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Comic-Besprechung - Yaoi Newcomer

Geschichten:
Save a Maid/ A.S.A.P/ Devil's Thrill - Angel's Love/ Hot Kiss/ A Sky for us to see
Autor / Zeichner / Tusche: Natalia Zaitseva, Martina Peters, Annett Drusba, Sandy Wiswedel, Zane Dobele

Story:
Humorig schildert Natalia Zaitseva in "Save a Maid", wie zwei junge, rivalisierende Ritter aufbrechen, um eine Prinzessin zu retten. Wer sie aus dem Turm, in dem sie von bösen Kreaturen gefangen gehalten wird, befreit, soll sie zur Frau bekommen. Die Gefahren, die der besonnene Jean und der hitzköpfige Linett gemeinsam überstehen müssen, bringen die beiden einander langsam näher…
"A.S.A.P." von Martina Peters erzählt die rührende Geschichte eines gefangenen Meermannes, der einer stummen Reinigungskraft das Leben rettet. In der einzigen Nacht, in der der Meermann menschliche Gestalt annimmt, versucht sein dankbarer Freund, ihn zu befreien…
Eine in sich abgeschlossene Episode aus einer längeren Erzählung ist "Devil's Thrill - Angel's Love" von Annett Drusba. Der Teufel Kyouya hält seinen himmlischen Lover gefangen, denn er fürchtet, dass dieser ihn verlassen wird, sobald die Fesseln fallen. Kann er den Beteuerungen des Engels, dass sie für immer zusammen bleiben, Glauben schenken?
Der kleine Tomo wird von einem anderen Jungen angerempelt. Die flüchtige Begegnung bleibt in seinem Gedächtnis, und als sich das Ereignis zehn Jahre später wiederholt, erkennt er den anderen wieder und gibt ihm einen "Hot Kiss". Sandy Wiswedel folgt mit ihrem witzigen Manga einem traditionellen Thema: First Love im Schüler-Milieu.
Zane Dobeles Story "A Sky for us to see" handelt von Hiroshi, einem blinden Jungen, der es satt hat, von seiner Familie verhätschelt zu werden und darum eine normale Schule besucht. Dort trifft er auf einen geheimnisvollen Schüler, und plötzlich passiert nach einem Schwächeanfall etwas mit Hiroshis Augen…


Meinung:
2006 starteten The Wild Side und raptor publishing gemeinsam einen Manga-Zeichenwettbewerb, dessen Besonderheit war, dass die Geschichten ausnahmslos dem Boys Love-Genre angehören sollten. Aus den zahlreichen Einsendungen wählte die Jury die drei besten Werke aus und vergab zudem zwei Sonderpreise. Nun endlich liegt die Anthologie, die fünf Boys Love-Mangas deutschsprachiger Künstlerinnen beinhaltet, vor.
In allen Geschichten stehen zwei Jungen oder junge Männer im Mittelpunkt des Geschehens, die durch ein Schlüsselerlebnis miteinander verbunden sind und sich im Laufe der Handlung näher kommen. Manchmal bleibt es bei Küssen, dann wieder gehen beide weiter - aber es wird nie zu viel gezeigt, so dass auch jüngeren Leserinnen (14+), die das Genre mögen, der Band empfohlen werden kann.
Eingebettet sind die romantischen Begegnungen in gängige Rahmenhandlungen: Schüler-Milieu, märchenhafte und zeitgenössische Fantasy. Auch die Protagonisten - Schüler, Arbeiter, Meermänner, Ritter, Engel und Teufel - sind aus Literatur und Manga vertraut. Natürlich darf man bei so kurzen Erzählungen keine vielschichtige Handlung und sich entwickelnde Charaktere erwarten; dafür ist nicht genug Raum vorhanden. Doch im Rahmen der Möglichkeiten haben alle Zeichnerinnen ihr Bestes gegeben, um nachvollziehbare Geschichten zu entwickeln, die frech und witzig oder melancholisch und ernsthaft sind.
Stilistisch unterscheiden sich die Zeichnungen sehr, so dass für nahezu jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Man findet detailreiche Tuschebilder und eher einfache, aufs Wesentliche reduzierte Abbildungen, rein händisch erstellte Illustrationen, solche, in denen Rasterfolien häufig zum Einsatz kommen und die Mischung aus allem. ‚Typische' Manga-Gesichter und superdeformierte Abbildungen überwiegen, doch auch realistisch anmutende Darstellungen sind vorhanden.
Ein kleines Manko sind die Texte. Ein Lektor würde hier so manchen Rechtschreib- und Grammatikfehler korrigieren, denn die jungen Zeichnerinnen schreiben fast immer, wie ‚ihnen der Schnabel gewachsen ist'. Allerdings dürfte das nur dem lese-erfahrenen Publikum auffallen, denn Jargon und die Missachtung von grammatikalischen Regeln (‚der Dativ ist dem Genitiv sein Tod') setzen sich immer mehr durch, und das nicht nur in der Sprache, bei Email und SMS sondern auch in der Literatur.


Fazit:
"Yaoi Newcomer" ist ein Band, der sich durchaus mit ähnlichen Produkten größerer Verlage (z. B. "Manga Talente" oder die "Chibi"-Reihe von Carlsen) vergleichen lässt. Die Gestaltung durch Herausgeberin Simone Neblich-Spang ist ansprechend - Taschenbuch im Überformat, hochwertiges Papier, 7 Farbseiten -, und die ausgewählten Geschichten zeigen, was die europäische Fan-Szene zu bieten hat.
Vor allem Leser und Leserinnen, die selbst zeichnen, dürften sich für die Werke ihrer Kollegen und Kolleginnen interessieren und sich vielleicht sogar angesprochen fühlen, einen Beitrag beim nächsten Wettbewerb einzureichen. The Wild Side sucht stets nach Talenten - nähere Informationen auf der Homepage des Verlags: www.thewildside.biz, www.lemonshop.de.


Yaoi Newcomer - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Yaoi Newcomer

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
The Wild Side

Preis:
€ 10,90

ISBN 10:
3-939484-05-9

ISBN 13:
978-3-939484-05-9

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • romantisch-dramatische Storys
  • ansprechende Gestaltung des Mangas
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 15.08.2007
Kategorie: One Shots
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