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Comic-Besprechung - SCM - Meine 23 Sklaven

Geschichten:
SCM – Meine 23 Sklaven 1
Autor: Shinichi Okada, Zeichner: Hiroto Oishi



Story:
SCM steht für Slave Control Method und ist ein Gerät welches Menschen anlegen können, um entweder Sklave oder Herr zu werden. Wobei nicht von Anfang an die Rollenverteilung klar ist, denn erst ein Wettstreit entscheidet darüber. Und dann gibt es noch geheime Regeln. Der junge Mann Yuga Oota fühlt sich davon angesprochen und sucht Unterstützung bei Eia die ihm Rückendeckung geben soll. Denn nicht alle spielen ein ehrliches Spiel.


Meinung:
Das Thema der neuen Mangaserie SCM – Meine 23 Sklaven ist schon ein sehr vielversprechendes, welches viele verschiedene dramaturgische Ansätze ermöglicht. Es geht um ein Gerät welches einen anderen Menschen versklavt. Wenn es nur das wäre, hätte es vom Resultat her etwas plump ausfallen können. Doch hier geht es zunächst um einen Wettstreit, denn wer nun Herr und wer Sklave ist, steht nicht von vornherein fest. Man muss eine Wette eingehen und der Verlierer wird Sklave, der zwar gehorchen muss, aber es gibt auch ein paar Regeln. Und gemeinerweise sind manche geheim.

Es hätte von der Prämisse her ein plumper Porno werden können: ein Mann (meistens) gibt seiner Sklavin erotische Befehle oder umgekehrt und man kann dann eher der Fantasie frönen. Es kommt durchaus vor, wobei es graphisch zaghafter dargestellt ist als etwa in halbwegs vergleichbaren Serien wie der Manga Nightmare Maker oder etwa Milo Manaras Außer Kontrolle. Doch SCM ist kein Porno, wenngleich auch Erotik vorkommt, sondern vorrangig ein Thriller, der mit vielen Hintertüren aufwartet und man dementsprechend nie sicher sein kann, wie sich wer verhalten wird. Alle Handlung geriert sich nämlich aus dem Verhalten der Charaktere und weniger aus von außen kommenden Ereignissen. Sprich: die Spannung ist eher psychologischer Natur denn aus Action bestehend.

In Betrachtung der Psychologie ist der Manga weit komplexer als man hätte erwarten können und es ist schon spannend an sich zu sehen, warum sich überhaupt Personen auf ein solches Spiel mit der Versklavung einlassen. Es geht immer wieder um eine Hierarchie, die durchaus mal wechseln kann.
Unheimlich. Wie manche hereingelegt werden, auch wenn es die hier geschilderten Charaktere stellenweise durchaus verdienen, entbehrt nicht einer Dramatik und fast alle spielen ein falsches Spiel und es geht hauptsächlich darum andere zu demütigen und sich somit selber zu erhöhen. Manchmal wird es auch simpel als Rachemittel eingesetzt.

Was auch dazu führt, das so gut wie keiner der Charaktere wirklich sympathisch ist. Man hat mit manchem Mitleid, aber es werden so schnell so viele Figuren eingeführt, dass man manchmal den Zusammenhang und das Beziehungsgeflecht noch nicht durchschauen kann. Im Übrigen ist es mal angenehm eine Serie zu lesen, die nicht im Schulmilieu spielt. Die meisten der Protagonisten sind schon etwas älter.

Zeichnerisch ist der Band eher durchwachsen. Typische Stilmittel werden angewandt und manchmal sind die Seiten leider etwas überladen. Aber das nervigste ist die fratzenhafte Entstellung der Gesichter gerade bei überwältigenden Emotionen. Im Film würde man das dann als overacting bezeichnen. Dabei hätte der Band das gar nicht nötig. Man kann gespannt sein, in welche Richtung das geht und langsam ahnt man jetzt schon, dass mehr hinter der SCM stecken könnte.


Fazit:
Eine vielversprechende Prämisse als ein packender psychologischer Thriller in Szene gesetzt, in dem viele ihr eigenes Spiel spielen und man nie genau weiß, was man eigentlich erwarten kann.

SCM - Meine 23 Sklaven - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

SCM - Meine 23 Sklaven

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Planet Manga

Preis:
€ 7,99

ISBN 10:
3957983487

ISBN 13:
978-3957983480

188 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Storyidee
  • Spannung resultiert aus der Psychologie
  • unvorhersehbar
Negativ aufgefallen
  • grimassierende Gesichter
  • überladene Zeichnungen
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Rezension vom: 24.05.2015
Kategorie: One Shots
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