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Comic-Besprechung - Superman: Die Männer aus Stahl (Pocket Edition)
Geschichten:Superman: Die Männer aus Stahl (Pocket Edition) (Action Comics 1-4, 7,8)
Autor: Grant Morrison, Zeichner: Rags Morales, Brent Anderson, Gene Ha, Brad Walker, Inker: Rick Bryant, Brent Anderson, Gene Ha, Sean Parsons, Bob McLeod, Colorist: Brad Anderson, Art Lyon, David Curiel
Story:
Metropolis ist verunsichert. Ein junger Mann besitzt sehr starke Körperkräfte und hat es sich zur Aufgabe gemacht einen Wirtschaftsverbrecher zu Fall zu bringen. Die Öffentlichkeit hat diesen Mann schon Superman getauft. Doch die Behörden sind misstrauisch und mit HIlfe des genialen aber skrupellosen Wissenschaftlers Lex Luthors gelingt es der Polizei, Superman zu fangen. Leider macht sich eine außerirdische Macht daran, Metropolis in seine Sammlung aufzunehmen.
Meinung:
In der Taschenbuch Edition erscheinen einige wegweisende Storys aus dem DC Verlag. Manche mögen sich bei der Vorstellung grausen wenn sie in Zusammenhang mit Comics das Wort „Taschenbuch“ lesen. Zu schlecht waren bisherige Erfahrungen damit. Man denke nur an die Condor Taschenbücher die schlecht übersetzt waren. Allein weil das kleinere Format und Maschinenlettering keinen Platz für adäquate Übersetzungen ließ. Andere Male wie etwa bei den Carlsen Pockets fielen die unschönen Montagen auf, die Panels abschnitten, auf anderen Seiten fortsetzten und auch nicht immer ganze Seiten ausfüllten. Man kann also vorsichtig sein.
Hier ist es aber nicht angebracht. Es wurden einfach die Vorlagen etwas verkleinert, aber nichts ummontiert, nichts gekürzt und das Format ist durchaus angemessen. Es ist etwas größer als ein Format wie etwa Taschenbücher bei Romanen haben, aber auch etwas kleiner als das Format eines Tradepaperbacks. Man hat einen gelungenen Mittelweg gefunden und das geht zugunsten der Lesbarkeit aus. Das Druckbild ist vollkommen gelungen. Und preislich kann man das auch moderat gestalten.
Die Story an sich ist nicht neu. Superman: Die Männer aus Stahl ist der erste Handlungsbogen aus der New 52 Ära von DC. Also eine der besten Ären die es bei DC jemals gab. Grant Morrison unternahm bei Superman eine Frischzellenkur was bei einer so großen Ikone nun wahrlich nicht einfach ist. Der Grundkern darf da nicht verändert werden, um nicht die Mythologie zu schädigen. Aber Superman entbehrt auch einer gewissen Vielschichtigkeit was ihn trotz seines Ikonenstatus etwas eindimensional und damit langweilig macht. Jedenfalls im Vergleich etwa zu Batman. Morrison machte es aber sehr geschickt. Superman ist hier ein Working Class Hero. Er trägt Arbeitsstiefel. Jeans, ein T-Shirt und als Kompromiss für alte Fans ein Cape. Er geht vor allem gegen Wirtschaftsverbrecher vor und will die einfachen Leute schützen. Da wirkt er im Habitus und Auftreten wie der Bruce Springsteen unter den Superhelden. Aber es funktioniert. Vor allem da er noch nicht seine vollen Kräfte hat wie man sie bei ihm kennt. Da kehrt Morrison zu den Anfängen des Helden zurück als dieser noch nicht fliegen, sondern „nur“ sehr hoch und weit springen konnte. Zudem ist er noch nicht etabliert und die Regierungsorgane machen Jagd auf ihn weil sie ihm misstrauen.
Da Superman noch nicht allmächtig ist, ist dieses durchaus spannend. Zudem muss er erkennen, dass all seine Macht nichts gegen Intrigen und Wirtschaftsverbrechen bewirken. Geldströmen und Flüstereien kann er nicht mit seinen Fäusten begegnen. Auch kleine Siege entpuppen sich dann als Niederlagen da seine Methodik als Superman versagt. Er muss sich noch beweisen und das Vertrauen der Menschen erlangen. Was nicht einfach ist, da sich Superman seiner Vergangenheit als Kryptonier nicht bewusst ist und auch noch komplett alleine agieren muss.
Es ist ein sehr spannender Ansatz der auch zu Recht als moderner Klassiker unter den Superman Geschichten zählt. Auch die Entwicklungen sowohl in der Umgebung in der Story als auch bei dem Helden selbst sind sehr nachvollziehbar. Das einzige Manko sind die Zeichnungen der Gesichter. Manchmal erwecken sie den Eindruck, dass sie zerfließen da die Augen nicht immer auf der gleichen Höhe angesiedelt sind und die Gesichter manchmal unnötig in die Länge gezogen werden. Ansonsten auch für Superman-Gelegenheitsleser ein wahres Muss.
Fazit:
Ein wahres Muss für Superman-Fans und Gelegenheitsleser mit einer Neudefinition des Helden die zu überzeugen weiß. Nur die Zeichnungen der Gesichter dürften Geschmackssache sein.
Superman: Die Männer aus Stahl (Pocket Edition)
Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann
Verlag:
Paninicomics
Preis:
€ 14,99
ISBN 10:
3741643327
ISBN 13:
978-3741643323
160 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

- packende Neudefinition
- zurück zu den Anfängen als Held noch nicht allmächtig
- frische Blickwinkel auf bekannte Charaktere

- Zeichnungen der Gesichter

| Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic | ||
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| Rezension vom: | 09.07.2026 | ||||||
| Kategorie: | Superman | ||||||
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