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Comic-Besprechung - Vasco 27: Die Zitadelle im Sand

Geschichten:
Vasco 27: Die Zitadelle im Sand
Autor: Luc Révillon, Chantal Chaillet, Zeichner: Dominique Rousseau, Colorist: Chantal Chaillet

Story:
Vasco wird von seinem Onkel in den Maghreb geschickt, um dort seinen Bruder zu suchen. Nichts davon ahnend, dass er Vascos zukünftigen Platz in der Bank einnehmen soll, tut er alles, um ihn zu finden. Dabei wird er in die Ereignisse um einen Banditen verstrickt, der droht das politische Gleichgewicht zu stören.


Meinung:
Eine der größten Stärken der Serie Vasco ist seit jeher das historische Setting. Angesiedelt in der Renaissance hat man nicht nur eine spannende historische Epoche genommen, die teilweise noch im Denken des Mittelalters erstarrt ist, sich aber gleichzeitig auf die antiken Thermen besann und ein Faible für Kunst und technische Neuerungen hatte. Dadurch herrschte ein enormes Spannungsfeld und man reiste gerne und viel. Auch wurde die Wirtschaft zunehmend international verzahnt und man übersieht heute gerne das schon im Mittelalter die Weltsicht größer war, da eigentlich jeder permanent auf Reisen war.

Insofern kommt in der Nutzung dieser Epoche dieses auch der Glaubwürdigkeit zu Gute, denn Vasco muss auf seinen Reisen, die meist rein wirtschaftlich begründet sind, da er in der Familienbank arbeitet, einige aufregende Abenteuer erleben muss. Dabei halten sich die Autoren und Zeichner möglichst an der Realität des historischen Settings und würfeln keine Epochen durcheinander nur weil es die Handlung würzen würde. Ebenso siedeln sie auch keine Fantasiegeschöpfe an. Vasco sieht die Städte so, wie sie wohl damals aussahen und auch historisch verbürgte Personen und Ereignisse kommen durchaus in der Serie vor. Da die Zeichnungen nicht nur realistisch, sondern auch sehr detailreich sind, gelingt es immer wieder die Vergangenheit wieder zum Leben zu erwecken und so folgt man als Leser den Abenteuern sehr gerne und fühlt wahrlich eine Flucht aus dem Alltag indem man in die Vergangenheit eintaucht.

Dramaturgisch gesehen hat die Serie aber manchmal, wie etwa im vorliegenden Band 27, immerhin gibt es sie schon so lange, einige Schwächen. Es wird manchmal etwas holprig, als ob die Reiter weniger über den Wüstensand gleiten, sondern über harsche Kiesel. Manche Szenenwechsel etwa sind recht schlecht getimt was den Erzählfluss unterbricht und im Grunde ziemlich unnötig ist, da diese Parallelmontage nicht dazu dient, Spannung herzustellen. So sieht man ein Gespräch des Onkels von Vasco, dann was Vasco erlebt und einige wenige Seiten später, wird auf einmal das Gespräch des Onkels fortgeführt. Warum diese Seite nicht früher eingebaut worden ist, ist schleierhaft. So werden nicht nur die Ereignisse von Vascos Reise unterbrochen, sondern auch die Erläuterungen der thematischen Hintergründe dieser Reise.

Auch die Figuren kommen einem nicht sonderlich näher. Gut, bei dem Helden scheint es nicht mehr als nötig empfunden zu werden, da der Leser, den dieses interessiert, ja schon die anderen 26 Bände zur Hand nehmen kann. Aber viele andere Charaktere werden auch als bekannt vorausgesetzt und die Motivation einiger Nebenfiguren ist etwas dubios. So fragt man sich, warum ein weitgereister und gelehrter Araber ausgerechnet Vasco, als Ungläubigen, so herzlich aufnimmt. Gastfreundschaft hin oder her, aber die sozialhistorischen Umstände sahen damals etwas anders aus. Auch wenn so manches springt und nicht logisch ist, so ist es doch wieder das Setting welches einen gefangen nimmt und in die heiße Wüste des Morgenlandes entführt und somit zu bezaubern weiß.


Fazit:
Auch wenn die Dramaturgie etwas stolpert, so sieht man sich doch in das historische Setting gezogen und kann für eine Zeit dem grauen Alltag entfliehen.

Vasco 27: Die Zitadelle im Sand - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Vasco 27: Die Zitadelle im Sand

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Finix Comics

Preis:
€ 13,80

ISBN 10:
3945270413

ISBN 13:
978-3945270417

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • detailreiche Zeichnungen
  • Setting
Negativ aufgefallen
  • Dramaturgie ist etwas holprig
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Bewertung:
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Rezension vom: 02.03.2017
Kategorie: Vasco
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