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Comic-Besprechung - Tag X 4 – Die Republik der Sklaven

Geschichten:
Text: Fred Duval und Jean-Pierre Pécau
Zeichnungen: Damien


Story:
Der neue Band der Serie „Tag X“ beginnt mit dem klassischen Ende des Sklavenaufstands des Spartacus – zumindest auf den ersten Blick. Das Heer der Sklaven wird von den römischen Legionen zermahlen. Die wenigen Überlebenden werden entlang der Via Popilia gekreuzigt und die Verwundeten getötet. Der Römer Crassus hat als Heerführer gesiegt. Dann der Zeitsprung. Wir blicken sechs Jahre in die Vergangenheit. Spartacus hat sich mit seinem Heer zum Schrecken der Römer entwickelt. Ungeschlagen im Feld wendet er sich nach Süden und setzt dort Dank kilikische Piraten nach Sizilien über. Die ausgerufene Republik der Sklaven ist aber von Beginn an ein Dorn im Auge des mächtigen Roms. Mittels heimtückischen Meuchelmordes und anderer politischer Intrigen versuchen die Mächtigen vom Tiber, allen voran Cäsar und Crassus, Spartacus aus dem Weg zu räumen.


Meinung:
Der Grundgedanke hinter der Tag X-Reihe ist ebenso genial wie einfach: ein geschichtliches Ereignis von Bedeutung nimmt einen unerwarteten Verlauf, wie etwa das es nicht Astronauten waren, denen die ersten Mondlandung gelang, und mit ihm ändert sich auch die Geschichte. Fünf Bände hat die spannende Serie bereits. Mit der neuesten Veröffentlichung widmen sich die Szenaristen Duval und Pécau dem Sklavenaufstand des Spartacus zu.
Die historischen Abläufe sind uns durch die römische Geschichtsschreibung, die sicherlich nicht ohne Tendenzen ist, relativ gut bekannt. Spartacus zettelt einen Aufstand in einer Gladiatorenschule an, fügt den römischen Legionen ein paar vernichtende Niederlagen in Nord-Italien zu und wendet sich dann, sehr zur Überraschung der antiken Historiker, nicht ins noch unbesetzte Gallien ab, sondern macht sich auf den Weg nach Süd-Italien. Sein Ziel waren die Häfen an der Stiefelspitze, um sich von dort mittels kilikische Piraten in die Freiheit übersetzen zu lassen. Sein Plan misslang, denn die Piraten spielten nicht mit und nachdem sein Rückweg abgeschnitten war, wurde er von den Römern vernichtend geschlagen. 
In der Version von Tag X nun gelingt die Überfahrt und die beiden Autoren verwenden viel Zeit darauf, welche Folgen es für die römische Republik gehabt hätte, wenn in ihrer unmittelbaren Nähe eine Sklavenrepublik existiert hätte. Sie zeigen allerdings auch auf, dass Rom und seine Armee den Mittelmeerraum und die damals bekannte Welt bereits so fest umschlungen hält, dass auch ein geglückter Sklavenaufstand die römische Welt nicht aus ihren Angeln hebt. Crassus und Caesar sind in ihren Machtbestrebungen nicht zu bremsen. Die vom Senat dominierte Republik ist dem Untergang geweiht und die beiden Politiker arbeiten an der Errichtung einer Diktatur. Zwar erfolgt die Niederschlagung des Aufstandes nun sechs Jahre später, aber der uns bekannte Lauf der Geschichte wird in seinen Grundzügen nicht geändert.
Die Veränderungen von Duval und Pécau liegen in den Details. Spartacus ist es, der in der Schlacht fällt, nicht sein Kampfgefährte Crixus. Letzterer hat seinen Tod am Kreuz zu erleiden. 
Für die zeichnerische Umsetzung ist Damien, d.i. Jacob Damien, verantwortlich. Der Franzose hatte bereits im vierten Teil der Reihe („Als die Titanic nicht sank“) die Geschichte in Bilder umgesetzt. Seine Stärke liegt sicherlich in der Darstellung antiker Städte, Schlachtaufstellungen, Gebäude- und Landschaftsdarstellungen. Weniger gelungen sind hingegen Bewegungen. Seine Figuren wirken statisch und in der Mimik mitunter gekünzelt. Hingegen sieht man seinen detaillierten Hintergründen die aufwendige Recherchearbeit an und es macht Spaß sich in seinen antiken Bilderwelten zu verlieren.


Fazit:
Ein weiterer gelungener Band in der Serie. Der Plot ist stimmig. Die Zeichnungen wissen zwar nicht in jeder Situation zu überzeugen, das tut dem Gesamtgenuss allerdings keinen Abbruch. Gut zu Gesicht würde der Serie ein kleiner redaktioneller Teil stehen, der die tatsächlichen Historie kurz wiedergibt.


Tag X 4 – Die Republik der Sklaven - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Tag X 4 – Die Republik der Sklaven

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 13:
978-3-7416-0462-1

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • gut ausgearbeiteter Plot
  • detaillierte Zeichnungen
  • Geschichte spannend aufbereitet
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 01.02.2018
Kategorie: Alben
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