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Comic-Besprechung - Injustice - Das vierte Jahr 1

Geschichten:
Injustice - Das vierte Jahr 1 (Injustice: Gods Among Us: Year Four 1-6)
Autor: Brian Buccellato, Zeichner: Bruno Redondo, Mike S. Miller, Xermanico, Inker: Juan Albarran, Mike S. Miller, Xermanico, Colorist: Rex Lokus, J. Nanjan


Story:
Batman und seine Verbündeten haben es bislang nicht geschafft, die Diktatur von Superman und seinen Helfern zu stürzen. Auch der Versuch mit Magiern gegen den Stählernen vorzugehen ist gescheitert und die wenigen verbliebenen Widerstandskämpfer sind am Rande der Verzweiflung. Doch nun treten die griechischen Götter des Olymp auf den Plan und wollen Superman stoppen was vor allem Wonder Woman vor schwere Entscheidungen stellt.

Meinung:
Die Tragik der Reihe Injustice besteht nicht nur darin, das sich alte Freunde mit aller Härte bekämpfen. Es kam immer mal wieder in der Geschichte der Superhelden vor, dass sie untereinander kämpfen. So gehört es zum Klischee eines Team-Ups das man zunächst einmal in bester Wildwestmanier erst mal schießt und dann fragt. Beziehungsweise erstmal zuschlägt und dann vielleicht einen Dialog sucht. Letztlich rauft man sich dann zusammen und geht gemeinsam gegen den wahren Feind vor. Da der Leser um dieses Klischee weiß, sind die Gefechte eher Gerangel.

Aber wenn es hart auf hart zugeht, wie etwa in Civil War von Marvel, so schockiert es und lässt keinen Leser von Superhelden kalt. Injustice ist zwar die Vorgeschichte zu dem Videospiel und findet in einer alternativen Realität statt, hat also keine Auswirkungen auf die Kontinuität der Comicserien, kann aber ebenso schockieren. Bislang war jeder Band nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Charaktere, sondern auch der Leser die auf immer mehr ihrer Lieblinge verzichten mussten. Und müssen. Nicht nur, weil einige immer unsympathischer werden und kaum noch was mit den klassischen Charakteren gemeinsam haben, wie etwa Green Lantern, sondern mit aller Härte aufeinander losgehen. Was bekanntlich auch Tote forderte. Auch hier wieder stirbt eine Figur, wobei diese eher eine konstante Nebenrolle in der Batmanserie innehatte als das man sie als Star bezeichnen könnte.

Diese Entwicklungen sind natürlich schon dramatisch genug. Aber sie werden dadurch verschärft, dass sich Diktatoren immer im Recht fühlen. Egal, welchen man in der Historie betrachtet, von den vier größten Massenmördern des Zwanzigsten Jahrhunderts, Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, fühlte sich jeder im Recht und die Handlungen gerechtfertigt, um ihr jeweiliges Ziel zu erreichen. So in dieser Serie auch Superman. Voller Unverständnis gegenüber seinen Gegnern und selbst der Angst seiner eigenen Zieheltern ihm gegenüber hält er an seinem Kurs fest. Superman nimmt dabei alles Negative in Kauf, sieht es als das Opfer das er für die Menschheit zu bringen hat, um für das, aus seiner Sicht, positive zu erreichen. Seine Ziele verfolgt er rigoros und starrköpfig, weil er auch nicht will, dass die Opfer, auch auf Seiten der Gegner, umsonst waren. Somit befindet er sich in einem Teufelskreis. Das macht ihn aber nicht sympathischer.

Dabei steht hier gar nicht mal Superman an sich im Zentrum, sondern der Schwerpunkt des vierten Jahres liegt bei dem Thema Loyalität. Was hier Wonder Woman in den Fokus rückt da nun die olympischen Götter auf den Plan treten. Was insofern spannend ist da die Helden ja gottgleiche Kräfte haben. Vor allem Diana ist als Amazone und Tochter des Zeus als auch Geliebte von Superman und Superheldin zwischen den Fronten hin und hergerissen. Das macht auch die Kämpfe sehr dramatisch und der Leser sieht sich in die Handlung gesogen, wenngleich er manchmal vor Ärger gegenüber den Figuren ein Bauchbrummeln verspürt. Kalt lässt einen die Lektüre nun wahrlich nicht. Manchmal allerdings ist die Mimik der Figuren recht übertrieben dargestellt worden, aber die Action ist wuchtig obwohl die Proportionen in der Dynamik nicht immer stimmen und manchmal ein Arm dicker wird als der andere.


Fazit:
Auch das vierte Jahr weiß zu schockieren und vor allem die Loyalitätskonflikte sorgen für viel Spannung. Und bei dem Leser für ein Wechselbad der Gefühle da er beliebte Figuren zunehmend unsympathisch präsentiert bekommt.


Injustice - Das vierte Jahr 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Injustice - Das vierte Jahr 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 10:
3741600482

ISBN 13:
978-3741600487

136 Seiten

Injustice - Das vierte Jahr 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Action und Dramatik
  • Spannung
  • vertraute Figuren mal anders
Negativ aufgefallen
  • Proportionen stimmen nicht immer
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Rezension vom: 15.03.2017
Kategorie: Hefte
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