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Comic-Besprechung - Mäcke Häring: Die Jagd nach dem Kristallschädel

Geschichten:
Mäcke Häring: Die Jagd nach dem Kristallschädel
Autor und Zeichner: Michael Schröter


2 Jahre musste der Leser auf das neue Abenteuer des Berliner Privatdetektivs Mäcke Häring warten. Michael Schröter lässt Mäcke erst einmal als Chauffeur der Stummfilmdiva Heda Juntau zur Ruhe kommen. Schön mit Kippe und Schuhen macht er es sich auf seinem Bett bequem. Da kann ihn keiner was! Als dann aber plötzlich die Juntau um Hilfe kreischt, nimmt der ganze Schlamassel seinen Lauf.
Hat Schröter den Herrn Privatdetektiv bereits im ersten Band quer durch das Berliner Miljöh mitsamt seiner kriminellen Unterwelt geschleift, so führt ihn sein neuer Auftrag wieder quasi zu den Ursprüngen zurück. Alte Kontakte werden reaktiviert und gepflegt, das ein oder andere Etablissements aufgesucht und Stück für Stück der Diebstahl des Maja-Kristallschädels aufgeklärt. Natürlich kommt auch wieder die Jazzmusik nicht zu kurz. Mäcke tanzt auf wilden Hausbootpartys, im Garten an der Küste und auf dem UFA-Filmball. Schröter zeigt hierbei wieder, was alles Ende der 20iger Jahre in Berlin so los war. Wirtschaftskrise, Depression, politischer Zusammenbruch? Alles kein Thema, lediglich das Soldatentrauma vom ersten Weltkrieg wird in einer Szene thematisiert. Davon mal abgesehen bekommt der Leser wieder einen tiefen Einblick in das Berliner Leben während einer Zeit des Umbruchs. Die Nazis bekommen mehr und mehr Einfluss, was sich auch gerade in diesem Fall widerspiegelt. Denn der verlorene Maya-Schädel führt Mäcke auch in die okkulten Kreise der Republik, die gerade in den 20iger Jahren so richtig boomten. Natürlich kommt er dann auch nicht an den SS-Führer Schimmler vorbei, was zu einem brisanten Showdown führt. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg voller intensiver Ermittlungen in alle Richtungen, vielen Bekanntschaften und dem ein oder anderen Zwischenstopp.
Das Album ist folglich mit jeder Menge Action und Abenteuer gefüllt. Hier findet der Leser keine detailreiche langwierige Spurensuche, sondern er beobachtet einen Privatdetetektiv der nah an den Menschen ist und sich über Kontakte Stück für Stück zum Ziel vorarbeitet. Dass dabei auch mal nebenbei andere Probleme aufgedeckt und geklärt werden, ist selbstverständlich. Dies lockert die Handlung auf und gibt ihr immer wieder neue Richtungen, so dass stellenweise sogar die eigentliche Suche nach dem Kristallschädel in den Hintergrund gestellt wird.
Dies enttäuscht aber in keinster Weise, denn es macht einfach Spaß Mäcke bei der Arbeit zu verfolgen. Die typische Berliner Schnauze immer im Anschlag wird jedem Problemchen nachgegangen. Unterhaltung wird hier wahrlich geboten.

Erschien der erste Band noch als quadratischer schwarz/weiß Druck, so nimmt das neue Werk größere Ausmaße an. Im Albumformat und mit beeindruckendem Farbdruck erscheint das Abenteuer, was sowohl inhaltlich als auch optisch einen immensen Lesegenuss bietet. Mit feinem Strich bewegt sich Schröter oftmals nahe am Scribble, stellenweise sind sogar noch Linien der Entwürfe sichtbar, doch verpasst diese der Veröffentlichung einen eigenwilligen Charme, der von Beginn an überzeugt. Der Comic ist kein glattgehobeltes Werk mit Photoshopcolorierung und digitaler Bearbeitung. Schröder setzt auf handwerkliches Geschick und glänzt dabei durch vielfältige Details, sei es bei der Gestaltung des Umfelds, der stark gemusterten Bekleidung oder bei den Proportionen der Figuren. Dies verpasst dem Comic einen stimmigen Gesamteindruck, was den Leser nach Konsum des inhaltsstarken Bandes schnell nach mehr schreien lässt.
Wieder zwei Jahre warten? Hoffentlich nicht!

Somit kann auch der zweite Fall von Mäcke Häring jedem Leser ans Herz gelegt werden. Es herrscht wieder jede Menge Trubel in Berlin. Sei es der aufkeimende Konflikt mit den Nazis, die mächtigen Verbrechersyndikate oder die überall stattfindenden Jazz-Partys. Und mittendrin immer der Privatdetektiv. Dies sorgt für viel Abwechslung, sehenswerten Szenen und sehr viel Action. Die Story verfügt über eine enorm breite Ausdehnung und viel Substanz, was den Leser tief ins Berliner Miljöh hineinzieht, bis er sagt: Genau so muss es gewesen sein! Unbedingt reinschauen!

Mäcke Häring: Die Jagd nach dem Kristallschädel - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Mäcke Häring: Die Jagd nach dem Kristallschädel

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Eigenverlag

Preis:
€ 18,50

84 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Albumformat und Handkolorierung
  • spannend bis zur letzten Seite
  • verzweigter Fall mit vielen Personen und sehr viel Abwechslung
  • durchweg stimmig und unterhaltsam
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 29.09.2013
Kategorie: Mäcke Häring
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