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Comic-Besprechung - X-Men: Ein neuer Anfang

Geschichten:
X-Men: Ein neuer Anfang (X-Men [1991] 1-7)
Autor: Chris Claremont, Jim Lee, John Byrne, Scott Lobdell, Zeichner: Jim Lee, Inker: Scott Williams, Josef Rubinstein, Arthur Edward, Thibert, Bob Wiacek, Colorist: Joe Rosas


Story:
Magneto ist des Kämpfens müde geworden und hat sich auf einen Asteroiden zurückgezogen. Als eine Gruppe von Mutanten vor dem Militär flieht, landet es auf Magnetos neuer Heimat und zieht ihn wieder in den Konflikt zwischen Menschen und Mutanten.Und damit auch in den Kampf gegen die X-Men. Die nicht zur Ruhe kommen, da eine Gruppe von mächtigen Schurken ein Artefakt sucht, welches Wolverine damals als Agent versteckt hatte. Dumm nur, dass er sich nicht erinnern kann.


Meinung:
Es mag vom Titel her paradox klingen, aber Ein neuer Anfang gilt als Klassiker. Nicht nur innerhalb der X-Men-Reihe die im Laufe ihrer Geschichte schon einige Meilensteine vorweisen konnte. Aber bei der Neuveröffentlichung der kompletten Storyline wird sehr deutlich, dass hier ein Klassiker vorliegt der doch veraltet wirkt. Es ist wohl eher die damalige Wirkung und die Bedeutung die er damals in den 1990ern hatte. Schließlich beeinflusste er nicht unwesentlich die kurz danach produzierte Zeichentrickserie. Vielleicht können diese Wirkungen welche die Veröffentlichung hatte dem Band gerade eben noch einen Kultstatus verleihen, aber einen Klassiker macht eben die Zeitlosigkeit aus. Ein Klassiker ist etwas, was man immer wieder gerne liest und der von seiner Aussage nichts an Frische verloren hat und der immer noch neue und alte Leserscharen begeistern kann.

Was diesem Band beileibe nicht gelingt. Dafür ist er ist schließlich zu sehr in dem typischen Stil der 1990er gehalten was heutzutage oft mehr als peinlich wirkt. Die Figuren sind in ihren Körperhaltungen sehr posenhaft ausgefallen und weisen da wenig Dynamik auf, da die jeweilige Haltung nicht durch eine Bewegung ausgelöst worden ist. Zudem sind sie anatomisch deutlich übertrieben, was damals gerne gesehen worden ist. Die Frauen besitzen einen Atombusen, eine Wespentaille und ein kräftiges, aber nicht zu üppiges Oberteil und alle Männer sind so muskulös, dass man sich wundert, wo sie ihre T-Shirts kaufen konnten. Heutzutage findet man auch bei den Superhelden eine deutlich realistischere Herangehensweise welche die Storys und die Charaktere zusätzlich erdet. In dieser Art von Gestaltung wird die pubertäre Wunschphantasie mehr als deutlich und lädt manchmal zum Schämen ein. Obwohl gerade Psylocke hier manche Träume beflügeln dürfte.

Für einen ungetrübten Lesespaß sind zudem die Panels hoffnungslos überladen was manchmal dazu führt, das das wesentliche an den Panelrand gedrängt wird. So kann man schnell übersehen, dass in einem Panel ein Schurke seine Hand verliert. Zudem ist alles sehr geschwätzig ausgefallen, so dass es streckenweise recht nervig zu lesen ist.

Die Story leidet zudem unter den Differenzen zwischen dem Autoren und dem Zeichner. Chris Claremont zog die Konsequenz aus seinem Ärger, dass der neue Zeichner eigenmächtig immer wieder sein Skript änderte, und räumte nach 16 Jahren seinen Stuhl. Der gerade erst bei Marvel eingestellte Zeichner übernahm gleich auch noch die Autorenschaft. Heutzutage ist dieser Mann ein Star. Die Rede ist von niemand geringerem als Jim Lee. Dessen Zeichnungen sind in dem damaligen typischen Stil gehalten und offenbaren bei weiten nicht seine heutige Meisterschaft, sondern nur ein, höflich formuliert, gesteigertes Selbstbewusstsein zu dem damaligen Zeitpunkt. Seine heutigen Werke weisen ihn als Star aus. Die damaligen sind zum Verwechseln ähnlich mit untalentierten Zeichnern wie Rob Liefeld (Stichwort Anatomie und Posen). Aber um fair zu sein: es traf den Nerv der Zeit und bis heute hält das erste Heft dieser Serie einen Rekord bei den Verkaufszahlen (mehr als 8 Millionen verkaufte Exemplare für ein einziges Heft), der bis heute nicht mehr gebrochen worden ist. Was weniger die Qualität beweist, sondern den damaligen Geschmack und eher für Nostalgiker geeignet ist, sofern man das von Comics aus den 1990ern schon sagen kann.


Fazit:
Den Klassikerstatus kann der Band durch die Neuveröffentlichung nicht verteidigen, da die ganzen Schwächen und Peinlichkeiten typischer stilistischer Eigenheiten aus den 1990ern offenbar werden. Zudem leidet die Story und manchmal ist alles einfach nervig zu lesen. Nur für Nostalgiker.


X-Men: Ein neuer Anfang - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

X-Men: Ein neuer Anfang

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3957987695

ISBN 13:
978-3957987693

188 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action und Dramatik
Negativ aufgefallen
  • Geschwätzigkeit
  • peinliche Posen
  • überladene Panels
  • wirre Story
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Rezension vom: 13.06.2016
Kategorie: X-Men
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