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Comic-Besprechung - Wolverine 6: Kinder des Zorns

Geschichten:
Wolverine 6: Kinder des Zorns (All-New Wolverine 25-30)
Autor: Tom Taylor, Zeichner / Inker: Juann Cabal, Colorist: Nolan Woodard


Story:
Als Logans Sohn Daken, alias Dark Wolverine, entführt wird, stösst Laura auf eine Organisation die sich Orphans of X nennt und sich an allen ehemaligen Teilnehmern, freiwillig oder unfreiwillig, von Waffe X rächen will. Doch Laura steht noch ein größerer Schock bevor, denn eine erste Spur führt zu ihrer Mutter. Doch die gilt seit Jahren als tot.


Meinung:
Der sechste Band um Wolverine Laura Kinney besitzt eine hervorragende Grundidee welche einige Steilvorlagen bietet. Laura bekommt es mit einer Organisation zu tun, die alle Opfer von den verschiedenen Wolverines oder anderen Opfern des Waffe X Programms sind. Alle Mitglieder sind entweder selber Versehrt und besitzen Narben oder Einschränkungen welche ihnen, willentlich oder unwillentlich, während Kämpfe zugefügt worden sind. Andere sind Opfer auf eine andere Art, entweder weil sie materielle Verluste erlitten haben da während der Konflikte ihr Eigentum zerstört worden ist oder weil sie Angehörige verloren haben. All diese Tote gehen auf das Konto von Wolverine. Egal ob es nun Logan, sein Sohn oder Laura waren oder sogar Deathstrike und Sabretooth. Es ist lobenswert, dass hier einmal thematisiert wird, dass alle Kämpfe die man als Leser, zugegeben, gerne liest auch in einer fiktiven Welt einen Kollateralschaden verursachen. Zudem wird einem hier wieder einmal bewusst wie viele Vielfraße es eigentlich in verschiedenen Inkarnationen gibt und wie inflationär das mittlerweile geworden ist. Aber der Fokus liegt auf Laura wobei hier auch einige Gaststars eine wichtige Rolle spielen. Die Organisation, Orphans of X, was ja auch die X-Men betreffen könnte, hier sich aber auf die durch das Projekt Waffe X gestählten bezieht, wollen sich rächen.

Wie oben erwähnt bietet das viele Steilvorlagen. Aber leider ist der Band etwas zu unterkühlt erzählt. Das liegt wohl hauptsächlich daran das zu viel Personal vorkommt und die Absichten der Opfer nur die eh schon vorhandenen Schuldgefühle von Laura bestärkt. Diese Selbstvorwürfe machen Laura sympathisch und weniger rücksichtslos als etwa Logan, aber hier rennt man mit der Thematik offene Türen ein. In der Konfrontation mit den Opfern geraten die Figuren demnach nicht gerade in psychische und moralische Zwickmühlen. Insofern verpufft alle Dramatik und eine moralische Diskussion bleibt aus. Bedauerlicherweise betrifft das auch die Szenen welche das Wiedersehen mit der tot geglaubten Mutter betreffen, was nachgerade schmerzlich ist, dass man hier nicht emotionaler wird.

Es ist zwar alles recht spannend zu lesen, aber anhand des Themas hätte man deutlich mehr draus machen können. Auch sind die Zeichnungen teils zu flächig ausgefallen und wirken gerade bei dem Körperbau der Charaktere manchmal etwas plump. So hat Laura sehr viel stärker ausgeprägte Schultern als in den Vorgängerbänden, was zu ihrer Kraft passt, aber ihre Grazilität nimmt und sie um einiges schwerfälliger wirkt. Aber indem die moderne Wolverine und einige alte Bekannte vorkommen wie etwa lange vergessenes Nebenpersonal ist hier ein Paradebeispiel für das Marvel Legacy  Event zu finden in dem Tradition und Moderne verknüpft werden sollen. Allerdings weiß man hier noch nicht so recht wie man da vorgehen soll und verzettelt sich. So vermisst man manchmal schmerzlich den Witz vorheriger Ausgaben und der Tonfall stellt sich nicht ein. Da wäre deutlich mehr drin gewesen,  bietet aber solide Unterhaltung.


Fazit:
Leider werden manche Steilvorlagen nicht genutzt und alles wird viel zu unterkühlt erzählt. So ist es zwar eine solide Unterhaltung, aber mehr auch nicht.

Wolverine 6: Kinder des Zorns - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wolverine 6: Kinder des Zorns

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3741608297

ISBN 13:
978-3741608292

140 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Thematisierung Kollateralschaden
  • Auftreten bekannter Figuren
  • dramatische Action
Negativ aufgefallen
  • bisheriger Tonfall verloren
  • zu unterkühlt erzählt
  • moralische Diskussion und Konflikt verpufft
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Rezension vom: 12.09.2018
Kategorie: Wolverine
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