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Comic-Besprechung - Umbrella Academy 3: Hotel Oblivion

Geschichten:
Umbrella Academy 3: Hotel Oblivion
Autor: Gerard Way, Zeichner: Gabriel Ba, Colorist: Nick Filardi


Story:
Die Umbrella Academy hat sich zerstreut. Sir Reginald Hargreeves Zöglinge pflegen ihre psychischen und physischen Wunden und gehen ihren Geschwistern aus dem Weg. Doch als die Sünden der Vergangenheit die Helden einholen als Superschurken aus einem interdimensionalen Gefängnis fliehen können, müssen sie sich fangen und zusammenraufen.


Meinung:
Es war sicher für manche Leser eine recht große Überraschung als der dritte Band der Serie Umbrella Academy angekündigt wurde. Denn eigentlich war die Story auserzählt. Obwohl schon am Ende des zweiten Bandes klar war, dass der geschaffene Kosmos, in denen die zusammengewürfelte Superheldenfamilie ihre Abenteuer erlebt, noch einige Geschichten in sich birgt.  Er ließ noch viele Möglichkeiten offen, aber die eigentliche Story war abgeschlossen und Autor Gerard Way  schrieb andere Comics und ist auch als Musiker (My Chemical Romance) gut beschäftigt. Und Gabriel Ba ist ein vielbeschäftigter Zeichner der unter anderem an Hellboy und B.U.A.P. fleißig beteiligt war. Angesichts der Serienadaption durch Netflix erscheint nun aber ein neuer Band.

Dabei handelt es sich lobenswerterweise nicht um eine Adaption, sondern um eine originäre Story welche die Fäden aufgreift welche in der letzten Ausgabe lose gelassen wurden. Nach den Ereignissen hat sich die eh schon zerstrittene Umbrella Academy getrennt und jeder geht nun seine eigenen Wege. Wobei man nicht gerade sagen kann, dass es ihnen gut dabei ergeht. Zu tief sitzen manche Verwundungen. Sowohl physisch als auch psychisch. Die Familie, welche sich hier nicht zwangsläufig als blutsverwandt konsolidiert, ist zerstritten und zerbrochen. Das spiegelt sich leider auch etwas in der Story wieder. Mal folgt man dem Haupthandlungsstrang, mal den einzelnen Figuren auf ihrem Leidensweg, den damit verbundenen Nebensträngen und so macht der dritte Band keinen Eindruck eines kompakten, stringenten Werkes. Vielmehr ist er ein Knäuel von Fäden die nach und nach verknüpft werden, wenn sich immer wieder ein Paar der Geschwister trifft und zusammentut, aber am Ende wird so gut wie alles verwoben und aufgelöst. Aber doch nicht genug, so dass weiterer Stoff für den nächsten Band ermöglicht wird. Man nimmt sich also Zeit und das Zerfasern ist gleichzeitig die Möglichkeit weitere Facetten des geschaffenen Kosmos zu erforschen.

Darin liegt nämlich die eigentliche Spannung. Bricht man die Story auf ihre Kernelemente herunter, aus einem Hochsicherheitsgefängnis brechen alle Feinde der Umbrella Academy aus und die  muss zusammenarbeiten um die Schurken zu stellen, ist nicht spektakulär. Es sind die Zwischentöne, die Kommentare, die gebrochenen Charaktere und vor allem der geschaffene Superheldenkosmos der so viel andeutet aus dem die Spannung entsteht. Letzterer ist so bizarr und sprüht nur so vor Ideen die manchmal nur ein einziges Panel einnehmen oder einen Charakter am Bildrand einsetzen, also gar nicht mal sonderlich ausgeweitet werden, so aber ein Gefühl erschaffen, Teil eines größeren Ganzen zu sein was die Fantasie erheblich anregt. Die Macher tragen ihren Teil dazu bei, dass sie Variantcover für den amerikanischen Markt geschaffen haben auf denen Schurken zu sehen sind die nur marginal im Comic, eben am Bildrand, auftreten, aber immerhin einen Namen bekommen. Was ein sehr geschickter Schachzug ist, die Neugier zu entfachen und die Fantasie der Leserschaft zu füttern.

Auch die Zeichnungen tragen ihren Teil dazu bei. Bas Bilder sind sehr fantasievoll, dynamischer als in den vorhergehenden Bänden und wissen jederzeit zu überzeugen, auch wenn die Charaktere für manche vielleicht zu kantig ausgefallen sind. Letztlich ist es aber ein schönes Wiedersehen, auch wenn man sich etwas mehr erhofft hatte da die Geschichte zu sehr unter ihrer Struktur leidet. Aber: Fortsetzung folgt. Und das ist gut so.


Fazit:
Die eigentliche Story ist nicht sonderlich spektakulär und die Geschichte leidet etwas an ihrer Struktur, aber man kann die Leserschaft durch die Charaktere und den skurillen Kosmos in ihren Bann ziehen. Schön das die Serie wieder da ist. Aber es kann noch besser werden.


Umbrella Academy 3: Hotel Oblivion - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Umbrella Academy 3: Hotel Oblivion

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22

ISBN 10:
3959811640

ISBN 13:
978-3959811644

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • komplexe und spannende Charaktere
  • Vielfalt des fiktiven Kosmos
  • Spannung und Drama
Negativ aufgefallen
  • keine stringente Geschichte
  • eigentliche Story unspektakulär
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Rezension vom: 03.12.2019
Kategorie: Alben
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