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Comic-Besprechung - Lady Death 1

Geschichten:
US-Lady Death Vol. 1 TPB
Autoren: Brian Pulido, Mike Wolfer
Zeichner: Marcelo Müller,
Farben: Digikore Studios

Story:
Lady Death wird in der Hölle von der Death Queen vernichtend geschlagen und auf die Erde verbannt. Ihren Kräften und allen Erinnerungen beraubt, schlägt sich Lady Death als Diebin Illadra durch. Als einer ihrer ehemaligen Gefolgsleute aus der Hölle fliehen kann, erfährt sie von ihm, wer sie wirklich ist und wie sie wieder an ihre Kräfte gelangen kann. Doch die Death Queen setzt alle Hebel in Bewegung, um genau das zu verhindern.

Meinung:
Was waren das für Zeiten, als Mitte der 90iger der Heftchenmarkt in Deutschland boomte?! Zahlreiche Serien fanden den Weg in jede Kioskauslage und dem Käufer, knapp an Taschengeld, fiel die Kaufentscheidung von Monat zu Monat schwieriger. Als dann plötzlich Chaos Comics Deutschland mit Evil Ernie, und ein paar Monate später mit Lady Death, auf den Markt kam, war man sich sicher, hier etwas außergewöhnliches in den Händen zu halten. Gewalt und Horror gepaart mit jeder Menge Erotik war das Konzept des Verlages, dass in Deutschland sehr gut angenommen wurde. Leider war dann irgendwann Schluss mit lustig. Lady Death ging zurück in die Staaten und der deutsche Comicleser musste Jahrelang ohne die elfenbeinfarbige Höllenfürstin auskommen. Nun bringt Panini die hochgelobte neue Lady Death Serie von Boundless Comics nach Deutschland.

Die Autoren Brian Pulido und Mike Wolfer eröffnen den neuen Handlungsrahmen mit einer gewaltigen Schlacht in der Hölle, die zum (vorläufigen) Ende von Lady Death führt. Nach wenigen Seiten trifft der Leser auf die Diebin Illandra (Lady Death), welche nach dem Sinn in ihrem Leben sucht. Durch diesen klugen Schachzug nehmen Pulido und Wolfer der Lady Death-Historie die Komplexität. Vergessen sind die ganzen bisherigen Abenteuer, für Neueinsteiger somit perfekt. Die Story nimmt nun immer mehr an Fahrt auf und springt von einem Abenteuer zum nächsten. Mittendrin immer Illandra, welche mit zunehmender Seitenanzahl Lady Death immer ähnlicher wird und demzufolge auch immer skrupelloser mit ihren Gegnern umgeht. Hat sie sich anfangs noch recht zögerlich bei den Kämpfen mit den Häschern aus der Hölle gewehrt, so gibt sie zum Schluss den Ton an und vernichtet ihre Gegner ohne mit der Wimper zu zucken. Die Suche nach den Kraftsteinen auf der Erde ist derweil recht abgehakt. So springt Illandra von Kontinent zu Kontinent und der Leser fragt sich unweigerlich, wie sie das anstellt. Erklärungen für die wechselhafte Suche gibt es leider nicht, stattdessen wird diese immer schneller voran getrieben, was etwas erzwungen wirkt. Dennoch ergibt sich ein spannender Mix aus Mittelalter-Flair und Horror-Elementen, der zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.

Für Spannung sorgt ebenfalls der zweite Teil der Handlung. In loser Reihenfolge blenden die Autoren die Ereignisse um Illanda aus und konzentrieren sich auf die Death Queen, welche in der Hölle versucht ihre Macht zu sichern. Die anfangs so plötzlich eingeführte neue Gegnerin bekommt dadurch ein glaubwürdiges Profil verpasst, das dank eines überzeugenden Cliffhangers noch für viel inhaltlichen Sprengstoff sorgen dürfte. Die Entwicklungen in der Hölle sind ein Spiegelbild der Ereignisse auf der Erde, was zwangsläufig zu einem großen Finale führen muss. Pulido und Wolfer nehmen sich dafür aber noch etwas Zeit und festigen vorher die Macht der neuen Herrscherin. Sogesehen hat Lady Death nun also endlich eine laufende Serie, die eine Storyline über mehrere US-Hefte aufweist und nicht nur ein loses Aufeinanderfolgen von Miniserien darstellt.

Die Zeichnungen von Marcelo Müller überzeugen durchgängig. Es gibt sehr viel freie Haut, ungemein viel Blut, fliegende Körperteile und natürlich jede Menge Kampfszenen zu sehen, die mit wechselhaften Perspektiven wunderbar dargestellt werden. Dazu gesellt sich eine lose Panelaufteilung, die stellenweise recht experimentell wirkt, aber dennoch durchgängig verständlich ist. Lediglich die schnellen Szenenwechsel verwirren etwas und zwingen dem Leser dazu, die ein oder andere Aktion noch einmal genau durchzulesen. Kleine Textboxen mit Infos zur verstrichenen Zeit oder zum Ortswechsel wären an dieser Stelle sehr hilfreich gewesen.

Panini rundet die erste Lady Death Ausgabe mit einer sehr umfangreichen Covergalerie ab, die wirklich wunderbare Werke enthält.

Fazit:
Lady Death ist zurück in Deutschland! Und das mit einer überzeugenden Ausgabe, die eine abwechslungsreiche und vorallem spannende Story enthält. Pulido und Wolfer haben sich mächtig ins Zeug gelegt und präsentieren dem Leser eine Handlung, die mit einem großen Knall beginnt und anschließend zur Ruhe kommt, bloß um dann zunehmend Actionreicher und auch blutiger zu werden. Der Cliffhanger am Ende tut sein übriges, um den Leser nach der langen Pause wieder fest ins Lady Death Boot zu hieven. Absolut empfehlenswert!

Lady Death 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lady Death 1

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,95

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • spannend bis zur letzten Seite
  • Erotik trifft auf Horror
  • klasse Artwork
Negativ aufgefallen
  • manche Szenenwechsel sind unverständlich
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.5
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 11.03.2012
Kategorie: Lady Death
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D.Gray-man Illustrations: Noche
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