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Comic-Besprechung - Wind in meinem Kopftuch
Geschichten:Wind in meinem Kopftuch
Autor und Künstler: Roya Soraya
Story:
Als die queere Roya die Hinterlassenschaften ihres verstorbenen Vaters sortiert kommen Erinnerungen an eine Reise hoch, die sie vor Jahren mit ihm unternommen hatte. Denn als Kind einer deutsch-iranischen Familie wollte sie auch einmal diese Wurzeln kennenlernen.
Angeregt durch die Geschichten seiner Familie, derer sie sich nie so wirklich zugehörig fühlte, erkundet sie mit ihrem Vater den Iran und muss feststellen, dass die Sehnsucht von bitterer Wahrheit eingeholt wird. Denn so schön das Land auch ist, das Regime macht es vor allem den Frauen nicht einfach, in ihm zu leben. Sie lernt dabei eine Menge über sich und die Freiheit.
Meinung: Roya Soraya erzählt in diesem autobiographischen Roman von ihren eigenen Erlebnissen und Erfahrungen bei einer Reise in den Iran, aber auch die Gründe, warum es überhaupt dazu gekommen ist. Denn immerhin steht sie als Kind eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter zwischen den beiden Kulturen.
Auch wenn natürlich immer Kontakt zu seiner Familie war, ist sie doch niemals wirklich ein Teil von dieser geworden und als auf der deutschen Seite hatte sie immer das Gefühl, dass sie auch nicht so wirklich dazu gehört. Deshalb wollte sie sich auch immer ein Bild von der Heimat ihres Vaters machen.
Doch die Sehnsucht, dort mehr zu finden, wird leider sehr schnell zerstört, denn die junge Frau, die im freien Westen aufgewachsen ist, muss sich mit einem Male mit den strengen Verhaltensregeln herumschlagen, die im Iran herrschen und vor allem die Frauen einengen. Aber sie erlebt auch Momente der Freiheit.
Gerade der nicht wertende und offene Blick macht die Geschichte um so interessanter und eindringlicher, denn Leser können durch sie in eine Welt schlüpfen, die sie nur aus distanzierten Berichten kennen, nicht aber aus der Sicht einer betroffenen. Es berührt und beschäftigt den Leser noch eine ganze Weile, da die Schilderungen so lebensnah sind.
Der Comic hätte zu keiner besseren Zeit kommen können, denn gerade jetzt wo der Iran wieder im Fokus der Öffentlichkeit steht, erwacht so vielleicht mehr Mitgefühl für die einfache Bevölkerung – Frauen wie Männer - die vermutlich nicht wirklich aufatmen können, weil das Regime immer noch unangefochten an der Macht ist.
Fazit:
Wind in meinem Kopftuch ist ein spannender autobigraphischer Comic über ein Thema, das aktueller als je zuvor ist und kann Lesern die Augen über die Verhältnisse öffnen, die durch das Regime im Iran wirklich herrschen und so Verständnis für die Männer und Frauen wecken, die dagegen aufbegehren.
Wind in meinem Kopftuch
Autor der Besprechung:
Christel Scheja
Preis:
€ 25,00
ISBN 13:
978-3551015907Â
192 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- Bewegend und intensiv beschrieben
- Lebensnah an der Wirklichkeit
- Ohne Wertung und deshalb um so eindringlicher


| Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic | ||
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| Keine Bewertung vorhanden | ||
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| Rezension vom: | 21.05.2026 | ||||||
| Kategorie: | Alben | ||||||
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