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Comic-Besprechung - Warship Jolly Roger: Band 1. Ohne Wiederkehr

Geschichten:

Warship Jolly Roger: Band 1. Ohne Wiederkehr (WARSHIP JOLLY ROGER: SANS RETOUR)
Autor: Sylvain Runberg, Illustrationen: Mike Montllo, Übersetzung: Tanja Krämling



Story:

In der Zukunft kommt es zu einem Gefängnisausbruch. Mit darunter ist Jon Tiberiums Munro, der wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurde. Und jetzt will er seine Rache nehmen!



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

In der Literatur sind Gefängnisse immer die perfekten Plätze, um unliebsame Personen unterzubringen. Vor allem, wenn sie den Regierenden gefährlich werden könnten. So ist auch die Ausgangslage in "Warship Jolly Roger", deren erster Band "Ohne Wiederkehr" seit September letzten Jahres erhältlich ist. Band 2 dieser von Sylvain Runberg und Miki Montllo gestalteten Reihe ist für Mai angekündigt worden.

Die beiden haben schon ein Mal zusammengearbeitet. Ihr Werk war "Orbital - Aufzeichnungen".

Über Miki Montllo lässt sich nicht viel herausfinden. Er wurde 1984 geboren und lebt aktuell in Irland. Er hat bereits im Bereich der Animation und Computerspiele gearbeitet. So hat er unter anderem Runaway 3 designt.

Sylvain Runberg wurde 1971 in Tournai geboren. Er studierte an der Universität Aix in Provence, wo er einen Magister in Geschichte machte. Er arbeitete mehre Jahre lang als Buchhändler, ehe es ihm gelang, sich als Autor zu etablieren. Er arbeitet an mehreren Projekten und ist in mehreren Genres unterwegs. So ist er unter anderem der Autor der "Orbital"-Reihe, hat aber ebenso die "Millenium"-Trilogie ins Comicformat übertragen.

Bei einem Gefängnisausbruch entfliehen unter anderem vier Gefangene, die nichts gemeinsam haben. Dreizehn ist so alt, wie sein Name sagt, und kann gut mit Androiden umgehen. Nikolai Kowalski ist ein Schmuggler, während Alisa Rinaldi eine Rebellin ist, die für die Unabhängigkeit eines Sonnensystems gekämpft hat. Und dann ist da auch noch Jon Tiberius Munro, der ein Kriegsverbrecher ist. Oder etwa nicht?

Es ist eine düstere und brutale Zukunft, die das Kreativteam in "Warship Jolly Roger" entwirft. Quasi jeder Charakter hat irgendwie Dreck am Stecken. Und wiederholt wird deutlich, dass man niemanden trauen kann.

Ironischerweise ist ausgerechnet Munro der anständigste Protagonist von allen. Auch wenn er ein Kriegsverbrecher ist. Doch wie sich herausstellt, ist er nur das Opferlamm eines Präsidenten geworden, dem es nur darum geht, sich an der Macht zu halten. Er war ein Befehlsempfänger, was seine Taten allerdings nicht im Geringsten gerechtfertigt. Im Gegenteil: Er sitzt zu Recht im Gefängnis. Doch was ebenso klar wird: Er hat einen Instinkt für das, was recht ist und was nicht.

Was man bei seinen Begleitern nicht unbedingt sagen kann. Es ist eine bunte, merkwürdige Crew, die in diesem Comic auftaucht. Und jeder von ihnen wird ausgiebig charakterisiert. Da ist der schleimige Nikolai Kowalski, der bereit ist, jederzeit Gewalt anzuwenden, wenn es nötig ist. Der mysteriöse Dreizehn, der einem einen Schauer über den Rücken jagt. Und die rebellische Alisa Rinaldi. Jede dieser Figuren erhält genügend Platz, um sich zu entfalten, zu entwickeln. Wobei vor allem ihre Beziehung zu Munro der Fixpunkt ihrer Entwicklung ist.

Ebenso wird auch der Präsident charakterisiert. Hier handelt es sich um jemanden, dem jedes Mittel Recht ist, um Wahlen zu gewinnen. Menschenleben sind ihm egal, so lange er nur weiterhin an der Macht bleiben kann.

"Warship Jolly Roger" präsentiert sich dabei als actiongeladenes Album, in dem ebenfalls ruhige Momente vorkommen. Wiederholt werden Hindernisse eingebaut, die die Charaktere dazu bringen, eine neue Facette ihrer Persönlichkeit aufzuzeigen. Und der erste Band baut gleich einige Subplots auf, die in Zukunft sicher noch wichtig werden.

Die Illustrationen von Miki Montllo sorgen mit für die düstere Atmosphäre. Sein Stil ist zwar cartoonig. Doch er mildert den Gewaltfaktor der Handlung nicht ab. Dabei spielt vor allem die Kolorierung eine wichtige Rolle. Dominant Rot in der Gegenwart und bräunlich in der Vergangenheit. Allerdings übertüncht diese Farbgebung in einigen Szenen die Illustrationen, weshalb es schwer ist, den Zeichnungen zu folgen.

Trotzdem sollte man "Zugreifen".



Fazit:

Slyvain Runberg und Miko Montllo präsentieren "Warship Jolly Rogers 1: Ohne Wiederkehr". Es ist ein starker, actiongeladener Auftakt mit sehr guten Charakterisierungen. Wobei ausgerechnet die Figur des Kriegsverbrechers Jon Tiberius Munro der aufrichtigste einer ganzen Gruppe von Verbrechern. Es wird klar gemacht, dass die Story in einem Universum stattfindet, in dem Vertrauen ein kostbares und seltenes Gut ist. Die cartoonigen Illustrationen leider nur manchmal unter einer zu starken Farbgebung, die die Zeichnungen übertüncht.



Warship Jolly Roger: Band 1. Ohne Wiederkehr - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Warship Jolly Roger: Band 1. Ohne Wiederkehr

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 14,80

ISBN 13:
978-3-95839-113-0

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Düsteres Universum
  • Vertrauen ist ein kostbares Gut
  • Jeder hat Dreck am Stecken
Negativ aufgefallen
  • Kolorierung übertüncht manchmal Zeichnungen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 04.05.2016
Kategorie: Warship Jolly Roger
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