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Comic-Besprechung - Batman – Kaputte Stadt und weitere Geschichten

Geschichten:
Batmann – Black und White Kaputte Stadt – Teil 1 Kaputte Stadt – Teil 2 Kaputte Stadt – Teil 3 Kaputte Stadt – Teil 4 Kaputte Stadt – Teil 5 Kaputte Stadt – Teil 6 Ritter der Rache – 1 Ritter der Rache – 2 Ritter der Rache – 3 Text: Brian Azzarello Zeichnungen: Eduardo Rizzo

Story:
Der Band enthält sämtliche Batman-Geschichten die der amerikanische Autor Brian Azzarello mit dem argentinische Zeichner Eduardo Risso realisiert hat. In „Batman – Black und White“ wird in Rissos unnachahmlichen Schwarz-Weiß-Stil die Geschichte eines irren Messerstecher erzählt. Bei der Hauptgeschichte – „Kaputte Stadt“ – handelt es sich um eine Krimigeschichte im besten Film Noir Stil. Hauptgegner des dunklen Ritters sind hier Killer Croc und Pinguin. Als Zugabe gibt es dann noch eine düstere Alternativwelt-Story und eine Fortsetzungsgeschichte.

Meinung:
Risso wurde in der argentinischen Kleinstadt Leones geboren. Die in dem Band vorliegenden Arbeiten können der dritten Schaffensphase des Künstlers zugerechnet werden – so ab 1997. Zu dieser Zeit entstanden seine ersten Arbeiten für amerikanische Verlage. Unter anderem sein bekanntestes Werk „100 Bullets“ für Vertigo, oder für DC „Jonny Double“. Daneben aber eben auch zahlreiche Geschichten für Batman. »Es gibt viele. Aber der gravierendste Unterschied dürfte der sein, wie Geschichten erzählt werden«, so schildert Risso seine Erfahrung bei der Arbeit an amerikanischen und europäischen Comics. Denn nachdem der Argentinier für Heavy Metal gearbeitet hat, zogen ihn nach verschiedenen europäischen Veröffentlichungen von Chicanos 1997 lukrative Angebote über den Teich in die USA. Seine ersten Arbeiten entstanden für Dark Horse Comics, wo er sich dem Alien-Universum widmete. Nach dem Skript von James Vance entstand zunächst die Adaption des vierten Teils »Aliens – Die Wiedergeburt«. Direkt im Anschluss daran entwickelte Risso nach dem Text von Jay Stephens eine weitere Geschichte zum Kosmos vom unheimlichen Wesen aus einer fremden Welt. Beiden Arbeiten fehlt aber die Klasse, die seine vorherigen – europäischen – Veröffentlichungen noch auszeichnete. Erst mit »100 Bullets« aus dem Jahr 1999 gelang es Risso, an alte Stärken anzuschließen. Der Zeichner schien das ideale Umfeld gefunden zu haben. »Ich fühle, dass ich mich als Künstler bei ›100 Bullets‹ weiterentwickele und ich hoffe, dass das nie aufhört«, so Risso gegenüber The Comics Journal. Die nach einem Szenario von Brian Azzarello realisierte Serie sollte nicht nur sein größter kommerzieller Erfolg werden, sie wurde zudem von Publikum und Kritik gleichermaßen verehrt. 2001 erhielt »100 Bullets« den begehrten Eisner Award als beste Serie. Dabei wird gerne übersehen, dass die Ereignisse um Agent Graves vieles von dem wieder aufnehmen, was Risso in seinen vorherigen Arbeiten bereits perfekt dargestellt hatte. Die schwarz-weiß-Geschichte des Bandes erfüllt alles, was man von Risso erwartet. Er zeigt darin noch einmal, warum er zu den Großen gehört. Denn die in schwarz-weiß gehaltenen Panels zeigen das Können des Zeichners: Scharfe Konturen und das Fehlen jeglicher Grauschattierung machen die Geschichte zu einem kleinen Meisterwerk. „Ich denke immer an Schwarzweiß-Geschichten, habe aber keine Ahnung, ob es demjenigen, der sie dann kolorieren muss, hilft oder nicht wenn ich versuche, meine Seiten von Anfang an klar zu gestalten«, so Risso in einem Interview 2006. Und eben diese Klarheit zeigte sich bereits in seinem argentinischen Frühwerk. Ganz im Stil des deutschen Expressionismus arbeitet der Künstler mit schwarzweißen Kontrasten. Eine Technik, die Risso bereits bei vorherigen Arbeiten einsetzte und auch hier zur Perfektion brachte. Besonders eindrucksvoll sind ihm dabei die Porträtzeichnungen Die Story „Kaputte Stadt“ ist eine schöne Hommage an den Film Noir. Man merkt es Risso an, dass er Spaß an visuellen Eigenarten hatte, wie beispielsweise der Gebrauch von schrägen Kameraperspektiven, extreme Unter- oder Aufsichten. Gerade so, wie es auch im Film Noir Anwendung fand. Viele Films Noirs sind im Milieu sozial benachteiligter Schichten angesiedelt oder stellen unterschiedliche soziale Schichten kontrastierend gegenüber – so auch „Kaputte Stadt“. Der Glanz und das Elend auf den Straßen von Gotham City in einer Geschichte verwoben.

Fazit:
Du stehst auf düstere Geschichte? Du bekommst Gänsehaut, wenn sich Batman in die Nacht stürzt? Du magst anspruchsvoll gezeichnete Bände und komplexe Geschichten? Dann greif bitte bei „Batman – Kaputte Stadt und andere Geschichten“ unbedingt zu.

Batman – Kaputte Stadt und weitere Geschichten - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman – Kaputte Stadt und weitere Geschichten

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 26

ISBN 13:
978-3-7416-1297-8

260 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Komplexe Geschichten
  • Artwork
  • Film Noir
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 11.06.2019
Kategorie: Alben
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