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Comic-Besprechung - Star Wars 102

Geschichten:
Darth Vader und das Geistergefängnis
Autor:
Haden Blackman
Zeichner: Augustin Alessio

Trooper
Autor:
Garth Ennis
Zeichner: John McCrea
Tusche: Jimmy Palmiotti
Farben: Brad Anderson

Story:
Die Verschwörung der Offiziersakademie erreicht ihren Höhepunkt. Jetzt heißt es Darth Vader und seine zusammen gewürfelte Truppe aus dem Geistergefängnis gegen die Kadetten und Soldaten des Imperiums. Der Ausgang des Kampfes wird die Zukunft des Imperiums bestimmen und für einen jungen Commander vielleicht den Aufstieg seines Lebens bedeuten. Wenn denn der Imperator triumphieren kann, und wenn er denn nicht Neider auf den Plan ruft, die seinen Marsch an die Spitze nicht übel nehmen.

Im zweiten Teil des Heftes sieht sich ein Stormtrooper seiner nächsten Mission gegenüber. Eine undankbare Position, muss er doch als erster in eine Gefahrenzone stürmen, wo ihn eine alte Bekannte erwartet. Dennoch Zeit genug für den Soldaten, um in den Sekunden vor der Schlacht sein Leben und seinen Werdegang beim Imperium Revue passieren zu lassen.


Meinung:
Der letzte Akt der Geschichte Darth Vader und das Geistergefängnis entfaltet sich. Was in der Jubelnummer 100 seinen Anfang nahm kommt jetzt zum Abschluss. Darth Vader und seine Getreuen haben sich von den Rändern der Verschwörung der Imperialen Truppen wieder in das Zentrum gekämpft und erstreiten sich ihren Platz. Ebenso Commander Laurita Tohm, der sich seinem eigenen Kader entgegen stellte, um an der Seite des Imperators und seines dunklen Schülers seine Loyalität zu beweisen.

Es war ein großer Coup den die Offiziersakademie gegen das Herz des Imperiums verüben wollten. Nicht nur gegen ihre eigenen Mannschaften und Truppen richtete sich ihr Angriff, sondern gar gegen Imperator selbst. Stoff für eine spannende Geschichte, die Haden Blackman mit gutem Gespür voranbrachte. Die Geschichte wird aus Sicht des Commanders Laurita Tohm erzählt, der ein gewisses Handicap mit sich herumträgt. Vielleicht wurde er deshalb von Direktor Gentris nicht weiter in die Verschwörung eingeweiht, die das Imperium für einen kurzen Moment erzittern lassen sollte. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte.

Alles weitere ist Tom Clancy im Star Wars Universum. Verrat, Intrigen, Schlachten und vor allem Darth Vader an vorderster Front mit Jedikraft und Laserschwert. Denn mal ehrlich, einen großen Reiz des Ganzen macht es aus, den dunklen Lord in voller Aktion zu sehen. Die Aktion ist es auch, die dann im letzten Teil der Geschichte stark in den Hintergrund tritt. Schon von Anfang an wählte Haden Blackmann eine Erzählstimme, um die Handlung voran zu bringen. Sie stellt gewissermaßen den Abschlussbericht des Commanders Tohm dar, was in sich ja bereits ein Problem ist, da man schon von Anfang an weiß, dass der Charakter das Ende der Ereignisse bereits kennt und überstanden hat. Gleiches gilt natürlich für Vader und den Imperator, aber die Crux gilt ja nun mal für alle Geschichten bis Episode VI - Die Rückkehr der Jedi Ritter.

Insgesamt ein zu verschmerzender Punkt, wenn er der Handlung nicht einiges an Fahrt nehmen würde. Durch den Erzähler gewinnt man von Anfang an einen starken Abstand zum Geschehen, was in den ersten Kapitel in Heft 100 und folgende noch durch direkte Action ausgeglichen wurde, spätestens im abschließenden fünften Kapitel negativ zum Tragen kommt. Spätestens hier wirkt alles wie eine bloße Rückschau von längst vergangenen Zeiten, ein abschließender Bericht, der dem Leser vorgetragen wird. Das würgt natürlich jedwede gegenwärtige Spannung gleich ab. Auch wenn es dann eventuell zu ausufernd gewesen wäre, aber hier wäre dann ein sechster Teil durchaus angebracht gewesen. Die gute Auflösung wäre einem schließlich so oder so erhalten geblieben. Sie untermauert noch einmal die wesentlichsten Charakterzüge vor allem einer bestimmten Figur, die schon zuvor für Zimperlichkeiten nicht bekannt war. Aber das soll jeder selbst herausfinden.

Umgesetzt wurde die Geschichte Darth Vader und das Geistergefängnis von Augustin Alessio. Sein realistischer Stil tut dem Geschehen sehr gut, verleiht es ihm doch die Ernsthaftigkeit, die dieser Thriller letztlich braucht, um überzeugend zu sein. Zumeist haben derartige Zeichnungen das Problem recht starr zu wirken, doch Alessio gelingen die actionreichen Szenen sehr gut, auch wenn er etwas bequem bei den Gesichtern wird. Da herrscht dann eine gewisse Eintönigkeit vor, die ein wenig an copy + paste gemahnt.

Seine Arbeit ist jedoch um Meilen besser, als jene des altgedienten John McCrea in der - und hier ein Zitat – Top-Zusatzstory „Trooper“.Top im Vergleich zu was, möchte man angesichts des Thrillers zuvor anmerken. Allzuviele Merkmale um sie derart zu loben, hat sie im Grunde nicht, auch wenn sie quasi in die heilige Episode IV - Eine neue Hoffnung mündet, mit der der ganze Mumbojambo letztlich begann. Eigentlich seltsam, dass sie nicht voll überzeugen kann, denn nicht nur ist mit John McCrea keine unbekannte Größe der Branche am Werk, sondern mit Garth Ennis einer der fähigsten Autoren auf dem Markt (beide haben unter anderem bereits an Hitman zusammengearbeitet). Aber auch hier wird die Geschichte hauptsächlich über die Caption-Boxen vorangebracht.

Dazu hat sie keine wirkliche Handlung, sondern zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben eines Stormtrooper, der mit einigen Flashbacks auf seine Ausbildung zurückschaut. Das Ende ist nett gedacht, aber mehr auch nicht. Vielleicht hätte man mit besseren Zeichnungen mehr heruasholen können, doch McCrea gelingt nicht einmal ein furchteinflössender Darth Vader. Das kann der Rest einfach nicht aufholen. Zum Schluss bleibt eine mittelmäßige Episode, deren Macher hier bloß nach Auftrag gearbeitet haben, ohne allzu viel Anstrengung (Herzblut erwartet man wirklich nicht) und Mühe.


Fazit:
Das Finale der tollen Geschichte um Darth Vader und das Geistergefängnis leidet unter der passiven Herangehensweise und nimmt der ganzen Handlung viel ihres Schwunges. Ansonsten bleibt sie ein spannender Thriller, wie man ihn nicht oft bei Star Wars erlebt. Daran kann die Bonusgeschichte Trooper ganz und gar nicht anschließen und enttäuscht trotz großer Namen mit ihrer Mittelmäßigkeit.


Star Wars 102 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Star Wars 102

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 3,95

ISBN 10:
4-194851-303956

60 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Verrat und Intrigen im Imperium
  • Thriller à la Tom Clancy
Negativ aufgefallen
  • passive Erzählweise
  • Bonusgeschichte mittelmäßig
  • Mc Crea nicht Star Wars-geeignet
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Rezension vom: 23.04.2013
Kategorie: Star Wars
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