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Comic-Besprechung - SUPERMAN - DER MANN AUS STAHL

Geschichten:
Autor: Brian Michael Bendis, Zeichner: José Luis Garcia-López, Ivan Reis, Jason Fabok, Doc Shaner, Steve Rude, Ryan Sook, Kevin Maguire, Adam Hughes, Tusche: Dexter Vines, Joe Prado, Wade von Grawbadger, Farben: Alex Sinclair, Adam Hughes

Story:
Superman aka Clark Kent ist alleine. Und mit „alleine“ ist gemeint, dass weder seine Ehefrau Lois Lane noch sein Sohn Jon vor Ort sind. Beide sind weg, für ihn nicht verfolgbar verschwunden. Da passt es gut, dass er sich in Metropolis mit Heldentaten ablenken kann, auch wenn eine Serie von Brandstiftungen eher besorgniserregend als aufmunternd ist. Richtig schwer für ihn wird es allerdings als Rogol Zaar auf den Plan tritt, seines Zeichens Schlächter von Planeten und Völkern. Und er kommt einzig und allein, um die kryptonische Plage auszurotten.

Meinung:
Ein Paukenschlag war es, als 2018 verkündet wurde, dass Brian M. Bendis, einer der, wenn nicht sogar der Mastermind der gefühlten letzten Marvel-Dekade, exklusiv zum direkten Konkurrenten DC wechselt, um dort die Flaggschiff-Titel Superman und Action Comics zu übernehmen. Zwar war er schon lange nicht mehr unumstritten als Autor von Marvels Superhelden, insbesondere in Hinblick auf den Event-Wahn des Comicriesen, aber es ist ihm definitiv zuzurechnen, dass er mehr sehr gute und gute Geschichten auf der Habenseite hatte als schlechte.
Nun ist er also bei DC und mit dem vorliegenden Band SUPERMAN – DER MANN AUS STAHL, liegt auch sein erstes Werk vor. Ist der Comic nun ein ebensolcher Paukenschlag? Verändert er womöglich die Comichistorie und prägt damit die nächsten Jahre – mitnichten. Zumindest lässt sich das jetzt noch nicht sagen, da momentan bestimmte Elemente für weitere Storyverläufe unter Bendis gelegt werden. Denn mit der Einführung des neuen Widersachers Rogol Zaar bekommt die Geschichte um Krypton, und Supermans schicksalhafter Rettung durch den Flug zur Erde, einen neuen Aspekt hinzugefügt. Könnte der „Weltenschlächter“ für den Untergang Kryptons (mit-)verantwortlich sein? So zumindest suggeriert es die Geschichte im vorliegenden Band. Ob es wirklich so  kommt, weiß nur Autor Brian M. Bendis.
Von diesem Hauptstrang einmal abgesehen, sind es vor allem die Nebenhandlungen, die interessant sind. Denn neben der Bedrohung durch Rogol Zaar, bekommt es Superman auch mit einer mysteriösen Brandserie in Metropolis zu tun. Und auch für Clark Kent gibt es genug zu tun: Seine Partnerin und Ehefrau Lois Lane ist verschwunden und eine neue Reporterin in den Reihen des Daily Planets hat es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, das Geheimnis um das Reporterpaar zu lüften.
Bendis bleibt sich also treu und macht viele Storypunkte auf, die aber in diesem Band sehr flüssig ineinander greifen und das Ganze zu einem wirklich unterhaltsamen Comic machen. Und ganz nebenbei liefert er sogar eine vernünftige Erklärung dafür, warum Superman seine Unterhose wieder „über“ dem Kostüm trägt, statt wie zuvor wohl darunter.
In grafischer Hinsicht wurde bei diesem Band auch mehr geklotzt als gekleckert. Bendis bekommt unter anderem namhafte Unterstützung von Ivan Reis und Jason Fabok, die mal wieder voll abliefern und das Herz eines Superheldcomic-Fans höher schlagen lassen. Aber auch die anderen Zeichner-Kollegen machen ihre Sache mehr als ordentlich.
In diesem Sinne ist SUPERMAN – DER MANN AUS STAHL zwar keine neue Comic-Offenbarung, die das Genre revolutioniert, dafür aber ein im besten Sinne sehr unterhaltsamer Comic, mit viel Action, tollen Charaktermomenten, einigen Cameos und einem Schurken, der zumindest das Zeug dazu hat ähnlich ikonenhaft zu werden wie ein General Zod oder Doomsday.

Qualitativ liefert Panini hier ein schönes Softcover mit Klappbroschur ordentlichem Druck und schönem Papier ab, das kein Durchschimmern der vorherigen Seite zulässt. Als Extras enthält der Band Panini-typisch einzig die Cover der einzelnen US-Ausgaben, ein informatives Vorwort und die Seite, auf der die Verantwortlichen kurz vorgestellt werden.

Fazit:
Brian M. Bendis ist bei DC und er meldet sich mit einem ordentlichen Einstand bei DCs Flaggschiff zu Wort. Seine Superman-Geschichte erfindet das Rad nicht neu und ist auch nicht so revolutionär von der Ausrichtung wie einst unter John Byrne, auf dessen Geschichte der Name natürlich auch eine Anspielung ist. Aber er liefert gute Unterhaltung ab, mit schönen Charaktermomenten, einer spannenden Haupthandlung und interessanten Nebensträngen, die Neugier auf mehr machen. Und letztlich führt er einen Gegenspieler ein, der das Zeug dazu hat, ein ebenso ikonenhafter Gegner zu werden wie General Zod oder Doomsday. Die Zeit wird es zeigen, ob die Voraussetzungen genutzt werden. Der vorliegende Band aber ist definitiv für alle Superhelden- und Superman-Fans zu empfehlen. Darum heißt es hier uneingeschränkt: „Zugreifen“.

SUPERMAN - DER MANN AUS STAHL - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

SUPERMAN - DER MANN AUS STAHL

Autor der Besprechung:
Martin Ebert

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 18,99

ISBN 10:
3741611573

ISBN 13:
978-3741611575

188 Seiten

Positiv aufgefallen
  • spannende Geschichte,
  • die durch interessante Nebenstränge besticht und
  • grafisch toll umgesetzt wurde
Negativ aufgefallen
  • leider Panini-typisch für Superhelden-VÖs keine Extras außer den US-Covern
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Rezension vom: 09.04.2019
Kategorie: Superman
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