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Comic-Besprechung - Lone Wolf 2100

Geschichten:
Schatten auf Sprösslingen / Die Sprache des Chaos / Die rote Akte / Mustersturm

Text: Mike Kennedy

Zeichnungen: Francisco Ruiz Velasco

Farben: Studio F


Story:
Die Welt im Jahr 2100 hat sich verändert. Eine Virusepidemie bedroht die ganze Menschheit. Die Maßnahmen, die zur Abwehr der Katastrophe ergriffen werden, sind drastisch. Städte werden abgeriegelt und dann flächendeckend mit Brandbomben eingedeckt. In dieser Zeit, sind es Roboter oder synthetische Menschen – so genannte Emkon – die eine weitere Bedrohung darstellen. Sie haben es satt von den Menschen wie Sklaven gehalten zu werden. Einst waren die Menschen stolz darauf, dass sie selbstlernende Maschinen, die ihre Programmierungen in Eigenregie überprüfen konnten, erfunden haben. Aber die Produkte ihre Genialität wenden sich gegen sie. Im Zentrum all dieser Verwirrungen steht einerseits das Unternehmen Cygnat Owari, der weltweit führende Konzern im Bereich Biosynthetik und andererseits Itto, ein Emkon. Itto hat den Auftrag Daisy Ogami, ein dreijähriges Mädchen, zu beschützen. Denn sie ist die Tochter des Wissenschaftlerpaares Josef und Mkiko Ogami und trägt das Gegenmittel gegen die Epidemie in sich. Das wollen aber nicht unbedingt alle gleichermaßen im Einsatz sehen.


Meinung:
Es ist eine schöne Sache, dass Cross Cult die komplette Serie in einem Band präsentiert. So bleibt der Lesefluss erhalten und auf unnötige Warterei kann verzichtet werden. Zumal der Einstieg, und das ist vielleicht der einzig wirkliche Kritikpunkt an der der Serie, etwas schleppend läuft. Erst wenn die ersten 50 Seiten gelesen sind, versteht man die Zusammenhänge und einiges wird klarer, was vorher im Dunkeln liegt. Aber dafür wird der hartnäckige Leser im Anschluss mit einer rasanten, komplexen und intelligenten Geschichte belohnt.
Die Anleihen, die Mike Kennedy dabei nimmt sind klar. Er bezieht sich direkt auf den Manga „Lone Wolf and Cub“ von Kazuo Koike – der an der „Neuerzählung“ laut Klappentext mitgearbeitet hat – und Goseki Kojima. Bei Koike ist es der Schwertkämpfer Ogami Itto, der seine Frau verliert, vor mächtigen Gegnern fliehen muss und einzig seinen Sohn retten kann. Namensgleichheit der Protagonisten und ähnliche äußere Umstände führen allerdings nicht dazu, dass es sich bei „Lone Wolf 2100“ um einen billigen Aufguss der Ursprungsserie handelt. Das tut es mitnichten!
Beide Serien leben von gänzlich unterschiedlichen Grundstimmungen. Das Werk von Koike ist dem Jidai-geki Film, etwa „Die sieben Samurai“, sowie den Italo-Western von Sergio Leone und Sergio Corbucci verpflichtet. Corbucci lässt seinen Django einen Sarg hinter sich her ziehen. Bei Koike schiebt Itto einen Kinderwagen. Zwar schiebt auch der Emkon Itto einen Wagen für Daisy. Aber die gespannte Stille der Vorläuferserie, das Einfangen jedes Details, Panelfolgen über mehrere Seiten, in denen nicht gesprochen wird, dass alles ist einer hochkomplexen und fesselnden Handlung gewichen.
Eigentlich hätte die Geschichte „Lone Wolf 2100“ auch unter einem ganz anderen Namen erscheinen können. Nichts von der Faszination dieses Epos wäre verloren gegangen. Dass die Serie von Kennedy bei Dark Horse dennoch unter dem Titel mit Anspielung auf das Meisterwerk von Koike und Kojima erschien, ist sicherlich darin begründet, dass „Lone Wolf and Cub“ auf dem amerikanischen Markt seinerzeit ein riesiger kommerzieller Erfolg war. Und bereits der Titel und sein Bezug auf die Serie aus den 1970er-Jahren sichert Aufmerksamkeit. Das soll das Lesevergnügen aber nicht mindern.
Die Geschichte lebt von ihren dichten Charakteren. Vor allem die Emkons sind es, die sich immer wieder hinterfragen. Sie suchen nach menschlichen Zügen in ihrem Verhalten und wollen gleichzeitig das menschliche Zerstören. Denn einem Leben auf der Erde in Harmonie und Frieden steht nur der menschliche Geist im weg.
Vorangetrieben wird die Geschichte in klaren, schnörkellosen Bildern von Francisco Ruiz Velasco. Der sich auf dem amerikanischen Markt sowohl als Zeichner, Filmemacher und Coverillustrator einen Namen gemacht hat.


Fazit:
Mike Kennedy und Francisco Ruiz Velasco legen einen Band vor, der überaus fesselnd ist. Die Zeichnungen von Velasco lassen en Leser tief eintauchen in die Welt, die Kennedy für die Leser entworfen hat. Wer den band das erste Mal komplett durchgelesen hat, wird im Anschluss noch einmal die ersten 50 Seiten lesen wollen, um sie besser zu verstehen



Lone Wolf 2100 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lone Wolf 2100

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 39,95

ISBN 13:
978-3-95981-035-7

304 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ausgefeilte Charaktere
  • Komplexe Handlung
  • Faszinierende Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Schwer zu durchschauender Beginn
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Rezension vom: 06.12.2016
Kategorie: Rezensionen
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