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Comic-Besprechung - Conan der Barbar 6: Sklave und Gladiator

Geschichten:

Conan der Barbar 6: Sklave und Gladiator (Conan: The Barbarian 21-24)
Autor: Jim Zub, Zeichner / Inker: Fernando Dagnino, Colorist: Diego Rodriguez



Story:

Conan konnte Livia retten und befindet sich mit seinen Gefährten, den Bamulas,  auf dem Weg Livia nach Hause zu bringen. Als sie in einer Grenzstadt Halt machen sind sie von der enormen Freundlichkeit der Einwohner irritiert. Conan wird zunehmend mißtrauisch. Zu Recht, denn die Einwohner nehmen ihn und seine Gefährten gefangen, um sie als Sklaven zu verkaufen. Die ehrgeizige Magierin Athyr-Bast wird auf Conan aufmerksam und lässt ihn als Gladiatoren kämpfen, um aufzusteigen. Kann Conan die Arena überleben und seine Gefährten befreien?



Meinung:

Das sechste Tradepaperback der aktuellen Conan der Barbar Reihe, Sklave und Gladiator, ist keine Adaption einer Geschichte von Robert E. Howard. Jim Zub ergänzt in seiner Serie um den ikonischen Helden, der zum Synonym eines ganzes Genres wurde, die Original-Geschichten und mit Die Tochter des Frostriesen gab es die bisher einzige Adaption einer Original-Geschichte in der neuen Serie.

So ist es auch hier: Zub beginnt seine Geschichte da wo sie bei Howard endete und knüpft nahtlos an Das Tal der verlorenen Frauen an. Conan hat Livia gerettet die einem Monster geopfert werden sollte und ist nun mit ihr und seinen Gefährten unterwegs, um Livia nach Hause zu bringen. Sie machen Rast in einer Stadt und Conan ist irritiert. Es sind alle freundlich, höflich und lächeln. Das kennt er nicht, der die Zivilisation ablehnt und sich meist in Städten weder willkommen noch wohl fühlt.  Die Ereignisse geben ihm Recht und man merkt hier die Zivilisationskritik an der Falschheit des Benehmens. Hinter der Höflichkeit und Freundlichkeit verbirgt sich Böses und das ganze Gehabe ist nicht echt.

Wenn im folgenden Conan gezwungen wird als Gladiator zu kämpfen, so entspricht es ihm eigentlich. Er tut nichts anders als kämpfen und töten und wird gut behandelt. Aber er ist Sklave was ihm in seinem Freiheitsdrang natürlich nicht gefällt. Er wartet lange ab, weil auch Livia gefangen ist und er nicht alles riskiert haben will, um sie zu retten nur um sie nun als Sklavin darben zu lassen. Das ist schon glaubwürdig. Wenn später behauptet wird, dass Conan den wilden Kampf auf dem Schlachtfeld bevorzugt gegenüber dem der Arena, also im Freien als in der Manege, wieder Natur gegen Stadt, so klingt das arg banal. Auch das Conan nur private Rache will und nicht ein höheres Ziel verfolgt, wie hier vorgegaukelt, will nicht so recht passen. Als Zivilisationskritiker muss sich Conan natürlich gegen Sklavenhalter auflehnen, da es seinem Freiheitsdrang grundlegend widerspricht, aber die Motive aller Figuren in dieser Ausgabe scheinen falsch gewichtet zu sein. Andererseits hätte man nichts zu erzählen gehabt und es hätte sich keine Spannung und Dramatik ergeben. Denn die Grundzüge der Handlung sind schnell erzählt.

Dramaturgisch ist das bislang der schwächste Band der neuen Serie, auch wenn ein interessanter Nebencharakter hier wieder vorkommt und eine größere Rolle spielt. Was die Schwächen der Story etwas wettmacht, sind die Zeichnungen die düster und atmosphärisch sind. Vor allem die Seitenaufteilung ist teils sehr innovativ und vermögen auch in einzelnen Panels die Dynamik der Action darzustellen. Optisch ist Conan sehr an die klassische Marvel-Ära angelehnt und es ist schon lustig wenn der Zeichner damit zitiert wird das er immer aufpassen musste das Conan optisch nicht immer mehr dem Hulk gleicht. Hier wie dort steht aber die Action gegenüber der Story im Vordergrund.



Fazit:

Dramaturgisch bislang der schwächste Band der neuen Reihe da die Motivationen etwas falsch gewichtet sind. Das wird durch die düsteren und dynamischen Zeichnungen aber etwas wett gemacht, so dass man sich gut unterhalten fühlt.



Conan der Barbar 6: Sklave und Gladiator - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Conan der Barbar 6: Sklave und Gladiator

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,00

ISBN 10:
3741643556

ISBN 13:
978-3741643552

104 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • dynamische Zeichnungen
  • düstere Atmosphäre
  • Spannung und Dramatik
Negativ aufgefallen
  • Motive teils falsch gewichtet
  • dünne Story
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 18.02.2026
Kategorie: Conan
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