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Comic-Besprechung - Spawn: Architekten der Angst

Geschichten:

Spawn: Architekten der Angst

Autor: Todd McFarlane / Arthur Clare
Zeichner: Aleksi Briclot

Spawn: Das Gewand

Autor: Arthur Clare / Alex Nikolavitch
Zeichner: Aleksi Briclot


Story:
Als das junge hübsche Mädchen Ethan von mehreren Gaunern überfallen wird, geschieht das Undenkbare: die Verbrecher werden von ihr gnadenlos hingemetzelt. Das ruft Spawn auf den Plan. Ethan eröffnet ihm, dass sie in Wirklichkeit ein Engel ist und seine Hilfe braucht. Um sicherzugehen, das Spawn ihr auch helfen wird, hat sie bereits seinen Bruder, Marc Simmons, in eine Falle gelockt. Doch will Ethan wirklich die Seelenfalle eines geheimnisvollen Wesens zerstören? Oder hat sie eigene Pläne? Das Gewand ist eine heilige Reliquie, die eine Gruppe von Wissenschaftlern in Paris benutzt, um einen mächtigen Krieger herzustellen. Das kann weder die französische Polizei noch die Kirche hinnehmen. Doch auch Cagliostro will das verhindern und schickt Spawn, um den geheimnisvollen Krieger zu vernichten. Spawn wird aber auch mehr über sich selbst erfahren als ihm lieb ist.

Meinung:

Architekten der Angst ist eine Graphic Novel aus dem Spawn-Universum und nicht der eigentlichen Serie eingegliedert. Somit steht sie außerhalb der Kontinuität. Versammelt sind hier zwei Stories: Das Gewand und Architekten der Angst. Das Gewand entstand bereits 2003 als Todd McFarlane, der Schöpfer von Spawn, dem französischen Verlag Semic gestattete, eine eigene Geschichte herzustellen. Bislang veröffentlichte Semic in Frankreich nur die Heftserie, wofür sie die Lizenzen hatten. So war diese Eigenproduktion schon etwas besonderes und kombinierte eine bekannte Serie mit einer eindeutig europäisch beeinflussten Geschichte. Nicht nur spielt die Story in Paris, was logisch ist bei einem französischen Verlag, sondern auch die Grafik orientiert sich nicht nur an den US-Superhelden, um das Stammpublikum halten zu können, sondern lässt insbesondere bei der Farbgebung und dem Aufbau eher europäische Traditionen erkennen. Die Geschichte kam so gut an, dass Architekten der Angst ebenfalls von dem selben Zeichner in diesem Jahr geschaffen worden ist. Zwischen beiden Geschichten liegen mehrere Jahre und das merkt man auch, da der Stil von Aleksi Briclot deutlich ausgereifter ist. Auch von der Story her ist die Geschichte Das Gewand einfacher konstruiert und eine gängige Actionstory.

Architekten der Angst ist nicht nur sehr dialoglastig und komplexer, sondern leider auch sehr viel konfuser. Worum es genau geht und wer was will, wird nicht unbedingt sonderlich klar. Durch die vielen Wendungen werden die Schwächen der Geschichte etwas vernebelt. Immerhin kommt Spawn hier nicht sonderlich gut weg. Dessen Naivität wurde schon oftmals thematisiert und auch hier ist er als tumber, brutaler Naivling gekennzeichnet, der eher reagert als agiert und nicht den sonderlichen Durchblick hat. Wie so oft sind dann die Nebencharaktere viel interessanter. Etwa der Engel Ethan. Spawn findet sich in einem Intrigennetz wieder, was auch der Leser nur schwer durchschauen kann. Insofern ist dem Leser eine gute Identifikationsmöglichkeit gegeben.

Sind die Stories vom Inhalt und der Struktur her nur bedingt überzeugend, liegt der Vorteil des Bandes natürlich in den Zeichnungen. Diese sind absolut beeindruckend und überwältigend. Besonders Architekten der Angst kann mit solcher Wucht aufwarten, dass jedes Panel ein einziges Gemälde ist, in das sich der Leser gerne versenkt. Das Gewand ist ausgerechnet nur bei der Hauptfigur noch sehr glatt, lässt aber in den Hintergründen die spätere Meisterschaft erkennen. Allein wie Briclot Licht und Schatten setzt und mit den Farben arbeitet, ist einfach ein Genuss zu betrachten. Und schon fast erstaunlicherweise sind trotz der Gemäldehaftigkeit die Zeichnungen sehr dynamisch und reissen einen mit. Von diesem Zeichner, besser noch: Maler, sollte man noch viel sehen können.

Da beide Geschichten zu einer Graphic Novel zusammengefasst sind, ist der Band auch für Neueinsteiger geeignet. Inhaltlich wird wenig vorausgesetzt. Natürlich sind manche Anspielungen nur für solche verständlich, die sich in dem Spawn-Universum etwas auskennen. Zumindest sollte man die Grundzüge des Antihelden Spawn kennen. Eben das er einstmals Al Simmons war, ein Elite-Soldat und Mörder, der nach seinem Tod einen Handel mit dem Teufel einging und fortan als Spawn unter Obdachlosen in New York lebt. Da er übernatürliche Kräfte hat, setzt er diese ein, um Unschuldige zu schützen und das Böse in Grenzen zu halten. So also grob der Charakter.



Fazit:
Architekten der Angst ist eine Graphic Novel aus dem Spawn-Universum und steht außerhalb der Kontinuität der Heftreihe. Die beiden Stories sind inhaltlich zwar nicht sonderlich überzeugend, was die eine an Schlichtheit aufweist, macht die andere an Konfusion wett, aber die beeindruckenden Zeichnungen überwältigen. Diese machen den Band zu einem wahren Hingucker.


Spawn: Architekten der Angst - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spawn: Architekten der Angst

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,95

ISBN 13:
4192358814951

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • Farbgebung
  • Lichteffekte
Negativ aufgefallen
  • konfuse Stories
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Rezension vom: 23.09.2011
Kategorie: Spawn
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