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Comic-Besprechung - Iron Man 11

Geschichten:
Iron Man 11 (Invincible Iron Man (2015) 14, Civil War II: Choosing Sides 6 (II), A Year of Marvels: The Unstoppable 1(I))
Autor: Paul Allor, Brian Michael Bendis, Christina Strain, Zeichner: Mike Deodato Jr., Geoffo, Diego Olortegui, Sana Takeda, Colorist: Frank Martin, Rachelle Rosenberg, Sana Takeda, Übersetzung: Alexander Rösch

Story:

Derweil die Welt den Bach runtergeht, hat für Tony Stark nichts mehr Priorität, als ein Treffen der Anonymen Alkoholiker. Der koreanischen Superhelden White Fox wird ein Angebot gemacht. Und Iron Man muss gemeinsam mit Nova eine Geiselnahme klären.



Meinung:

"Finalausgabe" prangt auf dem Cover von "Iron Man" #11. Und in der Tat, dadurch dass in den USA die "Invincible Iron Man"-Reihe im Rahmen des "Civil War II"-Crossovers eingestellt wurde, betrifft dies auch die hiesige "Iron Man"-Reihe. Denn anders als bei der "Avengers"-Serie werden die Nachfolgecomics aus den USA nicht dazu genutzt, um die Serie fortzuführen. Stattdessen erscheinen diese immer gesammelt nach Storyline. Eine Entscheidung, mit der man als Leser leider leben muss. Es erwarten einen dieses Mal auch drei verschiedene Geschichten, wo der Anteil an dem Titelhelden der Serie stark variiert.

Den Anfang macht die finale "Invincible Iron Man"-Ausgabe. Die ganze Welt wundert sich, was Tony Stark aktuell macht, im Rahmen des "Civil War II". Der schiebt alle Probleme beiseite, und geht zu einem Treffen der Anonymen Alkoholiker. Denn er ist der Patron von Carol Danvers, die auch dieses Mal mit dabei ist. Es kommt zu einer Aussprache zwischen den beiden Helden.

Es ist ein gemischtes Gefühl, dass man beim Lesen dieser Geschichte hat. Auf der einen Seite ist die Charakterisierung gut geworden, mit jeder Menge interessanter, zwischenmenschlicher Momente. Aber auf der anderen Seite ist man sich nur noch am Ärgern, weil die Weiterführung vieler Subplots in der Luft hängen bleibt und man nicht weiß, wo und wie es weitergehen soll. In welcher Serie wird Mary Jane auftauchen? Was hat Doom zu Tony Stark gesagt, am Ende der letzten Ausgabe? Wie wird es mit der Firma weitergehen? Lauter Fragen, auf die man keine Antwort erhält.

Es ärgert einen, weil schon wieder eine Serie für einen Relaunch geopfert wurde, was überhaupt keinen Sinn macht! Aber okay, über diese unsinnige Veröffentlichungspolitik hat sich der Rezensent schon bei der Besprechung der entsprechenden "Avengers"-Ausgaben aufgeregt. Und es lässt sich auch nichts daran ändern.

Man merkt, das Brian Michael Bendis versucht, wenigstens einen Abschluss zu schreiben, der für den Leser lesenswert ist. Denn das Gespräch zwischen Tony Stark und Carol Danvers ist dies. Der Autor arbeitet dabei beide Positionen bezüglich der Ereignisse von "Civil War II" heraus und macht sie nachvollziehbar. So kann man erstaunlicherweise auch die Argumente von Captain Marvel nachvollziehen, auch wenn das Ende der Diskussion sehr melodramatisch klingt und zu sehr auf die Ereignisse von "Civil War II" #9 hindeutet. Wobei sich Brian Michael Bendis die Frage gefallen lassen muss, wieso er diese erstklassige Charakterisierung nicht auch in der "Civil War II"-Reihe hinkriegt?

Die zweite Geschichte wird von Christina Strain geschrieben und von Sana Takeda gezeichnet. Die Story handelt davon, dass S.H.I.E.L.D. Südkorea ein Angebot macht, die besonderen Fähigkeiten von Ulysses zu gebrauchen. Doch dazu brauchen sie das Einverständnis der Nationalheldin White Fox, die sich der Sache nicht sicher ist.

White Fox ist kein brandneuer Marvel-Charakter, sondern jemand, der in einer speziellen Ausgabe für den asiatischen Markt eingeführt wurde. Seitdem ist die Figur immer mal wieder auch hier im Westen aufgetaucht.

Die Geschichte selbst ist eher belanglos. Beide Seiten dürfen ihre Argumente vorbringen und am Ende wird eine Entscheidung gefällt. Zu mehr reicht aber auch die Seitenanzahl nicht.

Das wahre Highlight sind allerdings die Illustrationen von Sana Takeda, die einen ungewöhnlichen Stil hat. Ein Manga-Einfluss ist natürlich vorhanden, aber die Illustrationen sind sehr detailverliebt und ein wahrer Augenschmaus. Wer mehr von der Künstlerin lesen möchte, dem lege ich die "Monstress"-Serie ans Herz, wo sie ebenfalls die Illustrationen beisteuert.

Die letzte Geschichte wird von Paul Allor geschrieben, derweil Geoffo und Diego Olortegui für die Zeichnungen verantwortlich sind. Die Story erzählt von einem Missverständnis zwischen der aktuellen Nova und Iron Man. Ein Schurke meint, ein Kind entführen zu müssen, dass er als seine Tochter ansieht. Doch ob sie das wirklich ist, daran bestehen Zweifel.

Diese Story macht keinen allzu guten Eindruck. Man hat das Gefühl, das Nova ein wenig zu naiv dargestellt wird, derweil Iron Man ein wenig zu selbstsicher rüberkommt. Überhaupt wirkt alles an der Story forciert und daher unglaubwürdig.

Auch die Zeichnungen sind nicht ganz zufriedenstellend. Es fehlt das gewisse Etwas, damit man wirklich den Eindruck hat, dass hier Profis am Werk sind. Vor allem bei den Gesichtern schwächeln die Künstler.

Die letzte Ausgabe der "Iron Man"-Serie enttäuscht. Sie ist nur ein "Ganz Nett" wert.



Fazit:

Bei der letzten "Iron Man"-Reihe überwiegt die Enttäuschung. Trotz des gelungene Gesprächs zwischen Tony Stark und Carol Danvers fragt man sich, wieso die "Invincible Iron Man"-Serie eingestellt wurde, wo doch so viele Subplots offen sind und deren Schicksal noch ungeklärt verbleibt. Die zweite Story ist mehr belanglos, trotz der gelungenen Illustrationen von Sana Takeda. Die dritte Geschichte wirkt unausgegoren, da die Charakterisierung etwas übertrieben wirkt und die Zeichnungen vor allem bei den Gesichtern noch etwas unausgefeilt.



Iron Man 11 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Iron Man 11

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 4,99

52 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gespräch zwischen Tony Stark und Carol Danvers
  • Zeichnungen von Sana Takeda
Negativ aufgefallen
  • Subplots hängen in der Luft
  • Letzte Geschichte wirkt unausgegoren
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Rezension vom: 25.09.2017
Kategorie: Iron Man
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