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Comic-Besprechung - In allem ein Stück zu Hause
Geschichten:In allem ein Stück zu Hause
Idee, Interviews, Adaption und Zeichnungen: Bettina Bexte
Story:
Halime ist als Gastarbeiterkind in Bremen aufgewachsen, Dilar in einer kurdischen Familie in Leverkusen aufgewachsen. Misa kam in den 1960er Jahren nach Deutschland um hier zu arbeiten, Florence aus Ruanda lebt seit sieben Jahren hier und Azad floh mit fünfzehn Jahren aus Syrien.
Alle haben gemeinsam, dass sie in zwei Kulturen groß geworden sind und so einiges erlebt haben – im Guten wie im Schlechten. Dennoch hindert sie nichts daran, sich aktiv und bewusst für Integration und gegen Vorurteile zu arbeiten.
Meinung: Was Bettina Bexte hier erzählt sind keine erfundenen Geschichten, die sie sich aus Dokumentationen und Berichten zusammengesucht hat. Tatsächlich hat sie die Männer und Frauen selbst besucht und mit ihnen gesprochen, ehe sie deren Leben in Bilder umgesetzt hat. Um einige von ihnen zu schützen sind auch bewusst Namen geändert worden.
Die Künstlerin hat darauf verzichtet, das ganze aus einer dritten Perspektive zu erzählen, sie setzt das um, was die anderen ihr erzählt haben und bleibt dabei auf einer persönlichen Ebene, so dass die Leser ungeschminkt erfahren, was sie erlebt und teilweise auch an negativen Dingen durchgemacht haben, wie sie Deutschland erleben konnten.
In einer Zeit, in der Populisten Negativbeispiele hochpuschen und damit die Stimmung in der Bevölkerung vergiften, sind solche Geschichten um so wichtiger geworden, weil sie zeigen, dass es auch ganz anders geht, das Menschen nur aufeinander zugehen müssen, um so viel zu erreichen wie die fünf vorgestellten Personen.
Denn alle haben sich auf ihre Weise engagiert, um nicht nur ihre eigene Integration voran zu treiben, sondern auch die anderer. Sie setzen sich für ein Miteinander unter den Menschen ein und das auch schon seit vielen Jahren. Zudem stehen sie stellvertretend für die vielen anderen Migranten, die genau das gleiche tun.
Die Geschichten sind jedenfalls sehr lebensnah und glaubwürdig erzählt, sie wirken ungeschminkt und wunderbar nachvollziehbar, hinterlassen auch einen bleibenden Eindruck. Denn sie machen durch ihre positive Stimmung und sympathische Erzählweise aufmerksam und lassen hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.
Fazit:
In allem ein Stück zu Hause ist eine Sammlung von echten Lebensgeschichten höchst unterschiedlicher Menschen, die einen migrantischen Hintergrund haben. Teils bereits hier geboren, aber auch in den letzten Jahren eingereist, zeigen sie wie Integration wirklich aussehen kann, wenn man das Beste aus beiden Kulturen vereint und nicht wie die Populisten auf einer Sichtweise verharrt.
In allem ein Stück zu Hause
Autor der Besprechung:
Christel Scheja
Verlag:
Avant Verlag
Preis:
€ 25,00
ISBN 13:
978-3964451637Â
176 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- Wahre Lebensgeschichten ungeschönt erzählt
- Die sympathischen Geschichten machen Hoffnung und Mut
- Facettenreich und vielschichtig!
- Lebensnah und warmherzig umgesetzt


| Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic | ||
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| Rezension vom: | 11.03.2026 | ||||||
| Kategorie: | Alben | ||||||
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