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Comic-Besprechung - Sang Royal 2: Schuld und Sühne

Geschichten:
Band 2: Schuld und Sühne
Original: Sang Royal 2: Crime et Chantiment
Zeichner & Farbe: Dongzi Liu
Autor: Alejandro Jodorowski
Übersetzter: Marcel Le Comte

Story:
Im ersten Band wurde König Alvar von seinem Cousin verraten und sterbend zurückgelassen, doch die verkrüppelte und entstellte Batia rettete ihm das Leben. Der ehemalige Herrscher lebte lange Jahre an ihrer Seite und zeugte auch eine Tochter namens Sambre. Doch als er seinen Verstand und sein Gedächtnis wiedererlangte, verstieß er Frau und Tochter mit bösen Worten und kehrte in sein Reich zurück, um seinen Thron zurückzuerobern. Dabei begann er nur einen Fehler - Alfreds Frau Violena und ihren Sohn Rador leben zu lassen, die keine Gelegenheit auslassen, um gegen ihn zu intrigieren.

Einige Jahre vergehen. Auf einer Jagd entdeckt Alvar eine junge Frau, die in den Bergen lebt und nimmt sie sich. Erst später findet er heraus, dass es seine eigene Tochter ist. Doch zu spät, beide sind bereits einander verfallen. Und da nur sie das Geheimnis kennen, wird Sambre seine Frau und Königin. Allerdings währt das Glück nicht lange, denn Violena und Rador lassen Sambre entführen und verstümmeln sie grausam. Zwar kann sie gerettet werden, ist aber für den Rest des Lebens entstellt.

Alvar hat genug von den Grausamkeiten und geht einen für sein Volk überraschenden Weg. Er entsagt seinem Thron und kehrt mit Sambre in die Berge zurück. Die Herrschaft überlässt sie Violena und Rador, wohl wissend, dass die intrigante Ex-Königin und ihr sadistischer Sohn das Reich zu Grunde richten werden.
Aber kann er mit Sambre wirklich glücklich werden? Immerhin ist er ihr Vater und in den Bergen erwartet das junge Paar viele Erinnerungen an die bittere Vergangenheit, die sie bindet.


Meinung:
Auch im zweiten Band von Sang Royal schöpft Alejandro Jodorowsky aus dem Vollen. Leidenschaft und Wahnsinn liegen hier dicht beieinander, ebenso wie sich Hass und Grausamkeit immer weiter zu einer Orgie der Perversitäten steigern. Keine der Hauptfiguren ist frei von Schuld - und jeder sühnt das auf grausame Art und Weise - sei es durch körperliche Verstümmelungen oder geistige Verwirrung. Sambre bezahlt ebenso für ihre Manipulationen, wie Alvar für sein Verhalten gegenüber Batia der Ziegenhirtin. Denn auch das freie Leben in den Bergen ist nicht von dem Glück erfüllt, dass er sich erhofft hat.

Die im ersten Band gesponnenen Fäden werden inhaltlich konsequent weiter geführt, so dass viele Leser das bekommen werden, was sie erwarten: Jodorowsky scheut sich nicht, die gängigen Klischees in Szene zu setzen, variiert die Handlungsmuster glücklicherweise aber auch, so dass die Spannung nicht darunter leidet., denn nicht alles ist genau vorhersehbar. Auch wenn er mit den Figuren nicht sonderlich in die Tiefe geht. so vermittelt er doch ein recht facettenreiches Bild von Alvar, Sambre und so, die durch ihre guten und schlechten Seiten sehr menschlich wirken.

Die Zeichnungen von Dongzi Liu setzen das Geschehen genial in Szene. Die meisten handlungstragenden Figuren sind bewusst besonders schön gehalten, um den Gegensatz zu ihrem inneren Wesen und der Umgebung zu zeigen. Dunkle und kalte Farben verstärken die düsteren Momente der Geschichte von denen es reichlich gibt.

Zwar ist das Ende der Geschichte keine wirklich Überraschung, aber das tut ihr keinen Abbruch, da Autor und Künstler den Leser am Ende die Handlung weiter spinnen lassen. Im Grunde könnten sie diese nämlich auch weiter spinnen - da sie im Grunde nur ein altes Kapitel beendet und ein neues aufgeschlagen haben.


Fazit:
Alles in allem wird der Abschlussband von Sang Royal seinem Vorgänger gerecht und bietet allen Fantasy-Freunden ein grausames aber irgendwie auch realistisches Sittengemälde, das sich nicht scheut, Grausamkeit, Wahnsinn und Perversion offen zu zeigen und Figuren zu zeichnen, die alle mehr Täter als Opfer sind.

Sang Royal 2: Schuld und Sühne - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sang Royal 2: Schuld und Sühne

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 13,95

ISBN 13:
978-3770435357

55 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Die Geschichte scheut sich nicht, auch sonst übliche Tabus in Szene zu setzen!
  • Konsequente Weiterführung der Geschehnisse!
Negativ aufgefallen
  • Das Ende bleibt überraschend offen, so dass nicht jeder Leser zufrieden sein könnte!
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Rezension vom: 30.01.2012
Kategorie: Sang Royal
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