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Comic-Besprechung - Klassiker der DDR-Bildgeschichte Band 24: MÜNCHHAUSEN

Geschichten:
"Münchhausen"
Autor und Zeichner:
Heinz Jankofsky  

Wer kennt die Geschichten vom Ritt auf der Kanonenkugel, vom Klettern auf den Mond und vom halbierten Pferd nicht? Als Kind kam man zweifelsfrei in Kontakt mit dem Baron von Münchhausen. Sei es im Film oder im Buch, die Lügengeschichten waren und sind ziemlich populär.

Bereits Ende der 70iger Jahre veröffentlichte die Zeitschrift Neue Berliner Illustrierte auf ihrer Kinderseite Comics über die Geschichten des Baron von Münchhausen. In 39 Ausgaben stellt der Autor Heinz Jankofsky die verschiedenen Abenteuer in halbseitigen Zeichnungen dar. Dabei beginnt er mit in sich abgeschlossenen Geschichten über die Erlebnisse in Russland und wechselt später zu kurzen Fortsetzungsstorys. Darunter befindet sich beispielsweise die längere Erzählung über die Wette Münchhausens mit einem Großsultan oder sein Besuch auf der Mondsichel. Die Storys werden aus Sicht des Barons beschrieben und enthalten vollkommen unglaubliche Erlebnisse, die dem Erzähler dem Beinamen Lügenbaron eingebracht haben.

Der Künstler reduziert die Erzählungen aufgrund des begrenzten Formates auf einige wenige Panels, wobei jedoch nicht der Eindruck entsteht, dass hier wichtige Sachen und Informationen verloren gehen. Durch eine dynamische Seitenaufteilung, welche mit Hilfe einer dem Inhalt angepassten Panelanordnung entsteht, schafft es Jankofsky die jeweilige Erzähltiefe des Abenteuers herzustellen. So werden auch kleinste Details, wie das Abfeuern einer Pistole, in Nahaufnahme gezeigt, sofern es für die Handlung wesentlich ist.

Die Zeichnungen lassen darüber hinaus erkennen, dass diese Arbeiten damals für eine Kinderrubrik entstanden sind, denn die einzelnen Figuren sind ziemlich überspitzt gezeichnet. Überproportional große Köpfe, voluminöse Bäuche, Knollennasen, all dies wirkt schon für sich humorvoll. Zusammen mit dem Typus des Ich-Erzählers, wo der Baron die Kinder direkt anspricht, ergibt sich der Versuch, die jungen Leser durch eine angepasste Optik und durch einen Einbezug in die Handlung für den Comic zu gewinnen.
Diese auf die Darstellung der Handlung reduzierte Optik geht dann leider zu Lasten der Hintergrundgestaltung, die größtenteils nicht vorhanden ist. An erster Stelle steht folglich der Unterhaltungswert.

Die Ausgabe ist lediglich auf 200 Exemplare limitiert und erscheint im vollfarbigen A4-Format. Um die Comicstrips richtig einordnen zu können, gibt es vom Holzhof-Verlag neben einem Editorial noch ausführliche Informationen zum Autor, zur Literaturvorlage und zur damaligen Veröffentlichungsweise. Eine runde Sache.

Die Geschichten des Barons von Münchhausen sind durchgängig unglaublich und trotzen oftmals allen Naturgesetzen. Dadurch ergibt sich eine kurzweilige und durchgängig lesenswerte Ausgabe, die gerade aufgrund der zeitlosen Erzählungen auch knapp 40 Jahre nach ihrer ersten Veröffentlichung noch für Staunen und Kopfschütteln beim Leser sorgt. 

Klassiker der DDR-Bildgeschichte Band 24: MÜNCHHAUSEN - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Klassiker der DDR-Bildgeschichte Band 24: MÜNCHHAUSEN

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Holzhof Verlag

Preis:
€ 6,00

ISBN 13:
978-3-939509-24-0

24 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Literaturklassiker im Comicformat
  • unglaubliche Erzählungen regen zum Staunen an
Negativ aufgefallen
  • einfach gehaltene Grafik ohne Hintergrundgestaltung
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Rezension vom: 22.07.2013
Kategorie: Klassiker der DDR-Bildgeschichte
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