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Comic-Besprechung - Rodeo

Geschichten:
Neilich in Minga
Autorin und Zeichnerin: Ans De Bruin

Ngumbe
Autorin und Zeichnerin: Sarah Burrini

Solitudo
Autor und Zeichner: Andreas Eikenroth

Ikonen der Menschlichkeit
Autor und Zeichner: Frank „Spong“ Plein

Story:
Ans De Bruin erzählt von Erlebnissen in München, Sarah Burrini hingegen von überraschenden Begegnungen am PC. Andreas Eikenroth wiederum beobachtet einen verbitterten alten Mann. Und Spong… Nun, der legt sich mit Mike Tyson an und weiß doch ganz klar, dass er eigentlich nur verlieren kann…

Meinung:
Man muss sich wohl schon so seine Gedanken über die Gefühlswelt von Andreas Eikenroth machen. Gerade dann, wenn man zuerst Tage wie Blei und dann dieses Heft gelesen hat – oder auch umgekehrt. Was für ein Leben muss ein solcher Zeichner und Autor haben, der immer wieder solche melancholischen Geschichten zu erzählen hat? Ob er vielleicht selbstmordgefährdet ist? Oder sind diese Comics das Ventil, um sich alle negativen Gedanken von der Seele zu schreiben, die da wohl im Kopf herumschwirren, um dann umso befreiter in der Welt herumzuturnen? Bei Gelegenheit muss dieser Frage einmal bei einem Interview nachgegangen werden. Jedenfalls gilt wie bei Tage wie Blei, dass man seine Geschichte „Solitudo“ besser nicht lesen sollte, wenn man sowieso gerade düsterer Stimmung ist. Aber das macht auch nicht so viel aus, denn immerhin gibt es drei weitere Geschichten in diesem Heft, die einen deutlich anderen Ton versprühen.

Ans De Bruin hat zum Beispiel die bayovarischen Eigenheiten nett wiedergegeben und eine gute Geschichte erzählt, die fast schon nach mehr schreit. Wann wird daraus wohl mal ein Sammelband mit mehreren Geschichten entstehen? Wenn, dann sollte er aber deutlich größer gedruckt werden, denn De Bruins Zeichnungen wirken auf dem kleinen Format einfach etwas zu stark gedrängt.

Gerade für das kleine Format sind Sarah Burrinis und Spongs Geschichten besser geeignet, da sie weniger Details in den Zeichnungen enthalten, was nichts Negatives heißen soll. Jeder in diesem Heft hat seinen eigenen Stil und sie passen allesamt gut zu den Geschichten.

Burrinis Geschichte ist allerdings die Schwächste des Bandes. Das liegt an der etwas zu überzogenen Erzählung, die zu stark ins Absurde abdriftet. Klar ist ein Funny eben auch schon mal durch Verrücktheiten geprägt und ein Klassiker wie Calvin und Hobbes ist da ein gutes Beispiel dafür. Aber dennoch muss die Balance zwischen Absurditäten und der Realität gewahrt bleiben. Und wenn dann auf einmal ein Elefant auftaucht, geht das einfach ein bisschen zu weit.

Genau in der Hinsicht findet Spong die richtige Balance. Sicher ist es absurd, wenn Mike Tyson Fragen nach seinem Sexualleben offenbart. Der würde wohl eher einem die Zähne ausschlagen, statt wirklich darüber zu reden. Aber dennoch ist es noch recht nahe an der Realität und deswegen so witzig.

Fazit:
Rodeo ist ein Beweis, wie lebendig und gut die Independent-Szene in Deutschland ist. Vier gute Autoren und Zeichner (man verzeihe die männliche Form) sind hier vereint und zeigen die Vielfalt dessen, was sie produzieren. Und das ist gut. Da sollte man bedenkenlos zugreifen.

Rodeo - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Rodeo

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Pony X Press

28 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gute Geschichten
  • Immer passende Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Ngumbe ist eine Spur zu absurd
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Rezension vom: 27.09.2007
Kategorie: One Shot
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