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Comic-Besprechung - Aliens Classic Omnibus

Geschichten:
Glaskorridor
Text und Zeichnungen: David Lloyd

Überleben
Text: James Vance
Zeichnungen: Guy Davis

Earth Angel
Text und Zeichnungen: David Lloyd

Erlösung
Text: Dave Gibbons
Zeichnungen: Mike Mignola

Der Geist
Text: Jay Stephens
Zeichnungen: Eduardo Risso

Wiedergeburt
Text: James Vance
Zeichnungen: Eduardo Risso

Alchemie
Text: John Arcudi
Zeichnungen: Richard Corben

Mondo Pest
Text: Henry Gilroy
Zeichnungen: Ronnie del Carmen

Mondo Heat
Text: Henry Gilroy
Zeichnungen: Ronnie del Carmen

Das Nest
Text: Jerry Prosser
Zeichnungen: Lelley Jones


Story:
In zehn Geschichten präsentiert der Band den Alien-Mythos aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. In „Glaskorridor“ erlebt ein Auftragskiller, der als blinder Passagier auf einem Raumschiff landet die Hölle und setzt sich für die Gemeinschaft ein. „Überleben“ ist die perfekte Irrfahrt zwischen Realität und Traum. „Earth Angel“ versprüht den Charme der 1950er-Jahre Science-Fiction-Filme. Dabei steht im Mittelpunkt der Kurzgeschichte der Vorfahre einer alt bekannten Persönlichkeit. In „Erlösung“ bekommt die Crew massiv Ärger mit ihrer Fracht. Bei „Der Geist“ macht sich eine Gruppe von Jugendlichen auf den Weg in eine geheimnisvolle Höhle, von der es heißt, dass in Ihr ein Geist wohnt. „Wiedergeburt“ ist die Adaption des gleichnamigen Alien-Films. „Alchemie“ führt in eine mittelalterliche Gesellschaft. Bei „Mondo Pest“ und „Mondo Heat“ wird die Geschichte eines Wanzenjägers geschildert. Und schließlich in „Das Nest“ kommen nicht nur menschliche Androiden zum Einsatz und geben dem Leser einen ganz neuen Blick auf die Aliens.

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Der Alien-Sammelband hat enorme Ausmaße: 30 x 21 Zentimeter im Format, 4,4 Zentimeter dick und mit annähernd 2,5 Kilogramm ein echtes Schwergewicht. Den Reiz des Bandes machen aber nicht seine Maße aus, sondern die Sammlung an sehr gelungenen aber unterschiedlichen Geschichten über das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt. Zunächst als dreibändige Reihe erschienen, versammelt der Band die Geschichten erstmals in einem Werk.
Alle Geschichten entstanden zwischen 1992 und 1998 und damit in einer Zeit, als der dritte und vierte Teil der Filmreihe in die Kinos kam. Gigers Filmwesen war damit schon längst Kult geworden und hatte eine große Fangemeinde. Mit Ausnahme der einen Geschichte vom Kreativteam Vance/Risso handelt es sich um Geschichten, die eine Erweiterung des Alien-Kosmos. Es tut den Geschichten gut im minimalistischen schwarz-weiß Stil wiedergegeben zu sein. Farbe hätte die Mystik und das Unheimliche aus Ridley Scotts Urversion zerstört. 
Es sind vor allem zwei Aspekte, die diese Zusammenstellung auszeichnen. Einerseits versammelt der Band mit Künstlern wie beispielsweise David Lloyd, Dave Gibbons, Mike Mignola, Eduardo Risso oder Richard Corben die ganz großen Künstler auf dem amerikanischen Markt. Es macht einfach Spaß die unterschiedlichen Herangehensweisen an den Mythos „Alien“ zu vergleichen. 
Als einer der Höhepunkte können die beiden Geschichten von Eduardo Risso angesehen werden. Das Werk des argentinischen Zeichners durchziehen ausdrucksstarke Gesichter, prägende Charaktere und erotische Frauen. Er spielt mit nur zu gerne mit Hell- und Dunkelkontrasten und als Leser spürt man, dass er in den wichtigsten Serien seiner Karriere sich von den Elemente des Film Noir beeinflussen ließ. Risso wurde im November 1959 in der argentinischen Kleinstadt Leones geboren. Ab 1997 entstanden seine ersten Arbeiten für amerikanische Verlage, am Anfang für Dark Horse Comics, wo er sich dem Alien-Universum widmete. Nach dem Skript von James Vance entstand zunächst die Adaption des vierten Teils »Aliens – Die Wiedergeburt«. Direkt im Anschluss daran entwickelte Risso nach dem Text von Jay Stephens „Der Geist”. Die in schwarz-weiß gehaltenen Panels überzeugen: Scharfe Konturen und das Fehlen jeglicher Grauschattierung. Der Leser erkennt die ganze Magie von Rissos Zeichnungen und kann auch Parallelen zu seinen anderen Werken ziehen – beispielsweise in der Darstellung von Augen. Ob in seinem Werk „Fulu“ oder beim „Vampire Boy“: Immer ist es ein magischer Blick. Augen, die ihre ganze Umwelt in Atmen halten.
Neben den großen Namen, die diese Ausgabe lohnenswert machen, überzeugt der Band durch seine disharmonische Zusammenstellung. Neben den klassischen Horrosstorries in Ridley Scott-Manier, wie beispielsweise in „Erlösung“ oder „Der Geist“, präsentiert der Band mit den beiden Mondo-Abenteuern zwei Geschichten, die gänzlich aus dem Rahmen fallen. Von Horror und Tod ist hier keine Spur. Witz und Persiflage beherrschen den Plot hier.
Mit 50 Euro muss der Leser zwar einiges an Investitionen tätigen, aber dafür erhält er auch einen Band, der die versammelten Geschichten in einem größeren Format wiedergibt und vom bibliophilen Blickwinkel betrachtet, einwandfrei ist. Ein Wermutstropfen – wenn auch der Einzige – dürfte das Fehlen von redaktionellen Seiten sein. Gerade bei einer disharmonisch zusammengestellten Sammlung wären ein paar Hinweise zur Rezeption, zu den Machern und auch zur Heftreihe „Alien“ insgesamt sehr schön gewesen.


Fazit:
Der Sammelband „Aliens“ präsentiert einen lesenswerten Überblick. Die Zusammenstellung verfolgt kein Schema, sondern präsentiert zusammenhangslos spannende Geschichten aus dem Alien-Kosmos.



Aliens Classic Omnibus - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Aliens Classic Omnibus

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 50

ISBN 13:
978-3-95981-398-3

480 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Crème de la Crème von Comickünstlern
  • Spannende Plots
Negativ aufgefallen
  • Fehlende redaktionelle Seiten
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Rezension vom: 08.01.2018
Kategorie: Alben
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