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Comic-Besprechung - Marvel Noir: X-Men 2 - Das Kainsmal

Geschichten:

Autoren: Fred van Lente, Dennis Calero
Zeichner: Dennis Calero
Übersetzer: Bernd Kronsbein



Story:

Nach den Ereignissen in Marvel Noir: X-Men kehren Cyclops, Wolverine und Angel New York den Rücken und flüchten nach Madripoor, einer fiktiven Insel südwestlich von Singapur. Dort verdingen sie sich als Söldner und Schatzjäger, im Bunde mit Cain Marko, dem sie sich anschließen. Sie sind auf der Suche nach dem Stein des Blutes, einem Edelstein der unglaubliche Macht verheist. Er ist im regulären Marvel Universum die Quelle von Cain Markos Juggernaut Kräften.

Doch schon bald holt sie die Gewalt und die Korruption, die sie eigentlich hinter sich zu lassen suchten, wieder ein und sie werden mit Charles Xavier´s neuen X-Men konfrontiert, die aus Genosha Bay stammen.

Genosha Bay ist eine rigeros von der Welt abgeschottete Gefängnisinsel, für ganz spezielle Gefangene, die dem amerikanischen Kriegsgefangenenlager Guantanamo nicht unähnlich ist.

Die zweite, in diesem Comicband enthaltene Geschichte, spielt im Königreich Tranisien. Sie handelt von Kurt Wagner, der als Entfesselungskünstler in einem Zirkus auftritt. Bei einem großen Auftritt, bei dem auch der Prinz von Tranisien zugegen ist, wird während der Show der Tronfolger ermordet. Wagner wird als Haupttatverdächtiger festgenommen, obwohl er sich zur Zeit der Tat, in einem tödlichen Gefängnis befand und von jedermann zu sehen war...




Meinung:

Wie bereits der erste Band der Reihe Marvel Noir: X-Men, überzeugt vor allem das wunderschöne und ausgesprochen Atmosphärische Artwork aus der Feder von Dennis Calero. Er versteht es hervorragend mit Licht und Schatten zu arbeiten. Dadurch erschafft er Figuren von großer Plastizität und ausgesprochen realem Look. Obwohl diese eher sehr wenige Details aufweisen, wirken sie sehr ansehnlich, doch die Hintergründe können optisch nicht mit den Figuren mithalten. Auf vielen Panels gibt es nur leicht körnige Farbverläufe oder gar ganz schwarze Hintergründe zu sehen. Ein ziemliches Armutszeugnis ist allerdings die Tatsache, das sich auf mehreren Seiten identische Bilder entdecken lassen. Da ist Calero wohl zwischendurch die Lust ausgegangen...

Inhaltlich ist die Story nicht gerade sonderlich fesselnd. Durch die, immer noch, sehr schwer erkennbaren Charkatere, die keinen sonderlich hohen Wiedererkennungswert besitzen, ist das ganze leider sehr unübersichtlich und konfus. Wem zudem Charaktere wie Cain Marko nicht vertraut sind, der steigt hier kaum durch und kann dem Geschehen kaum folgen. Häufige Wechsel in der Erzählperspektive und dem Ort des Geschehens, tun ihr übriges um die Verwirrung zu steigern. Zu schnell verliert man den Faden und somit die Lust am weiterlesen. Sehr störend sind auch die immer wieder auftauchenden durchgestrichenen Textstellen. Offenbar wollte man dem deutschen Publikum diverse vulgäre oder sonst wie geartete Ausdrücke nicht zumuten. Das dieses Comic nicht für jüngeres Publikum gedacht ist sollte eigentlich jedem klar sein, der Sinn dieser Indizierung will sich mir daher nicht erschließen.



Fazit:

Sehr schönes, stimmungsvolles Artwork mit kleinen Patzern, aber inhaltlich wenig fesselnd. Unter einem guten Krimi verstehe ich etwas ganz anderes. Schade ist auch, das die X-Men über nahezu keine ihrer Mutantenkräfte verfügen, wodurch sie beliebig austauschbar sind. Der interessanteste Aspekt an Marvel Noir kommt eigentlich nicht zum tragen, und zwar der Pool an Möglichkeiten der sich erschließt wenn Mutanten mit gewaltigen Fähigkeiten in ein Crime Noir Szenario zur Zeit der späten Dreissiger Jahre verfrachtet. Hier wurde nicht außergewöhnliches geschaffen, denn es handelt sich um eher klassische Krimikost mit Al Capone Flair.



Marvel Noir: X-Men 2 - Das Kainsmal - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marvel Noir: X-Men 2 - Das Kainsmal

Autor der Besprechung:
Thomas Lang

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,95

140 Seiten

Positiv aufgefallen
  • stimmungsvolles Artwork
  • stimmige Aufmachung
Negativ aufgefallen
  • Zeichnungen wiederholen sich
  • indizierte Textstellen
  • wirre, einfallslose Story
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 02.02.2011
Kategorie: Marvel Noir
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