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Comic-Besprechung - Kommissar Eisele 2: SOKO 0711

Geschichten:
SOKO 0711

Bonus-Material: Making Of … (Hintergrundinfos)

Autor/Zeichner: Martin Frei

Story:
Etwas mehr als ein Jahr später kehren sie zurück: der Stuttgarter Kriminalhauptkommissar Gustav Eisele, der mit schwäbischem Humor knifflige Kriminalfälle löst, und die von Hamburg weggezogene junge Kriminalkommissarin Klara Fietjen, deren Ehe gescheitert und die auch mal etwas nassforsch und aggressiv zur Stelle ist, wenn es darum geht, jemanden zur Strecke zu bringen. Als dritter wiederkehrender Protagonist wird außerdem der Haus-und-Hof-Pathologie der Kripo Stuttgart, Kriminalkommissar Moritz Nockel aufgeboten.

Die Geschichte SOKO 0711 beginnt mit einem ungewöhnlichen Mord. Um 0.53 Uhr fährt die letzte S-Bahn von der Haltestelle „Stadtmitte“ in der Nähe des Rotebühlplatzes. Rainer Egmund, der Chef des Sicherheitsdienstes liegt mit einer Kugel in der Brust tot zwischen den Bahngleisen. Der einzige Zeuge ist ein älterer, leicht verwirrter Mann, der glaubt, einen Kobold gesehen zu haben.

Die ersten Hinweise führen in die Graffiti- und Sprayer-Szene Stuttgarts. Ein mysteriöser Straßenkünstler namens „0711“ gerät in Verdacht, in den Mord verwickelt zu sein.

Meinung:
Viel zu lange mussten die Fans des schwäbelnden Kommissars Eisele auf eine Fortsetzung warten. Nach der Sammlung von kurzen Fällen in der Debütausgabe, bietet Martin Frei im zweiten Band eine 48-seitige Hauptgeschichte auf und zeigt, dass er auch längere Erzählungen spannend mit Leben erfüllen kann.

Die Story ist klassisch aufgebaut. Sie beginnt mit einem überraschenden Mord. Danach sammeln Eisele und Fietjen die Beweise zusammen. Dem Täter auf der Spur, klappern sie alle möglichen Beteiligten ab und versuchen den Fall zu lösen. Dabei werden auch unkonventionelle Methoden eingesetzt, vor allem die kühle Hamburgerin zeigt einigen Einfallsreichtum, um den Mörder zu überführen. In die Kriminalhandlung baut Martin Frei immer wieder amüsante Passagen ein, vornehmlich durch den Einsatz von witzigen Dialogen zwischen den einzelnen Protagonisten. (Nockel: „Hanno, Eisele, dich habet se wohl au aus‘m Tiefschlof grisse.“ Darauf Eisele: „I war grad in moiner R.E.M.-Phase“).

Zeichnerisch ist sich Frei bei SOKO 0711 treu geblieben. Die Schwarzweiß-Zeichnungen sind vorwiegend im Funny-Stil gehalten, wobei die Hintergründe teilweise auch bis zum Fotorealismus gehen. Immer wieder finden sich Panels, in denen Häuser, Bauwerke, Straßenzüge oder Parkanlagen sehr detailliert gezeichnet sind. Dabei bleibt der Hintergrund nicht selten in der Bleistiftzeichnung und die Figuren im Vordergrund sind fein getuscht. Als Vorlagen für die authentischen Settings wurden Fotos der jeweiligen Szenerie verwendet. Dies ergibt einen interessanten Effekt, der das Ergebnis von der ganz klassischen Funnycomic-Schule abhebt.

Martin Freis Zeichenkunst ist ausgereift und überzeugt auf ganzer Linie. Das gilt für die Anatomie der Figuren, sowie für die Dynamik und den Aufbau der Panels. Es geht abwechselnd rasant oder gemächlich zu. Wenn nötig baut er eine ganzseitige Splashpage mit einer ruhenden Szene ein, um das Lesetempo zu drosseln.

Dass Frei auch für diese Geschichte wieder jede Menge Informationen recherchiert hat, merkt man am Bonus-Material. Wie beim ersten Band werden Hintergrundbeiträge unter dem Titel Making Of mitgeliefert. Als Inspiration diente diesmal unter anderem Eduard Mörikes Märchen vom Stuttgarter Hutzelmännlein. 

Fazit:
Der zweite Band von Kommissar Eisele ist die gelungene Fortsetzung einer sympathischen Serie. Der Band besticht durch detaillierte Kenntnis der Stadt Stuttgart und ist damit auch Lesern zu empfehlen, die sonst um Comics eher einen Bogen machen.

Kommissar Eisele 2: SOKO 0711 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Kommissar Eisele 2: SOKO 0711

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Gringo Comics

Preis:
€ 7.90

ISBN 13:
978-3-940047-92-2

60 Seiten

Positiv aufgefallen
  • überzeugender Mix aus Funny-Stil und realistischen Hintergründen
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(8 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 25.06.2010
Kategorie: Kommissar Eisele
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