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Comic-Besprechung - Triage X 1

Geschichten:

Triage X – volume 1

Autor, Zeichner: Shouji Sato



Story:
„Label Color Black“ -  ein hoffnungsloser Fall. Dies ist das letzte, was Schwerverbrecher oder Kriminelle zu hören bekommen, bevor die Mitglieder von Triage X sie aus dem Leben tilgen. Für sie sind diese bloß ein Geschwür, welches wie Krebs an der Gesellschaft wuchert. Die einzige Möglichkeit ist es, dass schädliche Gewebe zu entfernen. Dr. Masamune Mochizuki steht dieser Organisation vor, die sich auf viele helfende Hände stützen kann. Darunter Arashi Mikami, der sich in den Augen des Arztes erst noch beweisen muss und auf einen tragischen Unfall in seiner Vergangenheit zurückblicken kann. Doch jede Kunst birgt die Gefahr von Fehlern, kein Mensch, auch nicht der beste „Chirurg“ an der Gesellschaft, ist perfekt. Und als einer der zu bestrafenden Verbrecher entkommt, beginnt eine atemlose Jagd, die bald auch die Polizei auf den Plan ruft.


Meinung:
Mit prallen Äpfelchen gibt sich der neueste Manga aus dem Carlsen Verlag (mit frischem Label) nicht ab. Ordentliche Melonen oder Kürbisse müssen schon herhalten, damit man bei Triage X genau weiß, wo der Hase lang läuft. Es wäre auch kein echter Ecchi, wenn die sekundären Geschlechtsmerkmale und eindeutig/zweideutige Posen der holden Weiblichkeit nicht einen wesentlichen Teil des Mangas ausmachen würden.

Zeichner und jetzt auch Autor Shouji Sato kennt man von seiner Serie Highschool of the Dead, die er illustrierte und von der bereits sechs Bände erhältlich sind. Nächstes Jahr werden die ersten Ausgaben sogar als Full Colour Edition bei Carlsen erscheinen. Unschuldige Mädchen wird man auch da vergebens finden, aber bei Triage X schaltet Sato einen weiteren Gang höher. Gut ausgestattete Frauen sollten einem Zeichner, der bereits Hentais verantwortete, nicht allzu schwer von der Hand gehen. Und auch bei Triage X überzeugt er damit auf ganzer Linie. Wer allerdings realistische Proportionen erwartet, der wird eines Besseren belehrt.

Die Schauwerte sind irgendwo zwischen den Zombiemädchen und dem bei Planet Manga veröffentlichten Yakuza Girl angesiedelt. Mehr als bei jenem, weniger als bei diesem. Und natürlich wird die Erotik wieder verbunden mit einem ordentlichen Happen Action. Eine Beziehung, die anscheinend wie füreinander gemacht ist und stets Früchte trägt. So auch bei Triage X, dessen Handlung zwar nicht weltbewegend ist und schon gar nicht anspruchsvoll, welches aber trotz oder gerade wegen der einfachen Grundprämisse schnell Fahrt gewinnt und zum Schluss sogar richtig spannend werden kann. Wenn man sich denn darauf einlässt.

Ist ja auch alles nicht so schwer. Eine geheime Organisation jagt Verbrecher und entfernt sie aus dem Körper der Gesellschaft wie ein Tumor. Das Konzept mag daher rühren, dass Masamune Mochizuki, der Chef dieser Truppe, ein Arzt ist, der allerdings ans Bett gefesselt ist und seine Leute agieren lässt beziehungsweise notgedrungen lassen muss. Nebenbei scheint hinter den Figuren immer etwas mehr zu stecken. Gerade der junge Arashi Mikami spielt den Geheimnisvollen par excellence und die quirlige Oriha Nashida, die im echten Leben ein Popstar zu sein scheint, heckt bestimmt auch noch etwas aus. Von der Frau mit der Dämonenmaske ganz zu schweigen. Dann noch ein Polizist zwischen den Fronten, der sich quer stellt und schon ist genug zusammen, dass man Interesse für den zweiten Band entwickelt.

So abgedreht wie bei Gunsmith Cats von Kenichi Sonoda wird es vermutlich nicht werden, aber die Dynamik, das Tempo und manche Designs (Waffen, Chopper) bringen einen nostalgischen Seufzer ans Licht. Vielleicht gleich mal zum Schrank gehen und wieder in den alten Bänden blättern ... hach! Abgesehen davon sind die Zeichnungen sehr unterhaltsam und sogar abwechslungsreich. Gerade bei den männlichen Figuren bemüht sich Shouji Sato jedem individuelle Züge zu geben, die für einen angenehmen Wiedererkennungswert sorgen. Bei den Frauen ... ja, bei den Frauen liegt die Aufmerksamkeit eindeutig zunächst woanders, aber selbst darüber hinaus hat jede so ihre Eigenart, die sie unterscheidbar machen und ihnen genügend Charakter verleihen, dass sie nicht allzu platt wirken. Da hat man schon Schlimmeres gesehen und gelesen.

Obwohl abzusehen war, worauf die ganze Handlung hinauslaufen wird, nimmt einen Shouji Satos Ecchi-Manga auf die Reise mit, ohne dass Langeweile aufkommt. Popcorn in Comic-Form.


Fazit:
Kurzweiliges und unterhaltsames Abenteuer mit gut ausgestatteten Frauen und ordentlich Action. Die Zielgruppe ist klar und wird sicherlich ihre Freude haben. Der Manga bietet genau das, was das Cover verspricht. Kann man von einem Manga ein mehr an Ehrlichkeit verlangen?


Triage X 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Triage X 1

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 6,95

ISBN 10:
978-3-551-74663-4

ISBN 13:
978-3-551-74663-4

164 Seiten

Positiv aufgefallen
  • hält was er verspricht
  • zeigefreudige Mädels mit dicken Wummen
  • kurzweilige und unkomplizierte Action
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 11.12.2011
Kategorie: Triage X
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