Optionen und weiterführende Links



In der Datenbank befinden sich derzeit 19.707 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Comic-Besprechung - Ray Ringo — 1: Devils Gate

Geschichten:

Ray Ringo — 1: Devils Gate

Autor: Éric Corbeyran

Zeichnungen: Roman Surzhenko

Übersetzung: Uwe Löhmann



Story:

Der Postkutschen-Sicherheitsbegleiter Ray Ringo macht eigentlich seine letzte Fahrt für die Firma, als sich Ereignisse überschlagen: er gerät an eine Bande von Postkutschenräubern, seine Verlobte wird verletzt, und dann auch noch entführt. Ray hat allerhand zu tun, um das alles wieder in Ordnung zu bringen…



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Ray Ringo — das ist natürlich derselbe Ringo, wie der aus der Feder von William Vance, von dem die ersten beiden Bände dieser nur kurzlebigen Serie bereits Ende der 1980er-Jahre bei Feest erschienen sind, später dann die Gesamtausgabe in zwei Bänden bei Splitter (2016), und nochmal als ein Band im Jahre 2021.

Der Zeichner dieser Neuauflage, Roman Surzhenko, schafft es kongenial, den Helden der Serie wirklich absolut genauso aussehen zu lassen, wie das Original damals. Dabei sind seine Zeichnungen insgesamt viel detailreicher als die von Vance es waren, was aber auch nicht verwunderlich ist — immerhin war das Original aus der 60er-Jahren, und wir sind inzwischen mehr als 50 Jahre weiter, sowohl in der Entwicklung der Zeichnungen im Medium Comic ganz allgemein, als auch in der Leseerwartung der Fans. Und dem wird Surzhenko durchaus gerecht, was nicht überrascht, denn auch in „Die Jugend von Durango” und diversen „Thorgal”-Titeln hat er bereits gute Arbeiten abgeliefert. Seine Zeichnungen kommen vielleicht noch nicht an die eines Ralph Meyer heran („Undertaker”), aber er ist bereits erfreulich nahe dran, finde ich. Dabei merkt man, dass er bei seiner Blattaufteilung durchaus mit dem Szenario von Corbeyran zu kämpfen hat, denn das ist über weite Strecken, wenn nicht sogar komplett, sehr „klassisch” ausgefallen, sodass die Action-Szenen manchmal nicht wirklich „rund” wirken, entweder zu kurz, oder zu lang, oder zu unlogisch.

Und das ist meiner Meinung nach das einzige Manko an diesem Band: Corbeyran lässt die Geschichte sich voll im Geiste der franko-belgischen, 60er-Jahre Jugendwestern entwickeln. Die Charaktere sind sehr stereotyp, das Frauenbild bedenklich, der Plot bis auf einige Details vorhersehbar, die Wendungen sehr konstruiert. Doch ich schätze, das war genau die Absicht des Autors: diese „Wiedergeburt” ganz im Flair des Originals erfolgen zu lassen, für die Fans, die das sicherlich auch so goutieren werden. Es ist Geschmacksache, ganz klar, und wer an dieser Stelle einen „modern” aufgebauten Western à la „Undertaker” oder „Bouncer” (Boucq), „Chinaman” (Taduc) oder „Duke” (Hermann) erwartet hat, wird hier enttäuscht werden. Aber wahrscheinlich wäre diese Erwartung sowieso falsch gewesen.

Doch alles in allem liefert dieser Serienstart einen soliden Western, in dem sich der Held in einer wilden Abfolge von miteinander zusammenhängenden Ereignissen gegen eine ganze Riege von Schurken durchsetzen muss, und das natürlich auch schafft. Die Serie scheint dabei als durchgehende Handlung konzipiert zu sein, denn nach dem Cliffhanger in diesem Band geht es mit der Geschichte im nächsten wohl direkt weiter — dessen Erscheinen auch bereits für den April 2027 angekündigt ist.



Fazit:

Insgesamt eine gelungene Neuauflage des 60er-Jahre Westerns aus der Feder von William Vance, von zwei Autoren kreiert, die selbst auch schon so einige Jahre im Geschäft sind. Ein handfester Western im Geiste der 60er-Jahre der franko-belgischen Comicserien, vom Plot her ein bisschen altbacken, doch alles in allem eine gelungene Hommage und spannende Neubelebung der nur kurz im Original existierenden klassischen Westerns um den Sicherheitsbegleiter Ray Ringo, der Postkutschen begleitet und für Ordnung sorgt. Für alle Western-Fans ist gute Unterhaltung gesichert, und man sollte auf alle Fälle mal hineinschauen.



Ray Ringo — 1: Devils Gate - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Ray Ringo — 1: Devils Gate

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 18,00

ISBN 10:
3689501946

ISBN 13:
978-3689501945

56 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Spannende Neubelebung eines alten Klassikers.
  • Klasse Zeichnungen.
Negativ aufgefallen
  • Der Plot ist ein bisschen sehr 60er-Jahr.
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 22.08.2026
Kategorie: Alben
«« Die vorhergehende Rezension
My Noons and Midnights are for you 2
Die nächste Rezension »»
Overlord – New World 2
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.


?>