt die Zeit, denn Ramors Anhänger aus dem Orden des Mals weiten ihre Schreckensherrschaft immer weiter aus, und drohen, die gesamte Bevölkerung Akbars unter ihr brutales Joch zu zwingen.
Meinung:
Es ist so weit: nach über 40 Jahren Laufzeit ist die Serie um den Kampf gegen einen dämonischen Gott und seine absolut verqueren Anhänger mit diesem Band endlich beendet. Dieses Ende war, nach so langer Zeit, von vielen Lesern sehnlichst herbeigewünscht worden, und doch bleibt ein bisschen Sehnsucht nach mehr übrig — denn die Serie ist einfach spannend erzählt, toll gezeichnet und auch die ersten Bände sind auch nach so langer Zeit noch absolut zeitlos und gut lesbar. Zur Erinnerung: die zwölf Bände teilen sich in zwei Staffeln auf, die ersten vier bilden dabei die klassische erste Staffel, damals noch von Régis Loisel selbst gezeichnet, während Serge Le Tendre allein für das Szenario verantwortlich war. Die Veröffentlichung war damals innerhalb von 4-5 Jahren zügig erfolgt, und die Geschichte für sich auch erst einmal abgeschlossen. Erst elf Jahre danach beschloss man, an eine Fortsetzung zu denken, jetzt als Prequel angelegt, also um mit der Vorgeschichte vor der Suche nach dem Vogel der Zeit weiterzumachen. Da Loisel damals bereits mit „Peter Pan” begonnen hatte und auch bereits mehrere Einzeltitel im Auge hatte, wurden die Zeichnungen verschiedenen anderen Künstlern anvertraut: Lidwine bzw. Mohammed Aouamri durften jeweils respektive die beiden nächsten Alben zeichnen, dann übernahm Vincent Mallié für die beiden nachfolgenden Bände und David Etien schließlich die folgenden drei, bevor Mallié nun wieder für den Abschlussband zur Verfügung stand (nachdem er seine Mitarbeit vermutlich wegen „Der große Tote” unterbrochen hatte, übrigens nach Szenario von Loisel und Djian). Dabei muss man anerkennend zugestehen, dass alle vier „neuen” Zeichner sich unglaublich gut in die Figuren und den Zeichenstil von Régis Loisel hineingefuchst haben: man spürt beim Lesen (fast) keinen Unterschied, die Seiten gehen im Prinzip nahtlos ineinander über. Allein das ist bereits in meinen Augen so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal für diese Serie, denn erfahrungsgemäß ist ein Zeichnerwechsel meist fast schon der Todesstoss für eine Serie. Beispiele dafür gibt es zuhauf, hier gilt dies jedoch nicht. Die Story und die Zeichnungen sind durchgehend sehr gut.
Dieser letzte Band ist mit 100 Comicseiten sogar ein bisschen üppig ausgefallen, ungefähr um die Hälfte umfangreicher als die Vorgängerbände — man hat ein bisschen den Eindruck, die Autoren konnten sich selbst nicht so richtig vom Stoff lösen. Dabei wirkt diese letzte Suche (nach dem Omegon) manchmal schon ein wenig in die Länge gezogen, dass hätte man straffen können, aber andererseits: warum, wenn man nicht muss? Langweilig wird es keineswegs, es kommt eher ein bisschen Ruhe in diese lange Aneinanderreihung von Kämpfen und Verfolgungen, Fluchten und den Versuchen, dem bösen Orden des Mals zu entkommen. Doch der Zauber, der der Serie seit der ersten Seite anhaftete, bleibt bestehen!
Fazit:
Ein Klassiker des franko-belgischen Fantasy-Comics findet nach über 40 Jahren sein Ende. Endlich, werden manche sagen, weil es nun vollständig ist. Schade sagen die anderen, denn gerne hätte man noch mehr. Aber alle werden sich einig sein: dieser Band ist so klasse wie alle vorherigen, und die gesamte Serie ist einfach grandios!
Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit — Band 12: Omegon
Autor der Besprechung:
Uwe Roth
Verlag:
Carlsen
Preis:
€ 20,00
ISBN 10:
355180740X
ISBN 13:
978-3551807403
104 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- Nach 40 Jahren nun das Ende dieser grandiosen Saga!
- Ein extra-dicker Abschlussband.


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| Rezension vom: | 03.02.2026 | ||||||
| Kategorie: | Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit | ||||||
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