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Comic-Besprechung - Sillage 16: Das Böse im Blut

Geschichten:
Sillage 16: Das Böse im Blut
Autor: Jean David Morvan, Zeichner / Colorist: Philippe Buchet


Story:
Nävis ist immer noch geschockt aufgrund der Nachricht, dass sie einen Sohn habe, von dem sie nichts wusste. Als sie sich auf die Suche nach dem Konsul Atsukau machen will, um ihn zur Rede zu stellen, sabotieren drei mächtige Gegner den Konvoi und drohen ihn in ein schwarzes Loch zu schicken. Einzig Nävis kann sie aufhalten. Oder hat sie etwa einen neuen Verbündeten?


Meinung:
Wo ist nur die gute, teils satirische, Sozialkritik abgeblieben? Die machte schließlich zum großen Teil das Alleinstellungsmerkmal dieser hervorragenden Serie aus. Sillage erzählte nicht nur Science-Fiction-Abenteuer die von der Entdeckung neuer Planeten und den Auseinandersetzungen mit dessen Einwohnern handelte. Allein schon die ganze Konzeption der Serie lud zu Gesellschaftskommentaren ein und zu der Möglichkeit politische Themen der Gegenwart einzuarbeiten ohne das es pädagogisch geworden wäre. Die Heldin Nävis als Agentin der sogenannten Konstituante war dafür zuständig, neu entdeckte Völker auf ihren Entwicklungsstand hin zu prüfen und ob sie den Kontakt mit dem Konvoi psychisch überstehen würden. Da konnten mehrere Perspektiven eingearbeitet werden und immer mehr erkannte Nävis, das alles politisch ist und all ihre guten Absichten doch oft zu mehr Leid führten. Schließlich wandte sie sich von ihren Arbeitgebern ab und wurde freiberuflich.

Und hier begann das Problem der Serie. Da Nävis nicht mehr für eine Art Regierung arbeitet, sind ihre Aufgaben weniger komplex und damit ließen auch die letzten Ausgaben deutlich nach. Es wurde persönlicher und deutlich actionlastiger. Die Sozialkritik, die politischen Aspekte, sind hier nur selten zu finden und sie blitzen nur kurz auf, wenn bei einem Polospiel der Zukunft mal kurz ein kritischer Kommentar bezüglich der Reittiere abgelassen wird. Ansonsten ist hier alles pure reine und dynamisch gute Action was an sich nicht schlecht ist und auch zu unterhalten weiß, aber alles recht beliebig macht. Drei mächtige und schwer zu besiegende Gegner treten an und während ein Held, der zumindest gerade als solcher aufgebaut wird, einen scheinbar hoffnungslosen Kampf antritt, ist die Heldin in Parallelmontagen zu sehen wie sie versucht, den Konvoi und alle Bewohner zu retten. Hier das kleine, da das große und ganze Bild, was immerhin die gewachsene Perspektive von Nävis entspricht und ihre Reife verdeutlicht.  Nävis an sich steht hier im Zentrum und es gibt für sie einige Änderungen die sie schmerzlich durchmachen muss. Gegen Ende ist ein neuer Status Quo hergestellt, dessen Entwicklungen und Folgen den Leser neugierig auf den Fortgang der Serie machen.

Aber wohin geht die Reise? Von den anfänglichen Dystopien ist kaum noch was übrig und alles ist mittlerweile Action. Geht das richtig Soap, Entschuldigung, Space Opera? Die Story ist ein hübsches Nichts und vieles bleibt offen, was für den Neueinsteiger die Lektüre schwer macht. So langsam muss man es wohl zugeben: die erfolgreiche und durchaus prägende Serie wird doch langsam enttäuschend. Ist aber immer noch besser als der Durchschnitt, kann aber das hohe Niveau der Frühzeit leider nicht mehr halten.

Fazit:
Spannend und unterhaltsam zu lesen, wird das hohe Niveau früher Ausgaben jedoch nicht mehr erreicht da hier deutlich mehr Action und Soap Opera Elemente eingearbeitet werden. Das spricht zwar für die Entwicklung der Heldin, lässt aber das Alleinstellungsmerkmal deutlich aufweichen.

Sillage 16: Das Böse im Blut - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sillage 16: Das Böse im Blut

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

ISBN 10:
3551765766

ISBN 13:
978-3551765765

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • spannende und dynamische Action
  • Entwicklung der Charaktere
  • neuer Status Quo
Negativ aufgefallen
  • Beliebigkeit
  • soziale und politische Dimensionen kaum noch zu finden
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Rezension vom: 04.02.2015
Kategorie: Sillage
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