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Comic-Besprechung - Punisher 3: Licht aus

Geschichten:
Punisher 3: Licht aus (The Punisher 13 - 20)
Autor: Nathan Edmondson, Zeichner / Inker: Moritat, Mitch Gerards, Brent Schoonover, Felix Ruiz, Colorist: Veronica Gandini, Mitch Gerards, Andy W. Clift

Story:
Frank Castle hat es nicht leicht. Eine Spezialeinheit der Armee, das Howling Commando, hat die letzten Mitglieder seiner Familie als Geiseln genommen, während Los Angeles im Chaos unterzugehen droht. Der Punisher steht zwischen allen Fronten. Vor allem als er herauszufinden versucht warum und wer ihm eine Militäreinheit auf den Hals gehetzt hat. Das bringt ihn nicht nur in einen Konflikt mit einem Avenger, sondern mit sehr mächtigen Männern.


Meinung:
Mit dem dritten Band kommt auch schon das Ende der aktuellen Serie um den Punisher. Was etwas verwundert, da sie so eigentlich noch gar nicht richtig die Zeit hatte zu zeigen, was man mit dem Anti-Helden im regulären Marvel-Universum anfangen kann. Jedenfalls waren die Geschichten unter dem Label Marvel Max sehr viel besser. Der Punisher machte einen gezähmten Eindruck und er war etwas friedvoller als in den Marvel Max- Bänden. Sofern man das überhaupt von diesem Charakter sagen kann. Jedenfalls ist jetzt erst mal Schluss. Und vielleicht ist es ja das definitive Ende für Frank Castle? Wer weiß. Alles deutet daraufhin. Aber schließlich geht gerade im Marvel-Universum die ganze Welt unter. Warum sollte man dann einen brutalen und kontroversen Anti-Helden bestehen lassen? Aber man kennt das ja als Superheldenleser.  Nach einem großen Weltuntergang folgt die Wiederauferstehung und so ist die Chance groß das auch Castle wieder im bald entstehenden neuen Marvel-Universum mitmischt.

Es ist geradezu ironisch, das dieser Finalband dann ausgerechnet der beste der neuen Punisher-Serie ist. Schließlich ist es hier doch recht spannend geworden, denn Castle steht auf verlorenem Posten. Nicht nur hat er es mit Gangstern und Soldaten zu tun. Sogar ein Kampf gegen den neuen Captain America steht an und er muss gegen eine komplette Regierung antreten. Castle weiß, dass er das nicht schaffen kann. Aber aufgeben ist keine Option für ihn, was es sehr spannend macht. Man fragt sich ständig wie er den Fallen entkommen will, da der Punisher ja nicht gerade für seine Raffinesse bekannt ist. Das überlässt er dann lieber auch anderen was durchaus logisch ist, aber dieser Aspekt hat auch seine Nachteile. Denn so gibt es keine Auflösung der eigentlichen Hintergründe und das überlasst man einem anderen Helden weswegen man sich als Leser ein bisschen betrogen vorkommt. Auf diesen Seiten erfährt man jedenfalls nicht wie es weitergeht und ob die Ereignisse Konsequenzen haben.

Zudem gibt es für die Serie zwei alternative Enden was äußerst merkwürdig ist. Das eine Ende ist schockierend und überraschend und man muss durchaus schlucken, da eine erwartete Richtung nicht weiter eingeschlagen wird sondern sie in das Gegenteil verkehrt wird. Achtung Spoiler! Frank Castle liegt schwer verletzt auf dem Bürgersteig und alles deutet daraufhin das er im Sterben liegt. Doch dann gibt es auf einmal ohne irgendeinen inneren Zusammenhang noch zwei Kapitel die völlig losgelöst sind von den vorherigen Ereignissen und auch an deren Ende liegt der Punisher sterbend am Boden. Was sollte das denn? Konnte man sich nicht entscheiden?

Ansonsten geht es hier durchaus politisch zu und dementsprechend dürften manche zu hitzigen Diskussionen angeregt werden. Nicht nur weil wieder einmal thematisiert wird ob man die Art von Vigilantentum wie sie der Punisher ausübt gut heißt, sondern vor allem da er in den letzten zwei Kapitel gegen Terroristen im Irak antritt. Vor allem diese letzten beiden Kapitel sind allerdings zeichnerisch hervorragend umgesetzt und können teilweise sogar Gänsehaut verursachen, wobei auch hier eine durchaus kontrovers zu sehende politische Haltung eingenommen wird. Schon in den letzten zwei Bänden machte sich ein etwas reaktionärer Geist breit, der hier auch zu finden ist. Wenn man das aber zur Seite schieben kann, bekommt man einen sehr spannenden und gut umgesetzten Actionthriller.


Fazit:
Der Finalband der neuen Punisher-Serie ist ausgerechnet der Beste. Geboten wird ein spannender Actionthriller, der aber zwei alternative Enden hat was sehr verwirrend ist. Zum anderen sind durchaus reaktionäre Tendenzen festzustellen, aber dafür ist die zeichnerische Umsetzung hervorragend.

Punisher 3: Licht aus - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Punisher 3: Licht aus

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3957984300

ISBN 13:
978-3957984302

132 Seiten

Positiv aufgefallen
  • spannende Action
  • zeichnerische Umsetzung
  • überraschende Wendungen
Negativ aufgefallen
  • zwei Enden
  • reaktionäre Tendenzen
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Rezension vom: 13.02.2016
Kategorie: Punisher
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