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Comic-Besprechung - Blake & Mortimer 22: Das Tal der Unsterblichen

Geschichten:
Teil 1: Gefahr für Hongkong
Text: Yves Sente
Zeichnungen: Teun Barserik, Peter van Dongen
Farben: Peter van Dongen


Story:
Der neueste Band aus der Erfolgsserie „Blake und Mortimer“ setzt genau da an, wo „Der Kampf um die Welt“ aufhört. Die beiden Protagonisten ist mit ihrem Tigerhai soeben der vernichtende Schlag gegen die tibetanischen Horden gelungen. Doch noch während die erfolgreichen Luftstreitkräfte auf dem Rückweg sind, braut sich neues Unheil zusammen. In China sind historische Dokumente aufgetaucht, die entscheidend sein können, für den weiteren Verlauf der Geschichte der ganzen Menschheit. 


Meinung:
Den meisten Lesern dieser Rezension wird sicherlich nicht entgangen sein, dass Fernsehserien, wenn sie über einige Jahrzehnte erfolgreich laufen, einem Wandel unterzogen sind. Einstellung der Charaktere, technische Umsetzung, Ausstattung und auch Dialoge unterliegen einem gewissen Zeitgeist. Das lässt sich beispielsweise besonders eindrucksvoll an „Raumschiff Enterprise“ nachweisen. Vergleicht man hier beispielsweise Jean-Luc Picard mit seinem Vorgänger James T. Kirk, so fällt einem vieles auf: der Umgang mit der Crew ist anders, die ganze Philosophie unterliegt einem Wandel und nicht zuletzt wird auch die Geschichte anders erzählt.
Bei diesem letzten Punkt wollen wir einen Augenblick verweilen. Schnitt, Aufbau der Dramaturgie, Erzähltempo und Kameraeinstellungen unterscheiden sich ganz wesentlich, was ja auch nur logisch ist, da sich die Seherfahrungen der Zuschauer verändern ebenso, wie die technischen Möglichkeiten der Filmstudios. Denn jede Zeit hat ihre Erzählweise – und das ist auch gut so.
Warum stelle ich das einer Vorstellung des 22. Blake und Mortimer-Abenteuer voran. In einem Internetforum heißt es über den Comic: „Ein Band, der von Jacobs selbst hätte stammen können!“ Und genau deshalb ist der Band auch nicht so toll. Yves Sente erzählt uns seine Geschichte, wie man es vor 50 Jahren getan hätte. Die Textlastigkeit der Panels, das Erzähltempo und die umständliche Entfächerung des Plots zerstören hier wirklich jeden Lesefluss.
Um es vorab noch zu sagen: Ich finde Blake und Mortimer großartig – ohne wenn und aber. Allerdings gewinne ich in den letzten Jahren zunehmend den Eindruck, hier wird der immer gleiche Plot wieder und wieder erzählt. Das ist sehr schade, denn in der Weiterführung eines Klassikers kann auch eine Chance liegen, wie beispielsweise Spirou uns zeigt. Sicherlich ist da nicht jeder Band gelungen, aber die Hauptfigur lebt noch. Bei Blake und Mortimer habe ich immer mehr das Gefühl, sie sind schon längst Tod, nur hat es ihnen bisher noch niemand gesagt.
Beispiel: Auf den Seiten 23, 24 und 25 besucht Mortimer mit seinem Kollegen Professor Dong ein Museum und lässt sich von ihm ein paar historische Details erläutern. Das ist für den Fortgang der Geschichte sehr wichtig. Allerdings dermaßen langatmig erzählt, dass ich beim ersten Lesen hier ausgestiegen bin. Erst nachdem ich den Band eine Woche später noch einmal zur Hand genommen habe, kam ich über diese Szene hinweg. Puh, trockenes Brot. Dagegen ist die Geschichte der chinesischen Origamikunst zwischen 1830 und 1832 ein Thriller.
Zwei Dinge zeichnen dieses Album aus. Da ist zum einen die Idee, die Handlung direkt nach der Trilogie „Der Kampf um die Welt“ anzusiedeln. Dem Leser sind so viele bekannte Szenen vergönnt und er hat eine ganz genaue Vorstellung von der zeitlichen Einordnung der Geschichte. Zum anderen sind es die Zeichnungen, die wirklich klasse sind. Das Titelbild ist mehr als gelungen und auch viele Panels in der Geschichte sind reich an Details und sehr gelungen komponiert. 
„Ein Band, der von Jacobs selbst hätte stammen können!“ Das war als Kompliment gemeint, entpuppt sich aber als Schuss, der nach hinten losgeht. Denn ganz ehrlich: wer mag sich Jean-Luc Picard in der Kulisse eines James T. Kirk vorstellen.



Fazit:
Für bedingungslose Blake und Mortimer-Fans sicherlich ein Muss. Für alle anderen empfehle ich die ersten Bände der Serie, denn hier ist schon alles drin, was diese Comicserie auszeichnet. Alles andere ist bloß ein Aufguss und wie bei einem guten Tee, wird es nicht besser, je öfter aufgegossen wird, höchstens wässriger.



Blake & Mortimer 22: Das Tal der Unsterblichen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Blake & Mortimer 22: Das Tal der Unsterblichen

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

ISBN 13:
978-3-551-02342-1

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Tolle Zeichnungen
  • Zeitliche Einordnung der Geschichte
Negativ aufgefallen
  • Müdes Erzähltempo
  • Umständliche und langweilige Geschichte
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 23.02.2019
Kategorie: Alben
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